Fluch und Segen zugleich: Aim-Assistenten - Wie Valorant auf der Konsole alles anders macht.
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PC Master Race oder Konsole? Eine Frage, die die Geister seit Jahrzehnten scheidet. Doch im Jahr 2024 sind die Unterschiede zwischen PC und den Current-Gen-Konsolen nicht mehr so gravierend wie noch vor 20 Jahren.
Wie geht es auf den Konsolen weiter?
Riot Games schafft mit Valorant einen Weg, den zuvor mehrere Studios beschreiten wollten, aber reihenweise daran scheiterten: einen kompetitiven Taktik-Shooter, der sich bereits am PC unter Beweis stellte, auf die Konsole zu bringen. Spieler werden in ihren Möglichkeiten leicht begrenzt, ohne dem Spiel selbst zu schaden. Crossplay und Input-Varianz werden von vornherein festgelegt, um gleiche Chancen und Mittel zu schaffen. Das mag dem ein oder anderem weniger gefallen, doch im Sinne des Fair Play ist es ein notwendiges Mittel.
Die eingesetzte Zielhilfe fühlt sich hervorragend an und bildet eine Präzision ab, die auf gutem Wege ist, der Maus nahezukommen. Doch im Fall von Valorant sei gesagt, es kommt auf sorgfältiges Zielen an. Das macht das Spiel eben aus.
Quelle: Riot Games
Andere Spiele nutzen andere Zielhilfen. Das ist richtig und wichtig. PC- und Konsolen-Spieler können die Empfindlichkeiten der Eingabe gleichermaßen individualisieren. Doch das reicht an der Konsole eben oftmals nicht für ein optimales Spielerlebnis.
Je nach Spiel und Genre muss hier gefeilt werden. In Call of Duty geht es um Tempo und schnelle Reaktionen. In Fortnite wird nicht nur geschossen, sondern auch gebaut und Overwatch lebt davon, einfach in das Getümmel zu feuern.
Eine Frage ohne Antwort
Ob nun Gamepad oder Maus- und Tastatur-Spieler im Vorteil sind, ist wie zu fragen, ob man mit einem Schalt- oder Automatik-Auto schneller unterwegs ist. Die grundlegenden Mittel sind gleich. Am Gamepad greifen Automatismen, die die Reise erleichtern, doch die Präzision der Maus bleibt ungeschlagen. Die Vor- und Nachteile zeigen sich im Detail. Beispielsweise in Fern- und Nahkämpfen.
Doch wann wird es notwendig, eine genaue Linie zu ziehen? Valorant zieht bei den Eingabegeräten eine Grenze, weil es sich um einen vorwiegend kompetitiv ausgerichteten Shooter handelt. Durch die Differenzierung ist der Weg für Valorant als eSports-Titel auf mehreren Plattformen geebnet.
Quelle: Epic Games
Call of Duty, xDefiant und Apex Legends sich wiederum gute Beispiele für Shooter mit Ambitionen für den kompetitiven Bereich, die genau daran scheitern. Gamepad- und MK-Spieler haben grundverschiedene Vorgehensweisen im Spiel. Womöglich wäre es daher sinnvoller, das Crossplay nicht nach Plattform, sondern nach Eingabegerät zu differenzieren.
Ob das im Casual-Bereich genauso notwendig ist, ist dann aber fraglich. Singleplayer-Shooter bieten durch Schwierigkeitsgrade verschiedene Stärken von Assistenten. Möglicherweise wäre auch eine solche Umsetzung im Multiplayer-Bereich denkbar. Und doch tun sich hier viele neue Fragen und Probleme auf. Etwa, wie man mit Reverse-Boosting umgeht und auch Smurf könnten dort kritischer sein.
Valorant könnte in den Bereichen Crossplay und Zielhilfen zum Vorreiter für kompetitiven Shooter werden. Vielleicht muss es das sogar. Denn eine bessere Lösung können wir uns aktuell nicht vorstellen. Grundsätzlich gilt aber natürlich: Seid ihr nicht gerade im eSports-Bereich unterwegs, spielt am besten auf der Plattform und mit dem Eingabegerät, mit denen ihr euch am wohlsten fühlt.
