40 Jahre The Legend of Zelda: Grusel, Melancholie und ein legendärer Twist

Special Lukas Bohnau
40 Jahre The Legend of Zelda: Grusel, Melancholie und ein legendärer Twist
Quelle: Nintendo

Grusel, Hoffnungslosigkeit und ein legendärer Story-Twist: Diese ikonischen Zelda-Szenen zeigen, wie vielseitig die Reihe wirklich ist.

Der Zeitsprung ins Erwachsenenalter war nicht nur ein erzählerischer Meilenstein für Zelda, sondern auch ein Symbol dafür, wie sehr Videospiele emotional über sich hinauswachsen konnten. Es veränderte sich alles: die Spielwelt, die Atmosphäre, die Musik und vor allem unser Gefühl beim Spielen. Aus dem neugierigen Jungen wird ein erwachsener Held. Das farbenfrohe Abenteuer wird plötzlich ernst und die damit einhergehende Verantwortung, die Welt zu retten, greifbar. Gerade dieser Kontrast machte diesen Moment so kraftvoll.

Dieser Schrei geht durch Mark und Bein

Keine Sorge. In diesem Artikel wird es nicht nur um Ocarina of Time gehen, auch wenn das Spiel allein etliche denkwürdige Momente zu bieten hat. Trotzdem dürfen wir eine Begegnung in dieser Auflistung nicht auslassen.

Wer in Ocarina of Time zum ersten Mal einem Redead begegnet ist, wird diesen Moment wohl niemals vergessen. Schon ihr langsames, schlurfendes Auftauchen sorgt für Unbehagen. Doch das Schlimmste ist ihr Schrei. Ein markerschütterndes, fast unmenschliches Kreischen, das sofort durch Mark und Bein geht. Und plötzlich steht Link wie gelähmt da.

Den markerschütternden Schrei der Redeads wird man wohl niemals vergessen. Quelle: PC Games Den markerschütternden Schrei der Redeads wird man wohl niemals vergessen. Was spielerisch wie ein simpler Status-Effekt funktioniert, war atmosphärisch von unfassbarem Grusel geprägt. Für ein paar Sekunden ist man dem Grauen hilflos ausgeliefert, während die mumienartigen Gestalten immer näher kommen. Ein Moment, der zeigt, wie gut das Zelda-Franchise mit Stimmungen spielen kann und den kindlichen Grusel perfekt verpackt.

Hoffnungslosigkeit in Ikana Canyon

Grusel ist ein gutes Stichwort. Majora's Mask war durchweg ein ziemlich düsteres Zelda mit schweren Themen und einer melancholischen Grundstimmung. Die Atmosphäre im Ikana Canyon setzte dem Ganzen jedoch noch einmal die Krone auf, besonders wegen der Musik.

Die Trostlosigkeit des Ikana Canyons kommt besonders durch die musikalische Untermalung zur Geltung. Quelle: PC Games Die Trostlosigkeit des Ikana Canyons kommt besonders durch die musikalische Untermalung zur Geltung. Schon beim Betreten des Canyons macht sich ein Unwohlsein breit. Die Landschaft ist karg, leblos und wirkt bedrohlich. Verlassene Gebäude und umherstreifende Monster vermitteln das Gefühl, eine längst untergegangene Zivilisation zu betreten. Anders als viele klassische Zelda-Gebiete wirkt Ikana nicht wie ein Ort, den man rettet, sondern wie einer, für den jede Hilfe zu spät ist, selbst wenn der Mond nicht auf die Erde kracht.

Verstärkt wird dieses Gefühl durch die unheilvolle Musik, die eine Atmosphäre schafft, die ihresgleichen sucht. Ein Ort, den man zwar betreten muss, aber schnell wieder verlassen möchte.

Wer hätte gedacht, dass sich die aufmüpfige Piratin Tetra als Prinzessin Zelda entpuppt? Quelle: Nintendo Wer hätte gedacht, dass sich die aufmüpfige Piratin Tetra als Prinzessin Zelda entpuppt?

Der Pirat, der eine Prinzessin war

Eigentlich hätte bereits die Ankündigung von The Legend of Zelda: The Wind Waker einen Platz in dieser Liste verdient, und zwar wegen der Kontroverse, die sie auslöste. The Wind Waker spaltete die Spielerschaft. Viele hatten auf eine realistische Grafik gehofft und bekamen dann einen Cel-Shading-Cartoon-Look vorgesetzt. Das änderte jedoch nichts an dem grandiosen Metascore von 96 Punkten.

  1. Seite 1 Eine legendäre Klinge
  2. Seite 2 Vom falschen Finale zur düsteren Zukunft
  3. Seite 3 Grusel, Melancholie und ein legendärer Twist
  4. Seite 4 Düstere Abschiede und gnadenlose Verfolgungsjagden
  5. Seite 5 Die Open-World-Ära
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