Breath of the Wild: Wünsche an den Nachfolger

Special Lukas Schmid
Breath of the Wild: Wünsche an den Nachfolger
Quelle: Nintendo

32 Jahre und relevant wie am ersten Tag: Die The Legend of Zelda-Reihe hat in über drei Jahrzehnten zahlreiche Meisterwerke hervorgebracht. Aber was sind die Elemente, welche uns ganz besonders in Erinnerung geblieben sind? Wir haben tief im kollektiven Fan-Gedächtnis gekramt und - ohne Reihung - die 25 unserer Meinung nach prägendsten und beeindruckendsten Momente der Zelda-Geschichte zusammengetragen. Außerdem zeigen wir auf, was der Nachfolger von Breath of the Wild noch besser machen muss!

The Legend of Zelda: Breath of the Wild - Das erwarten wir uns vom Nachfolger

Wir rechnen nicht mit viel Widerspruch, wenn wir sagen, dass Breath of the Wild ein geniales Zelda-Abenteuer ist. Perfekt ist es aber trotzdem nicht. Darum erklären wir hier, was der Nachfolger noch besser machen muss!
Ach ja, Videospieler. Wir sind ja auch niemals zufrieden. Da bekommen wir mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild einen der besten Serien­ableger spendiert - beziehungsweise nach Meinung mancher überhaupt eines der besten Spiele aller Zeiten - und sind schon bald mit nichts anderem mehr beschäftigt, als uns über jene Dinge zu beschweren, die das Abenteuer schlecht gemacht hat.
Nun, oder zumindest darüber, welche Elemente verändert oder ausgebaut gehören. Ebenso ist es Usus, sich sofort über den Nachfolger Gedanken zu machen, sobald ein Spiel erst einmal erschienen ist. Wir nehmen uns da auch nicht aus - und fast anderthalb Jahre nach dem Release von Breath of the Wild sehen wir es als legitim an, zumindest mal die Fühler auszustrecken und zu fragen: Was wünschen wir uns als Nächstes? Und welche Lehren sollten aus dem direkten Vorgänger für die Switch und die Wii U gezogen werden?

Offene Welt 2.0

Das, was Breath of the Wild mehr als alles andere auszeichnet, ist die riesige, extrem stimmige Spielwelt. Keine zwei Orte sehen gleich aus, überall gibt es etwas zu entdecken und die ausgeprägte Vertikalität des virtuellen Hyrule gibt ihm eine zusätzliche Dimension. Vor allem ist es beeindruckend, wie gut die verschiedenen Elemente zusammen funktionieren. Wir wollen zwei Gegner, die eigentlich niemals aufeinandertreffen, gegeneinander kämpfen lassen? Dann führen wir sie zusammen - und die intelligente Gegner-KI tut ihr Übriges. Wir wollen einen am Baum hängenden Apfel grillen?

Einfach eine Fackel drunterhalten - tadaaa! Für den Nachfolger wünschen wir uns noch komplexere Physik- und KI-Spielereien, außerdem eine noch mehr mit Geheimnissen vollgestopfte Welt. Idealerweise erwartet uns auch eine völlig neue Map. Termina aus Majora's Mask würde sich doch als Ausgangsgrundlage anbieten!

Mehr Leben in Hyrule

Wo das Open-World-Hyrule geschwächelt hat, war bezüglich seiner Bewohner. Es gab einfach zu wenige! Das hat zwar zur endzeitlichen Stimmung des Spiels gepasst, im Nachfolger wünschen wir uns aber eine intaktere, bewohntere Welt. Wir sprechen hierbei nicht nur von NPCs, auf die wir im offenen Feld treffen, sondern auch von Städten. Wer, der Breath of the Wild gespielt hat, hat sich beim Anblick der Ruinen von Hyrule-Stadt nicht gedacht "Mann, diesen Ort hätte ich gerne zu seiner Blütezeit gesehen!"? Sich ein Beispiel an Abenteuern wie The Witcher 3: Wild Hunt oder Dragon Age nehmend, sollte der Zelda-Nachfolger hier mit mindestens einer beeindruckenden Hyrule-Metropole aufwarten!

Eine Handlung mit Substanz

Doch egal, ob in einer belebten oder in einer unbelebten Welt: Das nächste Zelda-Abenteuer sollte einen deutlich größeren Fokus auf eine vielschichtige, gut erzählte Handlung legen. Es ist sehr zu begrüßen, dass Breath of the Wild in Sachen Präsentation einen gewaltigen Schritt nach vorne gemacht und sogar (in seltenen Momenten) Sprachausgabe zu bieten hat. Erstens sollte man hier die Qualität ein wenig verbessern, zweitens sollten so gut wie alle Szenen vertont sein (Link darf ja ruhig weiterhin schweigen) und drittens ist die Erzählung des Open-World-Abenteuers lahm, bar von Überraschungen und spielt sich hauptsächlich in Rückblenden ab. Im kommenden Teil sollte Link deutlich mehr involviert sein, Ganondorf (oder wer auch immer) als vielschichtiger Antagonist agieren und prinzipiell einfach mehr passieren.

Her mit den Dungeons!

In den Dungeons braucht's freilich nicht viel Handlung. Allerdings: Es muss halt Dungeons geben! So nett gemacht die vier beziehungsweise mit DLC fünf Titanen im Spiel waren und so viel Spaß es macht, die 120 Schreine in Hyrule abzuklappern, echte Herausforderungs-Tempel ersetzen sie nicht. Dazu sind sie zu kurz, zu simpel aufgebaut und thematisch einander alle zu ähnlich. Wir wollen komplexe Rätsel, Zwischenbosse, kleine und große Schlüssel! Wir wollen Wald-, Feuer-, Wüsten-, und Wassertempel!

Ja, im Grunde wollen wir, dass das nächste Zelda hier einen Schritt zurück macht und sich an dem orientiert, was The Legend of Zelda vor Breath of the Wild ausgemacht hat. Denn so konsequent und größtenteils intelligent das Spiel scheinbare Konventionen über den Haufen geworfen hat, so sehr vermissen wir die Dungeons und sind überzeugt, dass sie, richtig eingebunden, ein geniales Spiel sogar noch besser machen würden.

Mehr Items, bitte

Damit einher geht ein zweiter Punkt, an dem eine Rückbesinnung wünschenswert wäre: Wir wollen mehr Items! Ja, es hat spielerisch Sinn ergeben, dass wir nach einer Stunde in Breath of the Wild alle wichtigen Gegenstände zusammen hatten. Wir haben es aber dennoch vermisst, in Dungeons auf neue Gegenstände zu stoßen, die uns völlig neue Möglichkeiten erlauben. Allein die Möglichkeit, sich via Doppel-Enterhaken durch Hyrule zu ziehen, was ursprünglich für das aktuelle Abenteuer angedacht war, aber aus Balancing-Gründen gestrichen wurde, lässt uns das Wasser im Mund zusammenlaufen! Uns ist bewusst, dass so eine Designänderung dem Ansatz von Breath of the Wild entgegenarbeiten würde, dass man alle Aufgaben in quasi beliebiger Reihenfolge angehen kann; und wir wissen nicht, wie man Dungeon-Items und offene Spielwelt ideal miteinander verknüpfen könnte. Aber wer, wenn nicht Nintendo, könnte hier eine zufriedenstellende Lösung finden?

Boss-Parade

Wir wollen mehr Bosse! Außerdem abwechslungsreichere. Ganons Dämonen in den Titanen und die Oberwelt-Obermotze sind nett, aber zu wenig abwechslungsreich und es gibt schlicht zu wenige. Hier deutlich mehr Varianz reinzubringen, sollte eigentlich kein Problem sein.

Spiel's nochmal, Link

Hört sich alles recht negativ an, ändert aber natürlich nichts an der Tatsache, dass Breath of the Wild vor allem eins ist: ein fantastisches Spiel. Darum muss es einem Nachfolger zuallererst auch einfach gelingen, an die exorbitante Qualität des Abenteuers anzuschließen. Alle anderen Verbesserungen sind das Sahnehäubchen.

Bildergalerie

  1. Seite 1 Die prägendsten Zelda-Momente 1-6
  2. Seite 2 Die prägendsten Zelda-Momente 7-12
  3. Seite 3 Die prägendsten Zelda-Momente 13-18
  4. Seite 4 Die prägendsten Zelda-Momente 19-25
  5. Seite 5 Breath of the Wild: Wünsche an den Nachfolger
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