The Last of Us Part 1 im Test - Seite 5
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In unserem Test zu The Last of Us: Part 1 erfahrt ihr, warum das Remake des Naughty-Dog-Titels sowohl neue Spieler als auch alte Fans begeistern wird.
Hat man den zweiten Teil von The Last of Us gespielt, wird man im Remake auf jeden Fall das Ausweichen vermissen. Im zweiten Teil konnten wir feindlichen Nahkampfattacken noch mit einem Schritt zur Seite entgehen. Das ist in Part 1 leider nicht mehr möglich. Statt einen Ausfallschritt auszuführen, können wir höchstens versuchen, mit einer schnellen Wendung vom Gegner wegzukommen. Das ist allerdings etwas umständlich und geht nicht so gut von der Hand. Lassen wir die Gegner zu nah an uns ran, ist es daher meist unumgänglich, dass wir einen Treffer kassieren oder gepackt werden. In diesen Momenten wirkt die Steuerung dann doch ein kleines bisschen altbacken. Uns ist es jedenfalls schleierhaft, warum das Ausweichen nicht übernommen wurde, schließlich wäre es einfach umzusetzen gewesen und hätte auch nicht das Spielerlebnis verfälscht.
Ebenfalls ist es etwas ärgerlich, dass wir keine Schalldämpfer mehr anfertigen können, wie es in Part 2 eingeführt wurde. Hier könnte man wohl eher darüber diskutieren, ob das Remake dann wirklich noch den Spirit des Originals einfangen würde, aber das Feature würde dem Spiel mit wenig Aufwand und Veränderung etwas mehr Variantenreichtum beim Schleichen geben. Ohnehin hätte man in Sachen Stealth ruhig noch eine Schippe drauflegen können, denn in den Schleich-Passagen merkt man, dass die KI nicht gerade das Gelbe vom Ei ist.
In diesem Artikel
Quelle: PC Games
Die Schleichereien sind stets spannend, obwohl sich die menschlichen Gegner oft relativ leicht überlisten lassen.
Vor der Veröffentlichung kündigte Naughty Dog an, die KI sei allgemein stark überarbeitet worden, doch davon merkt man nicht immer etwas. Im offenen Kampf stellen sich die menschlichen Feinde tatsächlich etwas cleverer an und sind dadurch gefährlicher. Wissen sie jedoch nicht, wo wir uns befinden, können wir sie oftmals viel zu leicht austricksen. Sie scheinen teilweise nicht so genau hinzuhören und zu sehen. Erfahreneren Spielern empfehlen wir daher, direkt die Gegner-KI auf Schwer zu stellen.
Auch ein altes Problem des Originals wurde nicht behoben, denn unsere KI-Begleiter huschen immer noch viel zu oft voll ins Sichtfeld der Feinde, sind für diese aber solange unsichtbar, bis wir selbst auffallen. In einem Spiel, das so sehr darauf setzt, uns Spieler voll ins Geschehen zu ziehen, ist das schon ein kleiner Immersionskiller.
Immerhin sind unsere Begleiter im Kampf jetzt aber weitaus nützlicher als noch im Original. Sie geben uns eigenständig Feuerschutz, treffen zuverlässiger und lassen sich nicht mehr so leicht von Feinden überrumpeln.
Wer braucht dieses Spiel?
Quelle: PC Games
Im offenen Kampf versuchen Ki-Gegner uns immer wieder in die Flanke zu fallen.
Wie bei jedem Remake stellt sich die Frage, wer das überhaupt benötigt und in diesem Fall ist die Frage wohl noch berechtigter, schließlich ist das Original nicht mal zehn Jahre alt und sieht immer noch gut aus. Wer braucht also The Last of Us: Part 1? Spieler, die das Original gezockt haben und jetzt nur zugreifen würden, wenn das Remake starke Gameplay-Verbesserungen bieten würde, können sich den Kauf sparen.
The Last of Us: Part 1 erzählt die gleiche Geschichte, schickt euch an die gleichen Schauplätze und bietet das gleiche Gameplay wie das Original. Hier würde sich die erneute Anschaffung nur lohnen, wenn ihr einfach Lust auf ein Spiel mit verdammt schöner Grafik habt.
Dennoch gibt es viele Gamer, die das Remake lieben werden. Wer The Last of Us verpasst hat, zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung zu jung war oder es aufgrund fehlender Barrierefreiheitsoptionen nicht spielen konnte, bekommt mit Part 1 nun eine hervorragende moderne Version dieses fantastischen Spiels.
Auch absolute Fans des ersten The Last of Us, die sich wünschen, Naughty Dogs Meisterwerk noch mal neu erleben zu können, werden mit dem Remake ihre helle Freude haben. Die Entwickler haben das Original so behutsam und durchdacht optisch modernisiert, dass Part 1 nicht einfach nur schöner ist. Es wirkt vielmehr, als habe dieses Spiel schon immer so aussehen sollen.
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Zudem sorgen die Features der PS5, die allgemeine Grafik und vor allem die verbesserten Figurenmodelle und Gesichtsanimationen dafür, dass die emotionalen Momente noch besser vermittelt werden. Auch wir waren zunächst skeptisch, ob uns das Spiel abermals abholen kann (Kollege David fand das Remake im Vorfeld sogar komplett unnötig), wo wir doch alles kennen, saßen dann bei einigen Szenen aber doch wieder mit Kloß im Hals vor dem Bildschirm.
The Last of Us ist nach wie vor ein herausragendes Erlebnis und Part 1 ist die ultimative Version dieses Ausnahmespiels. Daran können auch die manchmal etwas fummelige Steuerung und die teilweise etwas doofe KI beim Schleichen nichts ändern.
Meinung
The Last of Us: Part 1 erscheint am 2. September 2022 für die Playstation 5. Eine PC-Fassung des Action-Adventure-Remakes ist ebenfalls angekündigt und soll angeblich bereits in nicht allzu ferner Zeit erscheinen, einen genauen Releasetermin gibt es allerdings noch nicht. Wir werden hier natürlich darüber berichten, wenn die Veröffentlichung für den Rechner bekanntgegeben wird.
