The Last of Us Part 1 im Test - Seite 3
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In unserem Test zu The Last of Us: Part 1 erfahrt ihr, warum das Remake des Naughty-Dog-Titels sowohl neue Spieler als auch alte Fans begeistern wird.
Menschliche Feinde teilen sich oft auf und schreiten verschiedene Routen ab, Infizierte hingegen sind in ihrem Bewegungsprofil leichter zu durchschauen, sie bewegen sich aber oft so ruckartig, dass ihr Sichtbereich nicht immer abzuschätzen ist. In beiden Fällen ist also immer für Anspannung gesorgt, wenn man versucht, so unauffällig wie möglich zu sein. Sind wir umzingelt von menschlichen Feinden, suchen wir hektisch nach Fluchtwegen. Streifen hingegen in einem Areal die Furcht einflößenden Clicker umher, müssen wir uns fast schon dazu überwinden, nicht an einer vermeintlich sicheren Stelle zu verharren.
Fallen wir allerdings auf oder entscheiden uns direkt für den offenen Kampf, geht es heftig zur Sache. Egal, ob wir nun selbst abdrücken oder von einem feindlichen Projektil getroffen werden, die Kämpfe in The Last of Us fühlen sich richtig wuchtig an. Wir fühlen den Rückstoß unserer jeweiligen Waffe und werden auch ein Stück zurückgeschleudert, wenn wir getroffen werden. Im Gefecht mit menschlichen Fieslingen empfiehlt sich taktisches Vorgehen.
In diesem Artikel
Wir bewegen uns vorsichtig von Deckung zu Deckung, versuchen, die Wege um uns herum im Blick zu haben, während unsere Gegner einander Feuerschutz geben und uns in die Flanke fallen wollen. Kämpfen wir hingegen gegen Infizierte, wird es meist hektisch. Die Kreaturen stürmen beängstigend schnell auf uns zu und sind teilweise nur durch Kopfschüsse zu stoppen.
Quelle: PC Games
The Last of Us konfrontiert uns immer wieder mit scheinbar ausweglosen Situationen.
Gemetzel und Optionsfülle
Quelle: PC Games
Explosionen sorgen bei Menschen und Infizierten dafür, dass deren Körper zerfetzt werden. Zärter besaitete Naturen dürfen den Gewaltgrad jedoch runterdrehen.
Die Scharmützel mit Menschen und Monstern sind also beide intensiv, bieten aber jeweils eine ganz andere Form von Nervenkitzel. Blutig ist aber beides gleichermaßen. Platzende Köpfe, weggeschossene Gesichter, herumfliegende Gliedmaßen, zerteilte Körper oder gleich komplett in einer Blutfontäne aufgehende Gegner bekommt man alles öfter zu Gesicht, als es einem lieb ist.
Erwähnenswert ist jedoch, dass Naughty Dog hier keinen überzogenen Splatter nutzt, um cool und edgy rüberzukommen. Die Gewalt wirkt jederzeit passend und realistisch und trägt somit zur bedrückenden Stimmung des Spiels bei. Zartbesaitete Spieler dürfen dennoch den Gewaltgrad im Spiel herunterschrauben. Dann spritzt weniger Blut und es fliegen auch keine Arme und Beine mehr durch die Luft.
Überhaupt bietet das Remake nun einige Optionen, um das Spiel auf vielerlei Bedürfnisse und Wünsche abzustimmen. Genau wie in The Last of Us: Part 2 gibt es nun über 60 Einstellungen für die Barrierefreiheit. Sogar eine vollständige Audiodeskription hat es ins Spiel geschafft. The Last of Us zeigt sich also erneut vorbildlich inklusiv.
Doch auch Gamer, die auf diese Einstellungen nicht angewiesen sind, dürfen das Spiel mehr nach ihren Wünschen gestalten. Es gibt ganze sechs Schwierigkeitsgrade, die dann allgemein für das Spiel gelten, aber auch jederzeit geändert werden können.
Quelle: PC Games
Nicht nur optisch ist das Feedback in Action-Passagen gelungen. Dank des Dualsense spürt man die Gefechte richtig.
Zudem dürfen wir uns auch einen benutzerdefinierten Schwierigkeitsgrad erstellen, indem wir ihn einzeln für verschiedene Spielelemente festlegen. Sind wir etwa der Meinung, die Kämpfe sollten schwieriger sein, das Gesuche nach Ressourcen und Munition geht uns aber auf die Nerven, dann stellen wir die Gegner auf Schwer, die Ressourcensuche jedoch auf Leicht.
Hier gibt es verschiedene Optionen, durch die wirklich jedem Spieler erlaubt wird, das für ihn beste Spielerlebnis einzustellen. Sehr schön ist auch, dass Naughty Dog auf die Wünsche der Fans gehört hat und auch einen Speedrun- und einen Permadeath-Modus in das Remake integrierte.
Optisch genial
Quelle: PC Games
Grafisch ist The Last of Us: Part 1 eine absolute Wucht. Eine schönere oder stimmungsvollere Welt findet man momentan wohl nicht.
Doch Optionen zu Blut, Schwierigkeit oder Barrierefreiheit sind für Besitzer des Originals oder Remasters wohl keine ausreichenden Gründe, um erneut The Last of Us zu kaufen. Was ist also so stark verbessert? Nun, so simpel es klingt, es sind ganz einfach die Features, die die PS5 so mitbringt, denn die sorgen allesamt dafür, dass man noch mehr ins Spiel abtauchen kann.
Allem voran steht hier natürlich die Grafik. Naughty Dog haben sich sämtlicher Ecken und Winkel des Spiels angenommen und sie erneut kräftig überarbeitet, dabei aber immer den Look des Originals und auch das Gefühl, das bestimmte Orte vermittelt haben, beherzigt. Oberflächen sind detaillierter, mehr Objekte liegen herum, mehr Pflanzen wachsen um die Überreste der vergangenen Welt und die Beleuchtung ist sowohl hübscher als auch stimmungsvoller.
Teilweise wurden Gebäude und Objekte im Hintergrund verändert oder neu positioniert, um die Welt noch eindrucksvoller und atmosphärischer zu gestalten. Es ist tatsächlich schwierig, die Anpassungen in Worte zu fassen. Man muss es selbst sehen, wie viel besser sich die Spielwelt nun anfühlt.
Wir empfehlen hier unseren Grafikvergleich, in dem ihr ohne Spoiler einen kleinen Einblick dazu erhaltet. Spielt man das alte The Last of Us wirkt alles wirklich rund und immer noch super präsentiert, aber legt man dann das Remake Part 1 ein, merkt man erst, dass es ja doch noch viel besser geht.
Vergleich Remaster vs. Remake
Selbst die Action ist nun noch ein kleines Stückchen immersiver, denn die Umgebung wird nun deutlicher in Mitleidenschaft gezogen. Kugeln schlagen in Wände und Barrikaden ein, Splitter fliegen ab, Scheiben gehen korrekter zu Bruch. Durch die verbesserte Physik sind die Kämpfe nun wirklich noch intensiver als zuvor.
Doch nicht nur die Welt, auch die Charaktere sorgen nun für noch mehr Atmosphäre. Allgemein sind deren Bewegungen etwas geschmeidiger als noch im Original, doch das Highlight sind ganz klar die Unmenge an Details bei den Figuren und vor allem die stark verbesserten Gesichtsanimationen.
The Last of Us ist ein emotionales Spiel, in dem die Charaktere andauernd auf die brutalen, tragischen und teilweise verstörenden Geschehnisse reagieren. Die Art, wie die Figuren die Situationen verkaufen, ist dafür verantwortlich, wie sehr wir mitleiden. Das Original war hier damals schon wirklich klasse, doch das Remake setzt es so gut um, dass es uns teilweise richtig zusetzte.
