The Last of Us Part 1 im Test - Seite 4

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The Last of Us Part 1 im Test - Seite 4
Quelle: Sony Interactive Entertainment

In unserem Test zu The Last of Us: Part 1 erfahrt ihr, warum das Remake des Naughty-Dog-Titels sowohl neue Spieler als auch alte Fans begeistern wird.

Weint ein Charakter nun als Reaktion auf etwas, sehen wir nicht nur eine Träne, die die Wange runterkullert. Wir erleben, wie Mundwinkel und Nasenflügel sich leicht verziehen, die Augen sichtbar feucht werden und sich dann schließlich die Träne löst und über das Gesicht gleitet. Das mag furchtbar banal klingen, doch auch hier muss man es wohl im jeweiligen Kontext des Spiels selbst erleben, wie sehr das verbesserte Mienenspiel dazu beiträgt, einen noch mehr ins Spiel zu ziehen. Wir kannten die emotionalen Szenen des Spiels wirklich noch gut genug, doch die mit Sorgfalt verbesserte Grafik und eben die natürlichere Art der Charaktere sorgten dafür, dass uns diese Szenen mindestens wieder mit der gleichen Wucht trafen wie beim ersten Mal 2013.

Ist die Grafik also ein valider Grund, um sich The Last of Us erneut anzuschaffen? Ja, in diesem Fall schon. Das Remake erweckt nie den Eindruck, als sei wahllos verändert und aufgehübscht worden. Vielmehr gingen die Entwickler sorgfältig und behutsam vor. Part 1 wirkt nicht wie eine lieblose Neuauflage, sondern eher, als habe man die ursprüngliche Vision, wie das Spiel aussehen sollte, nun erst so richtig umsetzen können.

Das Design der Spielwelt ist unglaublich stimmungsvoll. Quelle: PC Games Das Design der Spielwelt ist unglaublich stimmungsvoll.

Die Optik dürfen wir im Spiel übrigens auf drei verschiedene Arten genießen. Im Hauptmenü entscheiden wir uns entweder für Wiedergabetreue, Leistung oder Leistung+. Jederzeit dürfen wir zwischen diesen Modi im Spiel auch hin und her wechseln. Wiedergabetreue setzt auf 4K mit 30 fps bei 30 hz.

Der Leistungsmodus hingegen auf eine Framerate von 60 Bildern pro Sekunde bei 60 Hz und dynamischem 4K. Leistung+ bietet hingegen eine nach oben offene Framerate, wobei aber weitere Abstriche in Bezug auf die Auflösung hingenommen werden. Wir empfehlen hier den normalen Leistungsmodus.

Die 60 fps zahlen sich gerade in den eher hektischen Momenten des Spiels aus, gleichzeitig sind bei der Auflösung im Vergleich zum Wiedergabetreue-Modus keine großen Unterschiede festzustellen. Wer stattdessen die bestmögliche Auflösung bevorzugt, muss sich allerdings auch keine Sorgen machen. Während unseres Tests kam es auch in diesem Modus selbst bei viel Action auf dem Bildschirm nie zu Rucklern.
Zu Beginn des Spiels erleben wir den Untergang der uns bekannten Zivilisation. Quelle: PC Games Zu Beginn des Spiels erleben wir den Untergang der uns bekannten Zivilisation.

Nicht ganz perfekt

Allerdings sorgt nicht nur die moderne Grafik für noch mehr Atmosphäre, auch weitere PS5-Features verstärken die Immersion. Der Dualsense-Controller der Konsole wird wirklich hervorragend genutzt. Feuern wir mit der Schrotflinte, spüren wir den gewaltigen Rückstoß. Werden wir getroffen, fühlen wir den Einschlag des Projektils. In den adaptiven Triggern spüren wir zudem je nach Waffe unterschiedliche Widerstände.

In seinen gruseligen Passagen ist The Last of Us oftmals unheimlicher als richtige Horrorspiele. Quelle: PC Games In seinen gruseligen Passagen ist The Last of Us oftmals unheimlicher als richtige Horrorspiele. Die Action-Passagen profitieren enorm von diesem Feedback. Doch auch ruhigere Momente werden klasse eingefangen. Wir fühlen Regentropfen genauso wie das Fell eines Tieres, das wir streicheln. Genau wie bei der Optik ging Naughty Dog hier sehr sorgfältig und wohlüberlegt vor.

Ein weiterer großer Pluspunkt ist natürlich 3D-Audio. Spitzen wir die Ohren, können wir genau wahrnehmen, aus welcher Richtung sich die Stalker-Kreaturen an uns heranschleichen. Außerdem wird es natürlich noch gruseliger, wenn wir uns in einem Raum voller Clicker befinden und wir um uns herum diese uns bis ins Mark erschütternden Laute hören.

Die überarbeitete Grafik und die neuen Features in Part 1 sorgen definitiv dafür, dass dies die unheimlichste, intensivste, ergreifendste, atmosphärischste und ganz einfach beste Version von The Last of Us ist.

Dennoch sind wir nicht komplett zufrieden mit dem Remake, denn ein paar Verbesserungen hätte man auf jeden Fall noch aus dem zweiten Teil übernehmen können. Wir meinen hier gar nicht mal die weitläufigeren Abschnitte und Erweiterungen wie das Kriechen durch hohes Gras oder Spürhunde als Gegner.

Hierfür hätte Naughty Dog ja jeden einzelnen Schauplatz eines Gefechts sehr stark verändern müssen. So würde das Spielerlebnis des Originals auch verfälscht. Die teilweise eher engen Schlachtfelder des ersten The Last of Us bieten schließlich auch eine besondere Stimmung. Einige Kleinigkeiten hätten Naughty Dog jedoch gerne aus Part 2 übernehmen dürfen.

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