The Invincible im Test: Diese 10 Stunden kriege ich nie wieder
Test
Das Sci-Fi-Abenteuer The Invincible lockt mit einem unerforschten Planeten, einem einzigartigen Atompunk-Look und einer Menge Entscheidungsfreiheit. Ob diese ganzen Sachen auch gut umgesetzt wurden, erfahrt ihr bei uns im Test.
Ein unerforschter Planet, eine verschollene Crew und das unbesiegbare Flaggschiff der Allianz, das sich aus irgendwelchen Gründen auf dem Weg hierher befindet. Mit dieser Prämisse lockt mich das Sci-Fi-Abenteuer The Invincible auf den Planeten Regis 3. Im Spiel schlüpfe ich in die Rolle der Wissenschaftlerin Yasna, deren Crew herausfinden soll, wieso die Invincible gerade auf dem Weg nach Regis 3 ist. Meine Crewmitglieder fangen daher damit an, den Planeten zu erkunden. Nachdem der Kontakt mit ihnen abbricht, werde ich selbst nach unten geschickt, verliere aus irgendeinem Grund jedoch mein Gedächtnis. Hier startet dann die eigentliche Handlung von The Invincible, welche übrigens auf dem gleichnamigen Buch von Stanislaw Lém basiert. Allzu viel vorwegnehmen möchte ich aber nicht, denn sobald man die Handlung des Buches kennt, kann man sich ziemlich gut vorstellen, was im Spiel so passieren wird.
Ein leerer Planet, nur für mich
Ich wache also auf der Oberfläche des Planeten auf, mein Gedächtnis darüber, wie ich hier hergekommen bin, so leer wie der sandige Canyon, der sich vor mir erstreckt. Nach Einsammeln meines Hab und Guts deduziere ich, dass ich das Camp meiner Crewmitglieder suchen wollte.
Da mache ich mich auch direkt auf den Weg, muss aber nach wenigen Sekunden innehalten: Habe ich vielleicht den Toggle erwischt, der zwischen Gehen und Rennen umschaltet?
Nein, ungünstigerweise bin ich einfach der langsamste Wissenschaftler der Welt. Eine Taste fürs Sprinten gibt es zwar, damit wechsele ich jedoch eher in gemütliches Gehen. Nur ein paar Sekunden halte ich den Spaziergang aus, bevor ich anfange, penetrant laut zu keuchen. Da beschlägt auch direkt mein Helm.
Dem Ganzen folgt dann noch ein Sturz von einer bahnbrechenden Höhe von etwa einem Meter, nach dem ich noch zu humpeln anfange. Bei näherer Betrachtung bin ich tatsächlich vielleicht gar nicht so langsam, sondern die Welt einfach wesentlich zu groß. Na ja, nach circa 28 Jahren bin ich dann endlich im etwa 500 Meter weit entfernten Camp angekommen. Meine Crewmitglieder sind jedoch nirgends zu sehen.
Möglicherweise sind sie in der Zwischenzeit an Altersschwäche gestorben, doch glücklicherweise finde ich im Zelt dann doch einen meiner Mitdoktoren. Dieser ist bedauerlicherweise nicht ansprechbar und verhält sich wie ein Kleinkind. Woran das liegt, lässt sich nicht genau ausmachen, dafür müsste ich mit ihm aufs Schiff, um ihn gründlich zu untersuchen.
Zumindest kann ich Teile seines Anzugs entwenden und damit endlich Kontakt zum Astrogator aufbauen, dem Koordinator der Mission, welcher noch auf dem Schiff verweilt. Damit habe ich nun eine freundliche NPC-Stimme im Ohr, mit der ich mich im Verlauf meiner Reise unterhalten kann. The Invincible (jetzt kaufen 39,79 € ) ist also kein Spiel, das mit einer erdrückenden, menschenleeren Atmosphäre punktet. Das muss es aber auch gar nicht sein.
Bitte nicht so schnell
Durch die Konversationen mit dem NPC-Begleiter bekommt The Invincible jedoch ein brandneues Problem. Während ich so den Ausführungen meines Astrogators lausche, erhalte ich gelegentlich die Möglichkeit, selbst zu antworten.
Quelle: 11 bit studios
Bei wichtigen Dialogen kann ich mir hier alle Zeit der Welt lassen, an anderer Stelle schränkt mich ein Zeitlimit ein. Wähle ich meine Antwort aus, wird in vielen Fällen der derzeitige Dialog jedoch einfach unterbrochen.
Ich muss mich also entscheiden, das Zeitfenster für meine Antwort einzuhalten und den vorherigen Dialog zu verpassen, oder der angefangenen Konversation zu lauschen und anschließend nicht mehr antworten zu können.
In anderen Fällen darf der Astrogator seinen Satz aber noch zu Ende sprechen, statt einfach rüpelhaft unterbrochen zu werden. Wann das passiert, hängt vielleicht damit zusammen, ob die Planeten gerade in einer Linie stehen oder nicht. Dann gibt es auch noch Situationen, in denen das Zeitlimit pausiert wird, wenn ich ins Untermenü wechsle, um meine Antwort auszusuchen.
Bildergalerie
Dadurch kann ich mir das bereits angefangene Gespräch also in Ruhe anhören und erst im Anschluss ein neues Thema ansprechen. Wann das Zeitfenster pausiert wird und wann nicht, wurde allem Anschein nach aber auch nach dem Zufallsprinzip entschieden, da The Invincible eine bittere Rivalität mit Kohärenz zu haben scheint.
