The Da Vinci Code im Test

Test Marc Kirzeder

Ron Howards Verfilmung des umstrittenen Dan Brown-Bestsellerromans kommt in gleich vier unterschiedlichen Editionen in die Heimkinos

Originalschauplätze

Sowohl im Buch als auch in der filmischen Adaption spielen die historischen Schauplätze eine wichtige Rolle. Das Feature "Magische Plätze" widmet sich entsprechend den Dreharbeiten im Musée du Louvre, verrät, warum man die in der gotischen Westminster Abbey spielenden Szenen in einer "Schwester"-Kathedrale drehen musste und was das Besondere an der Rosslyn Kapelle in Schottland war.

Die zweiteilige Kurzdokumentation "Die Reise der Filmemacher" fasst weitere Aspekte der Big-Budget-Produktion unterhaltsam zusammen. Sich im Louvre Leonardo Da Vincis weltberühmtem Ölgemälde "Mona Lisa" ohne den üblichen Publikumsandrang nähern zu können, kam offenbar für einige der am Dreh Beteiligten einer spirituellen Erfahrung gleich. Diesen Eindruck vermittelt zumindest der Menüpunkt "Nahaufnahme -- Mona Lisa".

"Die Zeichen in ?The Da Vinci Code: Sakrileg?" deckt auf, dass Ron Howard in seiner Adaption immer wieder Symbole versteckte, die etwas mit den Personen, der Handlung oder den historischen Hintergründen der Story zu tun haben. Abgeschlossen wird das Bonusmaterial von einem kurzen Clip über den Musik-Score des deutschen Komponisten Hans Zimmer, dessen Arrangements im Zusammenspiel mit den Bildern von Kameramann Salvatore Totino ("Cinderella Man") die mystische Atmosphäre gelungen unterstützen.

Fazit

Film-Check: Bei den Kritikern fiel die werkgetreue Verfilmung gnadenlos durch. Das Publikum ließ sich davon nicht abschrecken und strömte in Massen in die Kinos, was sich in einem Einspielergebnis von weltweit über 750 Mio. Dollar niederschlug.Auch wenn die solide Umsetzung Kenner der Vorlage sicherlich nicht mehr vom Hocker zu reißen vermag, ist Ron Howards Werk aber nicht nur aufgrund seiner Starbesetzung und der tollen Locations sehenswert. Der Filmemacher adaptierte die wichtigsten Kapitel des Romans handwerklich souverän und fügte sie zu einem durchaus spannenden Thriller zusammen. Die Extended Version schließt zudem ein paar Lücken der Kinofassung.
DVD-Fazit: Die Doppel-DVD wartete mit überdurchschnittlich guter Technik und reichhaltiger Ausstattung auf. Ein Regie- bzw. ein Audiokommentar von Cast & Crew-Mitgliedern hätte die deutsch untertitelten Zugaben komplettiert.

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