Ron Howards Verfilmung des umstrittenen Dan Brown-Bestsellerromans kommt in gleich vier unterschiedlichen Editionen in die Heimkinos
Was war das für ein Hype im Vorfeld der Kinopremiere! Kein Wunder, nachdem bereits die Buchvorlage mit ihren in historische Fakten eingewobenen verschwörungstheoretischen Ansätzen weltweit heftige Kontroversen ausgelöst hatte. Angeheizt durch die Kritik der katholischen Kirche und ihres konservativen Arms Opus Dei an Dan Browns "Sakrileg", sahen sich Fernsehzuschauer plötzlich mit zahlreichen Berichten über die Tempelritter und ihre legendäre Suche nach dem Heiligen Gral konfrontiert. Die Sender überboten sich gegenseitig, alle möglichen mehr oder weniger wissenschaftlich aufbereiteten Dokumentationen über die Arbeiten Leonardo Da Vincis zu bringen, die sich mit den angeblichen Geheimbotschaften des genialen Künstlers befassten.
Dass einige Sachbuch-Autoren Brown vorwarfen, bei ihnen abgekupfert zu haben, tat der Erfolgsgeschichte keinen Abbruch. Dan Brown, 1964 geborener Sohn eines Mathematikers und einer Kirchenmusikerin, der vor seiner Schriftstellerkarriere zwei Semester Kunstgeschichte studierte und als Lehrer arbeitete, wird nicht müde, zu beteuern, dass er mit "Sakrileg" keinen Tatsachenbericht, sondern einen modernen Thriller vorgelegt habe. Seine Intention sei es gewesen, spannende Unterhaltung zu liefern, die aufgrund ihrer brisanten Story zu Diskussionen anregen solle.
