The Da Vinci Code - Sakrileg

Test

Mit dem Start des Kinofilms erscheint auch das Spiel zu Dan Browns spannendem Bestseller Sakrileg. Könnt ihr Da Vincis Code knacken?

The Da Vinci Code - Sakrileg E igentlich hatte Professor Robert Langdon geplant, sich nach seinem Vortrag über die Macht der Symbole an der amerikanischen Universität in Paris mit Jacques Saunière zu treffen. Der Museumsdirektor des Louvres wollte mit ihm über eine unbekannte Angelegenheit sprechen. Doch das Treffen soll nicht stattfinden. Noch während seines Vortrags wird Langdon von französischen Polizisten aufgefordert, mit ihnen zu kommen. Der Grund: Jacques Saunière wurde ermordet im Louvre aufgefunden. Eine Nachricht, die der alte Mann kurz vor seinem Tod hinterließ, gab den Polizisten einen Hinweis auf Langdon.

Am Tatort trifft der amerikanische Symbologe auch die Enkelin des Ermordeten, die Kryptologin Sophie Neveu. Diese gibt Langdon unauffällig zu verstehen, dass er nicht nur zum Beantworten einiger Fragen hierher bestellt wurde, sondern dass er als Hauptverdächtiger gilt. Gemeinsam ergreifen die beiden die Flucht und nehmen die Ermittlungen auf. Wer hat Saunière getötet? Was war das Motiv des Täters? Und welches Geheimnis wollte Saunière Langdon verraten?

Harte Kopfnüsse

Das Spiel ist größtenteils an den Film angelehnt, der seit 18. Mai in den Kinos läuft. Es entführt euch aber auch an Orte aus dem Buch, die im Film nicht vorkommen. Aus der Verfolgerperspektive dirigiert ihr die unfreiwilligen Detektive Robert und Sophie durch den Louvre, die Kirche von Saint Sulpice, das Herrenhaus in der Normandie oder den Flugplatz von Biggin Hill.

In erster Linie seid ihr damit beschäftigt, kryptische Hinweise zu entschlüsseln, wichtige Gegenstände zu suchen und Rätsel zu lösen. Beispielsweise müsst ihr herausfinden, was Saunière in seiner auf den Boden geschmierten Nachricht mit "Oh Lame Saint" gemeint hat. Um die wahre Bedeutung der Worte herauszubekommen, müsst ihr die Buchstaben umstellen (das Anagramm entschlüsseln, sagt der Fachmann). Später mischt ihr anhand einer wissenschaftlich formulierten Anleitung biochemische Substanzen in der richtigen Reihenfolge, um damit ein Gemälde zu säubern. Und im Herrenhaus in der Normandie sucht ihr zunächst sechs Götterstatuen und ordnet diese dann auf einem Pentagramm so an, wie es ein Gedicht in wenigen Zeilen vorgibt.

Lesen bildet

Um Hinweise zu finden und richtig zu deuten, solltet ihr regelmäßig euer Journal checken. Darin werden automatisch Informationen über Orte, Kunstwerke oder historische Ereignisse eingetragen, die euch bei der Lösung von Rätseln helfen können. Oft habt ihr ohne diese Infos kaum eine Chance, weiterzukommen, denn das Spiel nimmt euch fast nie an die Hand.

Dies könnte man einerseits als Schwäche auslegen: Nicht selten werdet ihr in der Gegend herumirren und Gegenstände suchen, ohne auch nur zu ahnen, wieso ihr festhängt. Wenn ihr aber aufmerksam im Journal blättert, alle Hinweise überprüft und logisch denkt, knackt ihr auch die härtesten Nüsse, und das ist ein sehr befriedigendes Gefühl. So wird die Schwäche zur Stärke -- je nachdem, wie geduldig und ehrgeizig ihr seid.

Für Abwechslung und Action zwischen den eher gemächlichen Grübelaufgaben sorgen Auseinandersetzungen mit Polizisten, Wachmännern und fanatischen Mönchen. Im Kampf steuert ihr Robert und Sophie aber nicht direkt, sondern ihr drückt für Ausweich- und Angriffsaktionen die am unteren Bildrand eingeblendeten Tastenkombinationen. Misslingt euch das, stecken eure Helden Treffer ein und verlieren dadurch einen Teil ihrer Lebensenergie. Mit herumliegenden Bandagen könnt ihr eure Wunden aber wieder heilen. Friedliebende Naturen schleichen einfach vorsichtig an Gegnern vorbei.

Die Grafik von "The Da Vinci Code" reißt uns zwar nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hin, weiß aber trotzdem zu überzeugen. Original-Schauplätze wie der Louvre oder die Kirche von Saint Sulpice wurden recht aufwändig umgesetzt und erzeugen dank schöner Details und stimmungsvoller Beleuchtung eine fesselnde Atmosphäre. Etwas enttäuscht sind wir von den Animationen der Protagonisten: Beim Laufen und während der Zwischensequenzen in Spielgrafik bewegen sie sich recht hölzern und unnatürlich. In den Kämpfen hingegen sind sie hervorragend animiert und beeindrucken durch geschmeidige Moves, wie man Sie sonst nur in Beat'em-Ups wie "Tekken" oder "Virtua Fighter" zu sehen bekommt. CG

Wertung zu The Da Vinci Code: Sakrileg (PS2)

Wertung:

7.5 /10
Pro & Contra
Intelligente, fordernde RätselGute SynchronstimmenFesselnde StoryHält sich inhaltlich und optisch eng an die Vorlagen
Manchmal arg schwerTräge SteuerungSpielcharaktere entsprechen nicht den Filmdarstellern
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