Super Mario Galaxy 1 und 2: Macht es denn auch 2025 noch Spaß?

Test Lukas Bohnau
Super Mario Galaxy 1 und 2: Macht es denn auch 2025 noch Spaß?
Quelle: PC Games

Super Mario Galaxy 1 und 2 gelten bis heute als Meilensteine der 3D-Jump'n'Runs - doch können sie auf der Nintendo Switch auch im Jahr 2025 noch denselben Zauber entfalten, oder hat die Zeit an ihrem Glanz genagt?

Ein weiteres Highlight ist Yoshi, der es nun endlich auch ins Spiel geschafft hat und mit seiner Zunge Gegner schnappen oder Projektile umlenken kann. Das Zusammenspiel aus klassischem Hüpfen und neuen Möglichkeiten macht Super Mario Galaxy 2 abwechslungsreicher, seine Wurzeln vergisst es dabei aber nicht.

Mit Yoshis Zunge könnt ihr euch an bestimmten Punkten im Spiel in die Luft schleudern lassen, umso neue wie hier an den Powerstern ranzukommen. Quelle: PC Games Mit Yoshis Zunge können wir uns an bestimmten Punkten im Spiel in die Luft schleudern lassen, umso neue wie hier an den Powerstern ranzukommen. Einer der wenigen echten Kritikpunkte an Super Mario Galaxy 2 ist die deutlich erhöhte Linearität. Viele Levels führen Mario fast schnurstracks von A nach B. Mit klarer Route, wenig Abzweigungen und kaum Raum zum Experimentieren. Während man im Vorgänger in der Sternwarte oder in offenen Arealen öfter selbst entscheiden konnte, wie man eine Aufgabe angeht, fühlen sich manche Abschnitte in Teil 2 fast wie ein strenger Parcours an. Das sorgt zwar für ein hohes Spieltempo, geht aber auf Kosten der spielerischen Freiheit und nimmt Entdeckern etwas von dem magischen "Was passiert, wenn ich hierhin gehe?"-Gefühl, das Super Mario Galaxy, Sunshine oder 64 einst so besonders machten.

Super Mario Galaxy 2 setzt die Stärken des Vorgängers konsequent fort: kreative Levelideen, gelungene Transformationen, clevere Hilfen für Einsteiger und ein rundum stimmiges Gameplay sorgen für ein herausragendes 3D-Plattformer-Erlebnis. Trotzdem darf man die Kritik nicht verschweigen: Die deutlich lineareren Levels schmälern die Freiheit und den Entdeckerdrang. Wer Wert auf ausgedehnte Oberwelterkundung legt, wird hier etwas vermissen. Dennoch überwiegen die positiven Aspekte: Tempo, Abwechslung, Spielwitz und technische Präsentation sind erstklassig.

Macht es denn auch 2025 noch Spaß?

Aber wie sieht es denn mit dem Spielspaß aus? Können die alten Klassiker auch 2025 noch überzeugen und für gute Laune sorgen? Ganz klar: Ja! Trotz ihrer fast zwei Jahrzehnte auf dem Buckel ist das Gameplay wirklich gut gealtert und macht heute genauso wie damals immer noch unfassbar viel Spaß. Die Super-Mario-Galaxy-Spiele sind wahre Meilensteine auf der Wii gewesen und waren bekannt für ihre kreativen Spielmechaniken.

Schon in unserer ersten Mission müssen wir uns mit Mario dieser gefährlichen Dino-Piranha Mutation entgegenstellen. Quelle: PC Games Schon in unserer ersten Mission müssen wir uns mit Mario dieser gefährlichen Dino-Piranha Mutation entgegenstellen. Das funktioniert auch heute noch sehr gut. In Sachen Steuerung können wir für das Wii-Feeling entweder die beiden Joy-Cons samt Bewegungssteuerung für Marios Wirbelattacke verwenden oder auch ganz klassisch mit dem Pro-Controller spielen. Hier setzen wir die Wirbelattacke dann einfach über den Y-Knopf ein (das geht alternativ mit den Joy-Cons auch). Sowohl die Bewegungssteuerung als auch die Kontrolle über Mario funktionieren sehr präzise.

Bildergalerie

Ebenfalls noch mit an Bord ist der abgespeckte Multiplayer. Der unterstützt sogar das neue Maus-Feature der Nintendo Switch 2, ist aber an sich nicht groß der Rede wert. Ein zweiter Spieler übernimmt die Kontrolle über den Sternen-Cursor und kann Sternteile einsammeln und verschießen - das ist aber auch schon alles.

Wertung zu Super Mario Galaxy 1&2 (NSW)

Wertung:

9.0 /10
Fazit

Inhaltlich und spielerisch gibt es ziemlich wenig an Super Mario Galaxy 1 und 2 auszusetzen. Es bleiben aber im Grunde nur optimierte Ports. Ob euch das am Ende den Preis wert ist müsst ihr selbst entscheiden.

Einzig die Kamerasteuerung ist uns etwas negativ aufgefallen. Diese können wir nämlich nicht frei bewegen, sondern immer nur in bestimmten Abständen drehen. In manchen Situationen lässt sie sich auch gar nicht verändern. Zumindest hier hätten wir uns gewünscht, dass das nicht einfach von den alten Spielen übernommen worden wäre.

Meinung

So hakelig wie bei Super Mario 64 ist sie zwar zum Glück nicht, störend fühlt sie sich manchmal dennoch an. Eine unsaubere Kameraführung in 3D-Plattformern (vor allem 2025) führt schnell zu Frust. Das lässt dann trotz der 4K-Illusion doch wieder durchscheinen, dass wir es hier nicht mit einem aktuellen Titel zu tun haben.

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