Mit Super Mario Galaxy 2 schickt Nintendo den Klempner erneut in die Galaxien - und legt in Sachen Kreativität und Leveldesign noch eine Schippe drauf.
Zurück in den Kosmos: Super Mario Galaxy 2
Nach dem grandiosen ersten Teil galt die Fortsetzung Super Mario Galaxy 2 im Jahr 2010 als meisterwartetes Wii-Spiel. Die Erwartungen waren hoch und vor allem stand die Frage im (Welt)Raum: Kann der Vorgänger überhaupt getoppt werden? Schließlich fehlte jetzt der große Überraschungseffekt, da das Setting und die Mechaniken größtenteils bekannt waren. Aber Nintendo hat es tatsächlich wieder geschafft! Umfang, Abwechslung und Präsentation waren herausragend, was Super Mario Galaxy 2 zu einem würdigen Nachfolger machte.
Quelle: PC Games
Für den Powerstern muss Mario alle Schalter aktivieren ohne sich dabei von seinen Schattendoppelgängern erwischen zu lassen.
An der Story lag das allerdings nicht, die war nämlich wie beim Vorgänger eher wieder nur Mittel zum Zweck. Prinzessin Peach lädt Mario zu einem Stück Kuchen ein, doch ehe es dazu kommt, taucht Bowser auf, entführt die Prinzessin und bringt den Klempner erneut in die Bredouille. Keine epische Erzählung, dafür aber charmant inszeniert und mit einigen witzigen Zwischensequenzen garniert - so wie man es von Mario erwartet.
Im Vergleich zum ersten Teil ist Super Mario Galaxy 2 um einiges zugänglicher gestaltet. Scheint ein Level für euch unüberwindbar zu sein, können wir den Kosmo-Assistenten nutzen, der uns die Lösung zeigt. In Kombination mit dem neuen Hilfe-Modus der Nintendo-Switch-Version sollte es also so gut wie gar keine aussichtslosen Situationen mehr geben.
Der eher karge Multiplayer des ersten Teils wurde in Super Mario Galaxy 2 nochmal etwas erweitert. Ein zweiter Spieler kann nun nicht mehr nur den Sternen-Cursor steuern und Sternteile einsammeln sowie verschießen, sondern einen Luma kontrollieren und per Drehattacke Gegner schwächen. Aber auch dieser Einfluss hält sich in Grenzen und ist eher nur eine Unterstützung als ein vollwertiger Mitspieler.
Quelle: PC Games
Schon recht früh im Spiel werden eure Jump'n'Run Fähigkeiten auch mal in etwas knackigeren Passagen auf die Probe gestellt.
Die Missionen sind gewohnt vielfältig. Powersterne sind erneut das Hauptziel, doch wie man sie erreicht, variiert ständig: Mal gilt es, die Schwerkraft auf den Kopf zu stellen, mal Bosse wie einen gigantischen Wurm zu besiegen. Die Entwickler setzen auf kreative Ideen.
Neu sind Speicherflaggen und eine klarere Struktur: Statt der frei begehbaren Sternwarte des Vorgängers reist man nun über eine übersichtliche Weltkarte von Galaxie zu Galaxie. Das sorgt für Tempo und weniger Sucherei, was aber irgendwie auch ein wenig schade ist. Unterwegs sind wir dabei diesmal auf einem planetenartigen Raumschiff, das zwar auch erkundet werden kann und ein paar Geheimnisse zu bieten hat, in seinem Umfang aber nicht ansatzweise an vergangene Hubworlds herankommt.
Quelle: PC Games
Ein Raumschiff in Form eines Mario Kopfes? Von hier aus starten wir in die verschiedenen Levels.
Neue Transformationen für Mario dürfen in Super Mario Galaxy 2 natürlich ebenfalls nicht fehlen. Mit dem Stein-Pilz (nicht zu verwechseln mit dem essbaren Pendant aus der Realität) kann sich Mario in einen Felsbrocken verwandeln. Die Wolkenblume dagegen lässt den Klempner Wolkenplattformen erschaffen, um Distanzen zu überfinden oder höher gelegene Orte zu erreichen.
