Starfield: Die versteckten Details des Weltraum-Rollenspiels
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Starfield steht kurz bevor, doch während die Direct schon viel erklärt hat, gibt es weiterhin viele Fragen. Wir haben die Details zum Spiel ausgegraben.
Am 6. September startet eines der ambitioniertesten Rollenspiele der letzten Jahre. Starfield will euch in eine gigantische Galaxie entführen. Wir haben uns mit der Lupe auf Spurensuche begeben, um die kleinen unscheinbaren Dinge zu finden, die euch während der Gameplay-Präsentationen eventuell durch die Lappen gegangen sind.
Die Rolle der Crew
Wo wir schon bei den Dialogen waren, kommen wir zu einem weiteren coolen Detail. Dialoge sind allgegenwärtig in Starfield. Über 250.000 Zeilen an Gesprächen stecken im Spiel. Das ist mehr als doppelt so viel wie in Fallout 4 und mehr als viermal so viel wie in Skyrim. Es gibt also viel zu erzählen und das gilt auch für eure Crewmitglieder. Nicht nur für eure selbst gebaute Basis, auch für euer selbst gebautes Raumschiff könnt ihr NPC-Besatzung anheuern, die mitfliegt, bestimmte Sachen für euch erledigt und offenbar auch beim Flug und in Gesprächen hilft. In einer Szene wird eigentlich erklärt, wie man sich mithilfe bestimmter Merkmale aus Konfrontation herausreden kann. In diesem speziellen Moment stößt man im All auf religiöse Fanatiker, doch weil man selbst dieser Religion angehören kann, lassen sie die Spielfigur in Ruhe.
Die Art der Dialogoptionen ist dabei aber sehr interessant. Die sind nämlich nicht so formuliert, als würde man mit den Gegnern reden. Im Gegenteil, sie lesen sie sich, als würden sich die Worte an die Crew richten - die Companions spielen also anscheinend eine wichtigere Rolle als noch in Skyrim oder Fallout 4. Vielleicht wird man sogar einen Co-Piloten einsetzen können. Manche der Companions haben schließlich einen expliziten Flug-Skill.
Quelle: Bethesda
Mit den Begleitern kann man in Starfield ohnehin komplexer als früher anbandeln. Es gibt wohl vier bedeutungsvolle Companions, mit denen man tiefe Beziehungen eingehen kann (ja, das bedeutet, ihr könnt mit denen in die Kiste springen).
Todd Howard führte das aber noch weiter aus: So kann ein Kollege, mit dem ihr echt dicke Freunde seid, eine Entscheidung von euch doof finden und dann zeitweise angepisst sein, bevor er euch verzeiht. Der Spieler fällt nicht sofort in Ungnade. Das soll ein Problem der früheren Spiele elegant lösen: Wenn man bei einem Companion doch mal verkackt, soll der nicht mehr komplett vergessen, wer man ist und in sein Standard-Verhalten zurückfallen, sondern sich an die gemeinsame Zeit erinnern.
Der Zufallsfaktor - ein Problem?
Ein galaxiegroßes Fragezeichen bei vielen Spielern ist gleichzeitig auch das größte Thema von Starfield: die Erkundung! 1000 Planeten in über 100 Sonnensystemen sollt ihr erforschen können. Da liegt die Befürchtung nahe, dass mindestens die Hälfte davon langweilig sein wird. Laut Todd Howard soll es tatsächlich "leere" Planeten geben, das ist auch so gewollt. Man möchte damit die Stimmung des einsamen Entdeckers vermitteln, der als einziger Mensch auf einem Planeten steht. Gleichzeitig hat man sich aber ein System ausgedacht, das Leerlauf verhindern soll. Diese Technik wurde in der Direct kurz angerissen, wir möchten sie noch einmal detaillierter erklären.
Ihr könnt in Starfield an jeder Stelle auf einem Himmelskörper landen. Die sind jedoch, bis auf ein grobes Layout, nicht vorgefertigt. Das Spiel greift für seine Planeten und Monde auf einen Pool aus riesigen, von Hand gebauten Spielfeldern zurück. Landet ihr auf einem Planeten, erstellt das Spiel in Echtzeit aus diesen Flächen eine Umgebung um euch und euer Schiff herum, die ihr erkunden könnt. In diese Umgebung werden dann die interessanten Orte und handgemachten Quests eingepflanzt, die ihr dann wie in Skyrim oder Fallout findet und erkundet.
Quelle: Bethesda
So erstickt man einerseits die Angst vor dem leeren Universum, da der Algorithmus immer etwas Spannendes in die Nähe des Spielers packen kann. Andererseits wird sich die Spielwelt von Spieler zu Spieler unterscheiden und auch bei jedem neuen Spielstart ist das Universum ein anderes. Man entschied sich deswegen bewusst für eine fixe Anzahl an Himmelskörpern. 1.000 Planeten kann man laut Bethesda besser kontrollieren als eine Million. Auf jeden Fall wird viel vom Spielspaß in Starfield vom Algorithmus abhängen, den Bethesda zusammengestellt hat.
Die Entwickler haben es zwar nicht näher erläutert, aber die Vermutung liegt nahe, dass die prozedurale Berechnung nur in Außengebieten genutzt wird und nicht bei den großen Hauptstädten und wichtigen Storyorte. Die befinden sich vermutlich immer an der gleichen Stelle und sehen immer gleich aus. Dennoch wird sich erst im fertigen Spiel zeigen, ob dieses System die Spieler gut bei der Stange hält.
