Vor eurem geistigen Auge habt ihr das schlechteste Spiel des Jahres vielleicht schon kommen sehen.
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1. MindsEye (PC, PS5, XSX)
Quelle: PC Games
In MindsEye wird Glaubwürdigkeit großgeschrieben. Am ersten Arbeitstag durch die Firma cruisen und Angestellte plattfahren, während ein Vorgesetzter mit im Auto sitzt? Kein Problem!
Mindseye hat uns dieses Jahr mal wieder eindrucksvoll vor Augen geführt, dass große Namen im Entwicklerteam überhaupt keine Garantie für gute Spiele sind. Dass der Director der Gurke bis 2016 der Produzent der GTA-Reihe war, hat MindsEye jedenfalls nicht geholfen. Dahinter stand dann noch die Vision von Everywhere: Das soll eine Spieleentwicklungsplattform werden, mit der die Community ganz eigene Games erstellen kann. Für diesen Baukasten sollte Mindseye eigentlich das große Aushängeschild sein, frei nach dem Motto: "Schaut mal, was mit unseren Tools alles möglich ist!"
Das ist nur ungefähr so, als würde man Minecraft damit bewerben, dass sich dort quadratische Hütten aus Dreck bauen lassen. Oder eckige Phallusse. Es dauert nämlich nicht lange, bis MindsEye die Hosen runterlässt und hinter den zugegebenermaßen noch ganz schicken Cutscenes das Grauen zum Vorschein kommt.
Es ist ein Spiel, das auch in der Wohnzimmer-Abteilung beim Ikea auf einer Fernseher-Attrappe laufen könnte, noch generischer geht's nämlich kaum. Mindseye lässt euch in seiner Kampagne durch eine leere Open World fahren, in der es buchstäblich nichts zu tun gibt: keine Nebenmissionen, keine Polizei, nicht einmal Autos könnt ihr mitgehen lassen. Das passt allerdings auch zum Konzept, denn wenn ihr mal vom vorgesehenen Pfad abweicht, landet ihr ohnehin direkt im Game-Over-Bildschirm.
Die eigentlichen Missionen fühlen sich dann an wie das, was bei einem Ubisoft-Spiel zwischen die Schlitze im Fließband fällt: Meistens wartet da wahnsinnig fades Geballer, dann gibt's noch die allseits beliebten Beschattungsmissionen und Schleichen für Arme. Dass das Spiel in einem technisch katastrophalen Zustand und randvoll mit Bugs auf den Markt geschmissen wurde, hat ihm endgültig den Rest gegeben.
Man muss dem Team bei Build A Rocket Boy aber lassen: MindsEye wird immer noch gepatcht und auch der Missionseditor wird mit neuen Inhalten versorgt. Man lässt die MindsEye-Fans also zumindest nicht im Stich, und bestimmt sind sie auch alle beide überglücklich darüber.
Alle anderen hätten schon vor dem Release hellhörig werden müssen. In einem Trailer zum Missionseditor hieß es da unter anderem, dass wirklich jeder eine Erfahrung in MindsEye-Qualität zusammenbauen kann - und wenn wir uns das fertige Spiel so ansehen, dann haben wir da auch absolut keinen Zweifel dran.
Wenn ihr jetzt noch wissen wollt, welche Spiele 2025 tatsächlich eure Zeit und euer Geld wert waren, dann schaut doch gerne mal in die Liste der Top 20 Games unserer Redaktion. Und wenn ihr schon eure Wunschlisten fürs nächste Jahr befüllen wollt, zeigen wir euch auch noch die wichtigsten Releases 2026 für verschiedene Genres und Plattformen. Die Ausblicke findet ihr bald hier auf PCGames.de!
