Das Jahr 2023 wird nicht nur als eines der besten Spielejahre in die Geschichte eingehen, sondern auch für die ganzen aufregenden und oftmals tragischen Ereignisse, welche die Industrie veränderten.
Sein letztes Yahoo!
Etwa 30 Jahre lang konnten Mario-Fans Charles Martinet in der Rolle des weltberühmten Klempners hören und sein "Yahoo!" werden wir wohl nie mehr vergessen. 2023 wurde bekannt gegeben, dass Martinet seine Stimme nicht länger für Mario einsetzen wird. Stattdessen ist er bei Nintendo nun als "Mario Ambassador" tätig. Welche Aufgaben er hier genau erfüllt, wissen wir aber noch nicht. Das erste Spiel ohne Martinet in der Rolle wurde mit Super Mario Bros. Wonder sogar bereits veröffentlicht. Hier leiht Schauspieler Kevin Afghani dem Klempner seine Stimme und leistet dabei auch gute Arbeit.
Die Entwickler streiken
Nicht nur für uns Spieler ging es 2023 turbulent zu, auch Entwickler sahen sich mit ein paar Problemen konfrontiert. Allen voran natürlich die Situation rund um die Engine Unity. Die Verantwortlichen wollten nämlich die Monetarisierung ihrer Engine verändern, sodass Entwickler für jeden Download eine Gebühr hätten zahlen müssen. Wie Unity das überhaupt nachverfolgt hätte, wollte die Firma aber nicht verraten.
Dieser Plan war offensichtlich voller Löcher und die Firma ruderte recht schnell wieder zurück - auch, da es rechtlich mit dieser Änderung wohl ein paar Probleme gab. Das Vertrauen zwischen Unity und Entwicklern war jedoch bereits weg und einige Studios kündigten an, dass sie nun nicht mehr auf die eigentlich beliebte Engine setzen wollen und stattdessen zur Konkurrenz gehen.
Quelle: PC Games
Vor allem die Godot Engine erhielt in dem Zeitraum eine Menge Unterstützung. Die Situation schaukelte sich so hoch, dass der bisherige Unity-CEO John Riccitiello zurücktreten musste. Der war vorher bei EA tätig und wurde dort unter anderem für Aussagen bekannt, dass man doch Geld von Spielern verlangen könnte, wenn sie ihre Waffe nachladen. Ob Entwickler noch weiter auf Unity setzen werden, lässt sich schwer einschätzen, doch die viel wichtigere Frage ist wohl, wo Riccitiello als nächstes Unruhe stiften wird.
Polizeigewalt
Auch, wenn Grafik in Videospielen keine immensen Sprünge mehr macht, wird diese doch stetig besser. In manchen Fällen ist es mittlerweile bereits schwer, zwischen Realität und Videospiel zu unterscheiden, wenn man sich etwa den ersten Trailer zu Unrecord ansieht. Der First-Person-Shooter erzählt die Geschichte eines Polizisten aus der Perspektive seiner Body Cam. Das Ganze sah so realistisch aus, dass viele Spieler schlichtweg nicht glauben wollten, dass es sich hierbei nicht um Aufnahmen aus der echten Welt handelte. Der Entwickler war also gezwungen, sein Projekt in seinem Update-Video zu präsentieren, um Skeptiker zu besänftigen. Ob das fertige Spiel aber auch so gut aussieht wie die Trailer, erfahren wir wohl erst im nächsten Jahr.
Das letzte FIFA
Mit FIFA hat EA eine der am längsten laufende Videospielreihen aus dem Boden gestampft. In diesem Jahr ging es mit der Tradition jedoch zu Ende, denn bei den Neuverhandlungen rund um die Namensrechte konnten sich die beiden Parteien nicht einigen. EA musste ihre Sportspielreihe daher kurzerhand umbenennen und der neueste Ableger ist als EA Sports FC 24 bekannt. Am restlichen Spiel hat sich aber traditionsgemäß nichts geändert.
