Das Jahr 2023 wird nicht nur als eines der besten Spielejahre in die Geschichte eingehen, sondern auch für die ganzen aufregenden und oftmals tragischen Ereignisse, welche die Industrie veränderten.
Also doch ein Scam!
Dass Spieler nach einem Survival-MMO mit Zombies geradezu schreien, hat wohl kein Spiel besser bewiesen als The Day Before. Schon der erste Trailer konnte so viele Spieler begeistern, dass The Day Before schnell zum meistgewünschten Spiel auf Steam wurde. Danach ging es aber bergab. Das Spiel wurde einige Male verschoben, jeder neue Trailer sah schlechter aus als der letzte und dann gab es auch noch einen Namensrechtsstreit, weswegen The Day Before von Steam geschmissen wurde.
Immer mehr Spieler waren sich sicher, dass es sich einfach um einen Scam handelt, doch zumindest die Entwickler versicherten, dass sie an einem fantastischen Spiel arbeiten und es gar kein Scam sein kann, da sie ja noch kein Geld genommen haben. Nach all der Zeit ist The Day Before im Dezember dann endlich erschienen, nicht jedoch als Survival-MMO, sondern als ein ziemlich rudimentärer Extraction-Shooter. Zombies gab es zwar, aber nur in sehr begrenzter Anzahl und eine wirkliche Bedrohung waren die lebenden Toten nicht.
Spieler fanden dann heraus, dass große Teile des Spiels einfach im Asset-Store der Unreal Engine gekauft wurden, darunter die Spielwelt und das UI. Das verschaffte The Day Before schnell zahlreiche negative Bewertungen und nur wenige Tage nach Release musste Entwicklerstudio Fntastic seine Pforten schließen. Da man das Spiel auch nicht länger auf Steam kaufen kann, ist die Saga rund um The Day Before nun wohl endlich vorbei.
Sie dürfen die Braut nun küssen
Langsam aber sicher wächst die Spieleindustrie zu einem leckeren Einheitsbrei zusammen. Die großen Player wie Sony und Microsoft kaufen ständig irgendwelche neuen Studios und Embracer Group sammelt die ganzen Reste auf. Die bisher größte Akquisition fand erst kürzlich statt, als nach monatelangen Rechtsstreitigkeiten Microsoft endlich Activision Blizzard für knappe 70 Milliarden US-Dollar aufkaufen konnte. Damit gehören Spiele wie Call of Duty, World of Warcraft und Diablo nun zur Xbox-Familie. Microsoft versicherte zwar, dass sie zumindest Call of Duty auch für andere Plattformen veröffentlichen werden, doch wie es mit anderen Franchises aussieht, ist bisher nicht bekannt.
Quelle: Activision
Auch könnten zukünftige Blizzard-Titel fortan im Game Pass landen, oder man erhält vielleicht ein Abo für World of Warcraft, wenn man Mitglied wird. Microsoft scheint auf jeden Fall sehr interessiert daran, ältere Blizzard-IPs wieder zum Leben zu erwecken, also vielleicht hören wie ja schon bald irgendwelche Neuigkeiten zu Starcraft oder Heroes of the Storm. Welche Folgen die Akquisition genau haben wird, lässt sich bisher nur recht schwer abschätzen, doch hoffentlich werden Playstation-Nutzer nicht dazu gezwungen, auf eine Xbox auszuweichen, wenn sie in Zukunft ihre bisherigen Lieblingstitel spielen wollen.
Die nächste Xbox
Letztes Jahr sorgte der große Leak rund um Rockstars GTA 6 für Aufsehen, 2023 hingegen kamen ein paar von Microsofts Geheimnissen ans Licht. So veröffentlichte die Firma versehentlich Dokumente, die unter anderem die Roadmap der nächsten Xbox-Konsole beinhalteten. Die nächste Xbox-Generation soll wohl nicht eine einzelne Konsole sein, sondern mehrere Geräte umfassen, die das gleiche Betriebssystem verwenden. Darunter angeblich ein Handheld und eine "Cloud Konsole". Auch neue Modelle der Xbox Series X und Series S wurden im Leak erwähnt. Neben Neuigkeiten über Xbox-Hardware fanden wir ebenfalls heraus, dass Microsoft wohl überlegt hatte, Nintendo aufzukaufen, wofür die Firma eine ganze Menge Spott erntete.
