Das Jahr 2023 wird nicht nur als eines der besten Spielejahre in die Geschichte eingehen, sondern auch für die ganzen aufregenden und oftmals tragischen Ereignisse, welche die Industrie veränderten.
Baldur's Gate 3 ist verdammt gut
Ganze sechs Auszeichnungen erhielt Baldur's Gate 3 bei den diesjährigen Game Awards. Damit hätten vor der Veröffentlichung des Rollenspiels wohl nur die wenigsten gerechnet, doch Baldur's Gate 3 stellte sich nicht nur als eines der besten Spiele dieses Jahres heraus, sondern als eines der besten Rollenspiele überhaupt. Spieler auf der ganzen Welt waren begeistert von der Qualität von Larians neuestem Spiel und teilten gleichzeitig einiges an Kritik an anderen Studios aus. Baldur's Gate 3 war so gut, dass andere Entwickler die Spielerschaft darum bitten mussten, so qualitativ hochwertige Spiele nicht als den neuen Standard anzusehen, da es anderen Studios wohl schlichtweg nicht möglich sei, ähnliche Produkte zu liefern. Das warf ein recht trauriges Licht auf die derzeitige Spielelandschaft, schließlich hat Larian zwar einiges an Geld in die Entwicklung von Baldur's Gate 3 gesteckt, operiert jedoch als ein unabhängiges Studio. Dass sie so große Player wie Microsoft oder Sony bei den Game Awards ausstechen konnten, spricht wohl nur für das Talent und die Leidenschaft der Entwickler.
Sommer, Sonne, Spiele
Auch in diesem Jahr konnten sich Spieler wieder über zahlreiche Ankündigungen bei Veranstaltungen wie dem Summer Game Fest, der Gamescom und den Game Awards freuen. Bei letzterem erhielten wir etwa einen ersten Blick auf Capcoms neues Monster Hunter, das Summer Game Fest hingegen enthüllte das Gameplay von Alan Wake 2, welches sich als richtiger Überraschungshit entpuppte. Die E3 hingegen fand dieses Jahr leider nicht statt und vor kurzem wurde bekannt gegeben, dass die einst riesige Spielemesse auch nicht mehr zurückkehren wird. Vor allem das Summer Game Fest füllt diese Lücke zwar ganz gut, doch über mehr Veranstaltungen mit mehr Ankündigungen würde sich wohl niemand beschweren.
Tschüss!
Bei den Chef-Etagen der verschiedenen Gaming-Firmen hat sich in 2023 überraschend viel getan. Durch die Akquisition Activision Blizzards durch Microsoft wird etwa der bisherige Activision CEO Bobby Kotick die Firma zum 01. Januar 2024 verlassen. Auch Jim Ryan, der CEO von Sony Interactive Entertainment, wird ab März 2024 nicht länger Teil der Firma sein.
Entlassungen in der ganzen Industrie
Die wichtigsten Meldungen des Jahres sind aber wohl die Leben, die durch die ganzen Entlassungen 2023 beeinflusst wurden. Aus verschiedenen Gründen wurden dieses Jahr laut Schätzungen ganze 9.000 Stellen in der Spieleindustrie gestrichen. Oft kam es zu ganzen Studioschließungen, wie etwa bei Saints-Row-Entwickler Volition, der von der Embracer Group dicht gemacht wurde. Auch Mimimi musste dieses Jahr leider ihre Pforten schließen, kurz nachdem sie Shadow Gambit: The Cursed Crew veröffentlichten. In vielen anderen Fällen gingen aufgrund irgendwelcher Umstrukturierungen einzelne Stellen verloren, darunter etwa 100 Positionen bei Bungie, 775 Stellen bei EA, und ganze 830 Stellen bei Epic Games.
