Die größten Shitstorms 2020, Seite 5 - Twitter-Meinungen und psychopathische Fans
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Die Spieleindustrie steht mit ihren lautesten Kunden in einer perfekten, unheiligen Symbiose: Publisher versuchen mit der Einführung neuer Kunden- und menschenverachtender Trends regelmäßig, die Messlatte für akzeptables korporatives Verhalten unter den Meeresspiegel zu senken und dünnhäutige, verwöhnte Gamer regen sich auf Twitter und Co. auch schon über die letzten Kleinigkeiten auf als wäre es ein Sport. Auch 2020 hagelte es für die Entscheidungen der Branchenriesen wieder Verbalfäkalien von sämtlichen Seiten. In unserem Special haben wir die zehn größten Aufreger des Gaming-Jahres zusammengetragen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Die größten Shitstorms 2020, Seite 1 - Crunch-Kultur und das schlechteste Spiel aller Zeiten
- Seite 2 Die größten Shitstorms 2020, Seite 2 - Muskulöse Frauen und ekelhafte Männer
- Seite 3 Die größten Shitstorms 2020, Seite 3 - Epic Vs. Apple und der Next-Gen-Fehlstart
- Seite 4 Die größten Shitstorms 2020, Seite 4 - Böse Werbe-Überraschungen
- Seite 5 Die größten Shitstorms 2020, Seite 5 - Twitter-Meinungen und psychopathische Fans
- Seite 6 Bildergalerie
Google Stadia: Creative Director meint, Streamer*innen sollten Entwickler bezahlen
Beginn des Shitstorms: 22. Oktober 2020 - Hutchinson twittert
Alex Hutchinson sah sich aufgrund seiner Meinung zu Game-Streaming auf Twitch und Youtube mit einem Shitstorm konfrontiert. Der Creative Director, der auch in leitender Funktion an der Entwicklung von Far Cry 4 und Assassin's Creed 3 beteiligt war und derzeit an einem Spiel für Google Stadia arbeitet, äußerte auf Twitter die Ansicht, Streamer*innen sollten für die Spiele, die sie in ihren Videos zeigen, eine Lizenzgebühr an Entwickler und Publisher entrichten müssen.
Diesen Kommentar verfasste er als Reaktion auf den Ärger vieler Streaming-Uploader, die von Twitch angehalten wurden, sämtliche ihrer Videos von urheberrechtlich geschützter Musik zu befreien, um nicht wegen Copyright-Verstößen abgestraft zu werden. Hutchinson meinte, die Betroffenen sollten sich lieber Gedanken machen, dass auch die Spiele, die sie spielen, urheberrechtlich geschützt sind und er es für ein Unding halte, dass Streaming-Channels mit Content Geld verdienen könnten, der ihnen nicht gehört und für den sie nicht bezahlen.
Neben zahlreichen spöttischen Kommentaren, die ihn u.a. daran erinnerten, womit sein indirekter Arbeitgeber Google so sein Geld verdient, erntete er auch Kritik von Insidern wie Journalist Jason Schreier. Dieser wies ihn darauf hin, dass die Games-Branche keine Tantieme ausschütte, was bedeute, dass jegliche Lizenzgebühren sowieso nur in den Taschen großkopfiger Executives landen würden. Google distanzierte sich alsbald von Hutchinsons Aussagen. Eine Sprecherin nannte das Verhältnis zwischen Publishern und Streaming-Channels "symbiotisch".
Cyberpunk 2077: Release erneut verschoben, "Fans" senden Morddrohungen
Beginn des Shitstorms: 27. Oktober 2020 - Cyberpunk wird um 21 Tage verschoben
Quelle: buffed
Cyberpunk 2077
Ursprünglich wollte CD Project Red Cyberpunk 2077 bereits im April 2020 veröffentlichen. Das gewaltige Sci-Fi-RPG musste jedoch auch aufgrund der erschwerten Bedingungen durch die weltweite Corona-Krise mehrmals verschoben werden, bis mit dem 10. Dezember dann der finale Release-Termin feststand. Zuletzt geschah dies am 27. Oktober 2020. Das Studio informierte seine Fans über Twitter, dass der Termin am 19. November leider ebenfalls nicht eingehalten werden konnte, da die Entwickler noch Zeit benötigten, das Spiel in einen auslieferbaren Zustand zu bringen.
Leider stieß diese Information bei einem Teil der Spielerschaft auf wenig Verständnis. Statt den zusätzlichen Monat Vorfreude einfach hinzunehmen, griffen die ungeduldigen Fans zu ihren Tastaturen und geigten den Entwickler*innen, die übrigens zeitgleich mit allen anderen von der Release-Verschiebung in Kenntnis gesetzt wurden, ordentlich die Meinung. Neben vergleichsweise harmlosen Frustbekundungen erhielten die Beschäftigten, die sich bereits seit Jahren für das Produkt kaputt arbeiten, auch so viele Morddrohungen, dass sich Studio-Chef Andrzej Zawadzki am nächsten Tag gezwungen sah, die eigenen Fans daran zu erinnern, dass seine Angestellten Menschen sind und dementsprechend behandelt werden sollten. Von außen hätte man wohl sonst auch leicht den Eindruck bekommen können, es handle sich um arme Schweine.
Wie wir heute wissen, reichte auch der wiederholte Aufschub am Ende nicht aus, Cyberpunk 2077 zu dem Spiel zu machen, das Fans und Entwickler erwartet hatten. Auf den Last-Gen-Konsolen war der Titel aufgrund zahlreicher Bugs kaum spielbar und auch die PC-Version blieb hinter den astronomischen Erwartungen zurück. Die Folge war eine Retourenwelle und natürlich ein erneuter Shitstorm gegen CD Project Red.
Welche Shitstorms aus dem vergangenen Jahr sind euch ganz besonders in Erinnerung geblieben? Welche haben wir nicht erwähnt? Verratet es uns in den Kommentaren!
In diesem Artikel
- Seite 1 Die größten Shitstorms 2020, Seite 1 - Crunch-Kultur und das schlechteste Spiel aller Zeiten
- Seite 2 Die größten Shitstorms 2020, Seite 2 - Muskulöse Frauen und ekelhafte Männer
- Seite 3 Die größten Shitstorms 2020, Seite 3 - Epic Vs. Apple und der Next-Gen-Fehlstart
- Seite 4 Die größten Shitstorms 2020, Seite 4 - Böse Werbe-Überraschungen
- Seite 5 Die größten Shitstorms 2020, Seite 5 - Twitter-Meinungen und psychopathische Fans
- Seite 6 Bildergalerie
- Seite 1 Die größten Shitstorms 2020, Seite 1 - Crunch-Kultur und das schlechteste Spiel aller Zeiten
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- Seite 3 Die größten Shitstorms 2020, Seite 3 - Epic Vs. Apple und der Next-Gen-Fehlstart
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