The Outer Worlds 2: "Wir sind Entwickler, wir machen keine Preise" - Obsidian-Chef rechtfertigt hohen Preis
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Die Preise für AAA-Spiele steigen erneut, diesmal auf 80 Euro. Das gefällt nicht jedem und es werden schnell Schuldige gesucht. Brandon Adler von Obsidian Entertainment äußert sich jetzt aus Entwicklersicht zu den Vorwürfen.
The Outer Worlds war seinerzeit ein schöner Rollenspiel-Snack für zwischendurch: Straight forward, ohne große Längen oder Backtracking, dafür jedoch auch in rund 13 Stunden beendet (laut howlongtobeat), wenn man nur die Hauptkampagne mitnahm. Vermutlich aus diesem Grund stieß die Ankündigung des Preises von 80 Euro auf lautstarke Kritik bei den Spielern, da diese befürchten, für den Preis zu wenig Spiel zu bekommen. Wer jede Ecke und Quest des Vorgängers absucht, soll übrigens rund 40 Stunden beschäftigt sein, für ein Rollenspiel tatsächlich eher weniger Spielzeit.
Schon Nintendo durfte sich ob ihrer neuen Preispolitik so einige Kritik anhören. Geschadet hat es dem Start der Switch 2 jedoch nicht. Im Gegenteil: Die Switch 2 hat den besten Konsolen-Launch aller Zeiten hingelegt und mal eben 3,5 Millionen Konsolen in nur vier Tagen verkauft.
Warum kostet The Outer Worlds 2 überhaupt 80 Euro?
Microsoft persönlich hat ein Preis-Update auch zum Preis von The Outer Worlds 2 abgegeben, das nach dem Flight Simulator 2024 und Doom: The Dark Ages ein weiterer 80-Euro-Titel sein wird. Auf der Webseite nennt Microsoft die Vorweihnachtszeit als Start-Zeitpunkt für einige First-Party-Spiele zum Preis von 79,99 US-Dollar/Euro für physische und digitale Versionen der Spiele. Dies sei auf die veränderten Marktbedingungen zurückzuführen.
Die Preiserhöhungen versucht der Konzern Spielern damit schmackhaft zu machen, dass die Spiele dank "Play Anywhere" sowohl auf der Xbox als auch auf dem PC gespielt werden können. Dazu kommen die Möglichkeiten, diese Spiele im PC Game Pass oder dem Game Pass Ultimate als Abonnent bereits ab dem Erscheinungstag "kostenlos" spielen zu dürfen.
Was sagt der Game Director von Obsidian zum Preis?
Die Preiserhöhungen gehen also auf die Kappe von Microsoft und sind keine Schuld der Entwicklungsstudios. Nachdem Gearbox-Chef Randy Pitchford mit seiner Äußerung auf die Kritik am hohen Preis von Borderlands 4 ins Fettnäpfchen getreten war, als er meinte, echte Fans würden einen Weg finden, sich das Spiel leisten zu können, äußert sich nun Brandon Adler, der Game Director von Obsidian Entertainment, sachlicher dazu.
Er sagte in einem Interview während des Summer Game Fest, dass Obsidian nur der Entwickler sei, es einfach liebt, Spiele zu kreieren, und die Preise nicht machen würde. Persönlich würde er sich wünschen, dass jeder sein Spiel spielen kann, das würde er sogar erwarten. Außerdem verweist er Kritiker an die richtigen Stellen: "Um die Gründe für den Preis von 79,99 Dollar zu erfahren, müsste man ehrlicherweise mit den Xbox-Leuten sprechen".
Quelle: GamesRadar
