Silent Hill 2 im Retro-Check: Horror, der das Herz bricht
Special 55,99 €
Passend zur schaurigen Herbstzeit werfen wir einen Blick zurück auf den Survival-Horror-Klassiker Silent Hill 2. Ein Remake des Titels, der erstmals vor mehr als 20 Jahren für die Playstation 2 erschien, wurde erst vor wenigen Tagen angekündigt und befindet sich angeblich bereits seit drei Jahren in Entwicklung. Bevor wir Hand an die Neuauflage legen können, nehmen wir uns noch einmal das Original zur Brust und checken, ob das alte Teil trotz angerosteter Optik und Mechaniken auch heute noch begeistern kann.
Obwohl Survival Horror erst wenige Jahre zuvor mit Resident Evil seinen großen Durchbruch hatte, gilt das 1999 erschienene Silent Hill bereits als eine Revolution des Genres. Erschaffen wurde der Titel von Team Silent, einer Gruppe von Männern und Frauen, die aus verschiedenen Abteilungen von Konami zusammengeworfen wurde. Inkompatibel mit anderen Teams und erfolglos in ihren vorherigen Projekten, galt Team Silent als Resterampe des Studios. Ursprünglich damit beauftragt, ein Hollywood-ähnliches Horrorspiel im Stil von Resident Evil zu entwickeln, um damit den westlichen Markt zu erreichen, verlor Konami schon früh in der Entwicklungsphase den Glauben an einen Erfolg. Frustriert von ihrem Status als Versagertruppe, beschlossen die Mitglieder von Team Silent, sämtliche Vorsicht in den Wind zu schießen und ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen. Entgegen der Erwartungen des Studios, verschoben sie den Fokus des Spiels weg von Action und hin zu emotionalem, psychologischem Horror. Geboren war Silent Hill - und der Rest ist Geschichte.
Statt in der Fortsetzung zwei Jahre später zu denselben Figuren, Mythen und Handlungssträngen zurückzukehren, wagte Team Silent mit Silent Hill 2 (jetzt kaufen / 55,99 € ) erneut eine Revolution. Die Figuren um Protagonist Harry Mason kehren im Sequel ebenso wenig zurück wie der mysteriöse Kult, in dessen Kontrolle sich die Stadt in Teil eins noch befand. Stattdessen schlüpfen wir in die Rolle von Witwer James Sunderland, der von einem Brief seiner verstorbenen Ehefrau Mary nach Silent Hill gerufen wird.
Quelle: PC Games
Silent Hill 2 im Retro-Check: Horror, der das Herz bricht (2)
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In dichten Nebel getaucht und bevölkert von alptraumhaften Kreaturen entpuppt sich das Ferienziel bei seiner Ankunft als perverser Spiegel seines eigenen Unterbewusstseins. Trotz allem Horror, kehrt James aber nicht um, sondern dringt immer tiefer in den Bauch der Hölle ein, angetrieben von der schmalen Hoffnung, am Ende erneut mit seiner Frau vereint zu werden. In glücklicheren Zeiten besuchten die beiden gemeinsam ein Hotel im Norden der Stadt, wo am Ende des Spiels die finale Konfrontation zwischen James und seinen inneren Dämonen stattfinden wird.
Verkehrsberuhigt, aber nicht zwingend fußgängerfreundlich
Um überhaupt in die Nähe des Ortes zu kommen, muss er sich aber erst einmal einen Weg durch die verlassene Stadt bahnen. Viele Straßen sind versperrt, Brücken eingestürzt, Keller unter Wasser gesetzt, Unterführungen mit Brettern verbarrikadiert und sämtliche öffentliche Gebäude abgesperrt. Für uns heißt das konkret, dass wir einen großen Teil der Spielzeit damit verbringen, Aufgaben zu lösen und Schlüssel und andere Objekte zu finden, die neue Passagen öffnen und weitere Teile der Stadt zugänglich machen.
Quelle: PC Games
Ein Teil der Karte von SIlent Hill. Wir erkunden unter anderem ein Krankenhaus, eine Bowlingbahn und ein Museum.
Weil Silent Hill 2 je nachdem, wem man glaubt, entweder in den 90ern, 80ern oder späten 70ern spielt, helfen uns bei der Orientierung nur Straßen- und Gebäudepläne, die es erst in der Spielwelt zu finden gilt. Stoßen wir auf ein Hindernis, das nicht passiert werden kann, markiert James die Blockade mit rotem Edding auf der jeweiligen Gebietskarte. Das verhindert, dass wir die gleichen Straßen aus Versehen hundertmal ablaufen oder dieselbe Tür mehrmals checken.
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