Sid Meiers Railroads im Mega-Test!

Test Sascha Gliss

Railroad Tycoon heißt jetzt Railroads, sonst ändert sich nix! Warum auch? Railroads macht genauso süchtig wie sein Vorfahre.

Stauwarnung!

Wenn wir auf der höchsten der drei Streckenschwierigkeitsstufen spielen, ist das ein echtes Problem. Auf dieser Einstellung bleiben zwei Züge, die sich gegenseitig blockieren, einfach stehen und warten fröhlich vor sich hin.

Auf der Übersichtskarte legen wir Routen und Fracht der Züge fest. Praktisch: Bahnhöfe ohne direkte Anbindung werden grau dargestellt. Auf der Übersichtskarte legen wir Routen und Fracht der Züge fest. Praktisch: Bahnhöfe ohne direkte Anbindung werden grau dargestellt. Die Lösung ist natürlich ein durchdachtes Netz mit genügend Ausweichmöglichkeiten und Weichen. Da wir zu Beginn aber nur wenig Geld haben, ist es unmöglich, sämtliche Gleise von Anfang an doppelt zu legen. Somit bauen wir zunächst Ausweichgleise, indem wir eine kurze Paralleltrasse legen und die an beiden Enden mit der ursprünglichen Strecke verbinden. Auf Dauer ist aber auch das keine Lösung, da längere Züge mehr Platz zum Rangieren brauchen. Zudem rauschen an Brennpunkten schon bald zig Züge gleichzeitig vorbei, und wenn die gleichzeitig ein Doppelgleis benutzen wollen, sind Staus und Stillstand vorprogrammiert.

Stahlgewirr

Tapetenwechsel: Im Südwesten der USA herrschen Brauntöne vor. Wenn ein Zug wie hier steht, können wir den Lokführer winken sehen. Tapetenwechsel: Im Südwesten der USA herrschen Brauntöne vor. Wenn ein Zug wie hier steht, können wir den Lokführer winken sehen. Verschlimmert wird dieses Dilemma dadurch, dass wir nur indirekt Einfluss auf den Fahrplan nehmen. In der Streckenübersicht können wir zwar Start- und Zielbahnhöfe und bis zu acht Zwischenstopps festlegen. Welche Route der Zug dabei nehmen soll, entscheidet das Spiel allerdings selbstständig. Dabei trifft der dynamische Fahrplaner aber fast immer die richtigen Entscheidungen. Passt Routen der Verkehrslage entsprechend an. Sucht Alternativen, wenn überhaupt nichts mehr geht.

Unterm Strich also müssen wir uns an die eigene Kapitalisten-Nase fassen, wenn sich unsere Züge in Engpässen knubbeln, nicht ans Ziel kommen und dadurch Verluste machen. Allerdings kann bei einem weit verzweigten Schienennetz schon mal dem besten Planer die Übersicht verloren gehen. Bei jeder Querverbindung setzt das Spiel automatisch ein Signal vor die Weiche, sodass schon bald eine Unmenge dieser Ampeln die Landschaft ziert. Welche Weiche wohin führt und wo welche Anbindung fehlt, ist dann oft nur noch schwer auszumachen.

Wertung zu Sid Meier's Railroads (PC)

Wertung:

8.5 /10
Pro & Contra
super-sympathische Spielwelteinfache Bedienungflache Lernkurveschnuckelige Grafikintuitives Schienenverlegenabwechslungsreiche Szenarienmfangreicher »Fuhrpark«coole Soundkulissegutes Tutorial ...
... das ausführlicher sein könntePlatzieren von Weichen etwas fummeligkaum neue Ideenkein manueller Fahrplan
Fazit

Railroads macht genauso süchtig wie seine berühmten Vorfahren, die Railroad Tycoons!

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