Railroad Tycoon heißt jetzt Railroads, sonst ändert sich nix! Warum auch? Railroads macht genauso süchtig wie sein Vorfahre.
Berg- und Talbahn
London ist hart umkämpft. Oben liegt unser Schienennetz inklusive Bahnhof, unterhalb der Themse hat sich ein Konkurrent breit gemacht.
So kompliziert gut ausgebaute Streckennetze auch aussehen, so einfach ist es, sie mit ein paar Mausklicks aus dem Boden zu stampfen. Das Spiel bietet einen Baumodus, der intuitiver kaum sein könnte: Wir klicken zunächst auf das Schienen-Icon, dann auf ein bestehendes Gleis. Damit springt der Cursor in den Baumodus, und wir ziehen ihn an die Stelle, an der die neue Trasse enden soll.
Während wir das tun, zeigt das Spiel ständig an, wie die neue Strecke im Moment aussehen würde. Wenn der geplante Abschnitt korrekt ist (keines sich überschneidende Brücken, zu steile Steigungen, zu scharfe Kurven) genügt ein weiterer Linksklick am Zielort: Die Gleise werden sofort errichtet, die Baukosten von unserem Konto abgezogen.
Schlappe Schnauferl
Richtig interessant wird das Verlegen der Gleise aber erst, wenn wir uns mit natürlichen Hindernissen herumplagen müssen. Gerade die ganz frühen Dampfloks wie der »Adler« von 1835 haben mit Steigungen schwer zu kämpfen und kriechen auch bei leichter Beladung selbst kleinere Hügel nur mühsam empor. Solange wir auf flachem Land bauen, ist das natürlich kein Problem. Vor bergiger Kulisse allerdings sieht die Sache anders aus. Wer beim Bau nämlich Geld spart und einen Berg lieber mit Schienen überquert, statt einen Tunnel hindurch zu treiben, zahlt am Ende unter Umständen drauf. Da gerade die älteren Zugmaschinen wesentlich schneller durch einen Tunnel als über einen Berg kommen, verursachen sie uns deutlich höhere Unterhaltskosten, wenn wir sie unnötig langsam fahren lassen.
