Vorsicht: Dieses gelungene Remake von Sid Meiers Railroad Tycoon kann süchtig machen!
Gleisgewusel rund um London: Die einfache Baufunktion erlaubt auch solche chaotischen Konstruktionen, errichtet aber zu viele Signale.
Ob rumpelnde »Rocket« oder tief fliegender TGV -- es ist verdammt schwer, sich dem Railroads-Charme dahineilender Eisenbahnen zu entziehen. Vor allem, wenn sie bei der Einfahrt in den Zielbahnhof so wunderschön die Kasse klingeln lassen. Unsere natürlich!
Damit's zum ersten Mal klingelt, müssen wir nicht viel tun: zwei Bahnhöfe setzen, Gleise dazwischen, Lok drauf, Waggons dahinter, abfahren, abwarten. So simpel können Sie Railroads spielen. Aber auch ganz anders: Fahrpläne optimieren, modernere Loks kaufen, längere Produktionsketten abfahren (etwa Kohle, Stahl, Automobile), den Konkurrenten die Filetstückchen auf der 3D-Karte wegschnappen.
Patent-Ante
Eine der minimalistischen Neuerungen: Wir können Patente ersteigern (rechts), die kurzzeitig Vorteile bringen -- etwa höhere Transporteinnahmen.
Wenn Sie Railroad Tycoon bereits kennen, werden Sie im Railroads-Remake nicht wirklich viel Neues entdecken. Ein Novum sind die Patente, die Sie ersteigern können -- etwa Technologien, die Ihre Lokomotiven in Kurven schneller machen, oder Ihren Tunnelbau billiger.
Apropos Tunnelbau: Sogar gewagte Konstrukte wie Riesenbrücken sind superleicht zu bauen. Nur beim Weichenbau, da setzt das Spiel zu viele Signale, so dass es schnell unübersichtlich wird. Vor allem, weil wir wichtige Strecken mit Doppelgleisen verbinden sollten. Originaltest in PC PowerPlay 11/2006
