SSDs: Geschwindigkeit, M.2 und andere Formate

Special Antonio Funes
SSDs: Geschwindigkeit, M.2 und andere Formate
Quelle: XPG / ADATA

Eine SSD ist vereinfacht gesagt eine Festplatte, die aber ohne mechanische Bauteile auskommt und dank Speicherchips enorm schnell und ganz nebenbei auch noch robust ist. Wir erklären Euch alles Wichtige rund um SSDs, zum Beispiel den Begriff TBW, und bieten zudem eine Marktübersicht mit 64 SSDs im 2,5-Zoll- und M.2-Format.

Speed ist nicht alles

Um den Vorteil einer SSD im Vergleich zu einer Festplatte vorherzusagen, darf man auf keinen Fall einfach die Megabyte pro Sekunde als Maßstab nehmen. Denn die Zugriffszeit, die bei SSDs ja praktisch wegfällt, ist meistens der viel wichtigere Faktor.

Hinzu kommt, dass Teile der Ladezeit, zum Beispiel bei einem Spiel, gar nicht aus Datenfluss bestehen, sondern aus Rechenvorgängen, beispielsweise um eine Engine zu initiieren oder Datenpakete auszupacken. Beispiel: Ein Spiel lädt von Festplatte und braucht 40 Sekunden, bis man loslegen kann. Nehmen wir an, es werden dabei lediglich 1,2 Gigabyte an Daten geladen, was bei durchschnittlich 120 Megabyte pro Sekunde also 10 Sekunden wären.

Ein großer Teil der Ladezeit hat also nichts mit dem Datentransfer zu tun. Eine SSD, die vier Mal schneller als die Festplatte ist, wird das Spiel folglich nicht in nur 10 statt in 40 Sekunden laden. Lediglich bei den Dingen der Ladezeit, in denen wirklich Daten fließen und die Festplatte erst nach den Daten suchen oder zwischenspeichern muss, gibt es eine Zeitersparnis. Da die Zugriffszeit in vielen Fällen ein wichtiger Faktor ist, lohnt es sich auch nicht unbedingt, eine besonderes schnelle M.2-SSD zu wählen. Wer sich also eine schnelle M.2-SSD kauft und damit die auf dem Papier fünf Mal langsamere SATA-SSD ersetzt, der sollte nicht davon ausgehen, dass er bei allen Anwendungen und Spielen deutlich schnellere Ladezeiten feststellen wird. Zu M.2-SSDs erklären wir Euch im nächsten Abschnitt mehr.

M.2 und weitere Formate

Die günstigsten SSDs ähneln Notebookfestplatten und sind in einem 2,5-Zoll-Gehäuse mit SATA-Anschluss untergebracht. Es gibt aber auch weitere Formate. Wir haben schon zuvor M.2-SSDs erwähnt, die potentiell deutlich schneller als SATA-SSDs sein können. Mit Betonung auf "können", denn manche Modelle nutzen technisch gesehen weiterhin SATA als Schnittstelle und sind nicht schneller als 2,5-Zoll-SATA-SSDs.

So sehen M2.-SSDs aus, hier zwei Samsung 970 PRO-M.2-SSDs Quelle: Samsung So sehen M2.-SSDs aus, hier zwei Samsung 970 PRO-M.2-SSDs Sie bieten lediglich den Bauformat-Vorteil einer M.2-SSD, das heißt sie sind Modulartig gebaut und erinnern ein wenig an einen RAM-Riegel. Dies spart im Gehäuse Platz und ist vor allem für sehr kompakte PCs oder Laptops ein Vorteil. Damit M.2-SSDs merkbar schneller als SATA-SSDs sind, müssen sie als Übertragungsschnittstelle PCIe nutzen. Entsprechende Modelle sind dann auch, wie schon erwähnt, teurer als SATA-SSDs, bieten aber dann auch meist mehr als 2000 Megabyte pro Sekunde als Lesegeschwindigkeit - bei SATA ist bei 550 bis 580 Megabyte pro Sekunde Schluss.

Vor einigen Jahren war es noch ein wenig kompliziert, bei M.2-SSDs durchzublicken, denn neben SATA und PCIe gab es auch verschiedene so genannte "Keys" und Maße. Inzwischen hat sich aber als Format M.2 2280 durchgesetzt, beim Key gibt es den M- sowie den B-M-Key. Auf moderne Mainboards, von denen die meisten mindestens einen M.2-Slot haben, passen beide Key-Arten, das Mainboard erkennt den Typus der M.2-SSD automatisch. Weitere im Handel relativ oft erhältliche Formate, die aber für einen modernen Privat-PC keine große Rolle spielen, sind mSATA, SAS, U.2 und SSDs in Form von PCIe-Steckkarten. Lediglich mSATA wäre noch eine Option für ältere PCS, allerdings - wie der Name schon sagt: Der Speed ist auf SATA limitiert, so dass es außer der Modulbauweise keinen Vorteil zu einer 2,5-Zoll-SSD gibt.

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  3. Seite 3 SSDs: Lebensdauer und TBW
  4. Seite 4 SSDs: Marktübersicht mit 64 SSDs
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