Kaufberatung: Alles rund um SSDs im 2,5-Zoll- und M.2-Format inklusive großer Marktübersicht

Special Antonio Funes
Kaufberatung: Alles rund um SSDs im 2,5-Zoll- und M.2-Format inklusive großer Marktübersicht
Quelle: XPG / ADATA

Eine SSD ist vereinfacht gesagt eine Festplatte, die aber ohne mechanische Bauteile auskommt und dank Speicherchips enorm schnell und ganz nebenbei auch noch robust ist. Wir erklären Euch alles Wichtige rund um SSDs, zum Beispiel den Begriff TBW, und bieten zudem eine Marktübersicht mit 64 SSDs im 2,5-Zoll- und M.2-Format.

SSDs: Wissenstipps und Kaufberatung

Eine SSD als Laufwerk gilt mittlerweile als Bauteil, das in keinem modernen PC oder Laptop fehlen sollte, vor allem nicht wenn man das Gerät häufig nutzt oder es gar um einen Gaming-PC geht.

Doch was genau ist eine SSD, und was sind die Vorteile? Gibt es auch Nachteile? Wir klären alles Wichtige rund um SSDs und haben zum Schluss auch noch eine große Marktübersicht mit mehreren Dutzenden aktuellen SSDs im 2,5-Zoll- sowie M.2-Format vorbereitet.

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SSDs: Technik und Unterschiede zu Festplatten

Für Windows ist eine SSD nichts anderes als eine Fesplatte, also ein Laufwerk, auf dem Daten gespeichert werden können. Aber eine SSD funktioniert völlig anders als eine Festpatte. SSD steht für Solid State Drive, frei übersetzt also "Laufwerk mit stabilem Zustand" - dies erklärt aber nicht, was eine SSD ist. SIe ist nämlich ein Speicherlaufwerk wie eine Festplatte, auf dem man Daten speichern kann, die auch dauerhaft auch nach Abschalten des PCs gespeichert bleiben, aber bei Bedarf auch wieder gelöscht werden können. Das Besondere einer SSD ist, dass sie deutlich schneller als eine Festplatte ist. Denn die Daten finden ihre Heimat auf Speicherchips. Bei einer Festplatte sind es (magnetische) Metallscheiben, was auch die Abkürzung HDD verdeutlicht, die für Hard Disc Drive steht. Disc ist das englische Wort für "Scheibe". Diese Scheiben drehen ist im Gehäuse einer Festplatte mit in der Regel 5400 oder 7200 UPM (Umdrehungen pro Minute). Der große Vorteil der Speicherchips einer SSD ist die Tatsache, dass es keine beweglichen Teile gibt.

WD Festplatte geöffnet Quelle: Western Digital Das Innere einer Festplate mit den megnetischen Scheiben. Die Daten fließen rein elektrisch, bei einer Festplatte hingegen muss ein Lesearm die Bereiche der magnetischen Scheibe quasi überfliegen, so dass die Drehzahl der Scheibe eine physikalische Grenze darstellt bei der Frage, wie viele Megabyte pro Sekunde gelesen werden können. Hinzu kommt noch die so genannte Zugriffszeit. Denn die Lesearme müssen auch noch je nach Bedarf erst weiter nach innen oder weiter nach außen gefahren werden, je nach dem wo auf der Scheibe das gesuchte Datenpaket liegt.

Schneller als mit 7200 UPM arbeiten nur wenige Festplatten - höhere Drehzahlen sind zwar möglich, aber der Kostenzuwachs hierfür ist nicht mehr angemessen, so dass 7200 UPM seit vielen Jahren der Standard sind. Etwa 120 bis 140 Megabyte pro Sekunde sind bei Festplatten in der Regel das höchste der Gefühle, das sich aus dem Mix zwischen Drehzahl und Zugriffszeit ergibt. Bei einer SSD hingegen gibt es praktisch keine Zugriffszeit, die Daten fließen rein elektronisch und sind nicht mechanisch beeinflusst - mehrere Gigabyte pro Sekunde sind bei SSDs effektiv möglich. Bei Anschluss per SATA ist allerdings bei knapp unter 600 Megabyte pro Sekunde Schluss, per PCIe angebunden, entweder über einen PCIe-Slot oder über einen M.2-Port mit PCIe-Support, sind auch Werte bis etwa 3000 Megabyte pro Sekunde für normale Konsumenten gut bezahlbar.

SanDisk Plus SSD Quelle: SanDisk SanDisk Plus SSD Die fehlenden mechanischen Teile einer SSD haben übrigens zwei weitere Vorteile: Zum einen ist eine SSD extrem robust, ein Schlag gegen das PC- oder Laptopgehäuse kann die SSD beispielsweise nicht beeinflussen. Zum anderen ist eine SSD lautlos - lediglich ein minimales elektrisches Geräusch ist bei einigen wenigen SSD wahrnehmbar, wenn man ganz genau hinhört.

Preis-Leistung

Wenn SSDs so viel besser als Festplatten sind: warum gibt es dann überhaupt noch Festplatten? Die Antwort ist einfach, denn pro Gigabyte gemessen sind Festplatten deutlich günstiger als SSDs, und vor allem bei Speicherkapazitäten über einem Terabyte sind SSDs relativ gesehen abermals teurer. Um aber Windows sowie alle wichtigen Programme plus das ein oder andere Game zu installieren, sind mittlerweile keine hohen Ausgaben mehr nötig. Für unter 40 Euro sind 240 bis 256 Gigabyte Speicherplatz zu haben, die doppelte Größe kostet ab etwa 65 Euro, 960 bis 1000 Gigabyte ab etwa 120 Euro. Diese Preise gelten für SATA-SSDs. SSDs mit PCIe-Anbindung, zu denen wir auf der nächten Seite kommen, kosten teilweise deutlich mehr, wobei die Preise freilich auch davon abhängig sind, wie viel schneller als der maximale SATA-Speed die SSD ist. Eine gute Mischung für einen modernen PC wäre eine SSD mit 240 bis 480 Gigabyte für Windows und alle Dinge, bei denen man sich schnelle Ladezeiten wünscht (inklusive dem ein oder anderen Spiel). Als Partner passt dann noch eine 2-3 Terabyte-Festplatte dazu, die als "Datengrab" dient oder für Spiele da ist, bei denen die Ladezeiten nicht so wichtig sind.

  1. Seite 1 SSDs: Technik und Preis-Leistung
  2. Seite 2 SSDs: Geschwindigkeit, M.2 und andere Formate
  3. Seite 3 SSDs: Lebensdauer und TBW
  4. Seite 4 SSDs: Marktübersicht mit 64 SSDs
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