Returnal: Die PC-Version im Test - So müssen Umsetzungen sein!
Test 53,99 €
Auf der PS5 war Returnal ein Vorzeigetitel, nun muss sich der Edel-Shooter auch auf dem PC beweisen. Ein bisschen Sorge hatten wir ja: Läuft das überhaupt noch auf normaler Hardware? Doch im Test wird alles gut: Returnal glänzt mit toller Optimierung, zig Optionen, einer blitzsauberen Steuerung - und ist auch mit Mittelklasse-Hardware zufrieden, wenn man ein paar Abstriche macht.
Nun haben wir so viel Gutes über die Umsetzung erzählt - aber lohnt sich auch das Spiel an sich? Wir sagen: Ja, und wie! Returnal hat nicht nur tolle Grafik zu bieten, es ist auch ein richtig gutes Rogue-like mit hervorragend spielbaren Third-Person-Kämpfen. Darüber hinaus punktet Returnal mit einer spannenden Grundidee, einem unheimlichen Setting und einer finsteren Story, die ganz auf die Heldin zugeschnitten ist: Zu Beginn erlebt ihr, wie die Austronautin Selene eine Bruchlandung auf der fremden Alien-Welt Atropos hinlegt. Dort wird sie schnell von einheimischen Viechern umgebracht - und erwacht prompt wieder an der gleichen Absturzstelle. Schnell lernt Selene, dass sie in einer Art Zeitschleife gefangen ist.
Um Atropos lebendig zu verlassen und zur Erde zurückzukehren, müsst ihr euch nun durch sechs unterschiedliche Zonen kämpfen, in denen am Ende immer ein großer Boss auf seine Abreibung wartet. Mit jedem neuen Spieldurchgang wird das Leveldesign neu zusammengewürfelt, außerdem ändern sich die Waffendrops und Artefakte, die ihr unterwegs findet - dadurch spielt sich jeder Run ein bisschen anders, auch wenn Returnal hier niemals die Vielfalt und Abwechslung eines Binding of Isaac oder die Suchtwirkung eines Hades erreicht. Als Rogue-like ist Returnal also "nur" gut und nie überragend, doch dafür ist die Action von Anfang bis Ende ein Riesenspaß.
Außerdem kann sich Returnal mit seinem beklemmenden Setting und der kryptischen Story weit von der Konkurrenz abheben. Immer wieder erlebt ihr da kurze, verwirrende Rückblicke oder findet verstörende Audio-Aufzeichnungen, die dank der ausgezeichneten Sprecherin ordentlich unter die Haut gehen. Ab und zu betretet ihr sogar ein gruseliges Haus, in dem ihr den wohl unheimlichsten Astronauten der Videospielgeschichte kennenlernt. Die Geschichte besteht aus vielen kleinen und großen Puzzle-Teilen, selbst die Bossgegner oder der Name eures Raumschiffs können wichtige Hinweise sein! Bis man sich die Story daraus halbwegs schlüssig zusammengesetzt hat, dauert es eine ganze Weile, zumal sich die Ereignisse höchst unterschiedlich interpretieren lassen. Housemarque traut den Spielern da einiges zu! Wer gerne miträtselt und sich bis zum versteckten Ende durchbeißt, wird mit einem ungewöhnlichen Story-Erlebnis belohnt, das man so schnell nicht mehr vergisst.
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Wenn ihr wirklich alles über das Gameplay, die Action und die Inszenierung wissen wollt, lest euch bitte unseren großen Test zur PS5-Fassung durch oder schaut euch nochmal unser ausführliches Testvideo an. Und falls ihr bereits losgelegt habt, empfehlen wir euch unbedingt unsere praktischen Einsteigertipps, die viele wichtige Fragen beantworten. In Kürze werden unsere Kollegen von PC Games Hardware auch noch einen ausführlicheren Bericht zur PC-Fassung von Returnal veröffentlichen, den wir euch dann hier verlinken werden. (Update: Hier gibt es schon eine erste Einschätzung von PCGH.) Die PC-Fassung von Returnal kostet 60 Euro und liegt damit zehn Euro unter dem Einstiegspreis auf der PS5. Die PC-Version wird über Steam oder im Epic Store verkauft.
