Returnal: Die PC-Version im Test - So müssen Umsetzungen sein!
Test 53,99 €
Auf der PS5 war Returnal ein Vorzeigetitel, nun muss sich der Edel-Shooter auch auf dem PC beweisen. Ein bisschen Sorge hatten wir ja: Läuft das überhaupt noch auf normaler Hardware? Doch im Test wird alles gut: Returnal glänzt mit toller Optimierung, zig Optionen, einer blitzsauberen Steuerung - und ist auch mit Mittelklasse-Hardware zufrieden, wenn man ein paar Abstriche macht.
So langsam, aber sicher können wir uns von PS4 und Xbox One verabschieden. Immer mehr Studios konzentrieren sich mittlerweile auf Next-Gen-Plattformen, wer eine PS5 oder Series X besitzt, kann sich entspannt zurücklehnen. Anders sieht es auf dem PC aus: Wer am liebsten am Rechner zockt, wird feststellen, dass die Hardware-Anforderungen seit einiger Zeit wieder spürbar nach oben klettern. Die vielleicht älteste aller Gamer-Fragen ist darum wieder aktueller denn je: "Läuft das Ding noch auf meinem PC?"
Gerade deshalb sind Spiele wie Returnal so spannend. Vor knapp zwei Jahren war das Rogue-like ein echter Showcase für die brandneue PS5. Ein Spiel, das mit fantastischer Optik, modernsten Effekten und blitzschnellem Streaming für Staunen gesorgt hat. Nun hat es Returnal auch auf den PC geschafft und die Portierung muss sich im Test behaupten. Läuft das wirklich flüssig? Sieht es trotzdem gut aus? Und kommt die Fassung an das PS5-Original ran? Nach einem Dutzend Spielstunden (und vielen, vielen Bildschirmtoden...) können wir Entwarnung geben: Die PC-Umsetzung ist erstklassig! Voll aufgedreht, bringt ihr mit Returnal zwar auch Highend-Rechner zuverlässig ins Schwitzen, doch wer auf (unnötige) Features wie Raytracing verzichtet, kann die Bullet-Hell-Action auch auf einem bezahlbaren Mittelklasse-System sehr ordentlich spielen.
Returnal am PC: Gut optimiert, viele Optionen
Da wir die PS5-Fassung bereits in einem großen Test rauf und runter erklärt haben, konzentrieren wir uns zunächst mal ganz auf die PC-Umsetzung. Returnal (jetzt kaufen 51,54 € / 53,99 € ) ist ein sehr fordernder Rogue-like-Shooter auf einer feindseligen Alien-Welt. Alle paar Meter werdet ihr da in spektakuläre Bullet-Hell-Kämpfe verstrickt, in denen euch Unmengen an glühenden Geschossen entgegenrasen. Perfektes Ausweichen und hohes Tempo sind hier das A und O - und das bedeutet, ihr braucht auch eine konstant hohe Framerate, um in Returnal richtig Spaß zu haben.
Quelle: Sony
Returnal auf dem PC (Herstellerbild)
Hier die erste gute Nachricht: 60 Fps sind auch auf einem Mittelklasse-System absolut drin. Wir haben das Spiel auf einem Asus ROG Strix G15 Gaming Notebook getestet, die Ausstattung ist heutzutage nichts Besonderes mehr: Ein Intel Core i7-10750H, 16 GB RAM und eine GTX 2070 sind völlig in Ordnung, reißen aber keine Bäume mehr aus. Bei Spielstart begrüßte uns Returnal sogar direkt mit einer Warnung: Unsere Hardware wird nicht unterstützt, das Spiel könnte daher mies laufen. Tat es aber nicht, im Gegenteil! Im Test hatten wir keinen einzigen Absturz. Und die Performance war eine echte Überraschung, denn das Optionsmenü bietet zig Möglichkeiten, um sich die Grafik anzupassen. Mit unserer Test-Hardware konnten wir problemlos mit mittleren bis hohen Grafikdetails spielen, natürlich mit zugeschaltetem Upsampling. Hier habt ihr die Wahl zwischen verschiedenen Methoden wie FSR, DLSS oder XeSS. In unserem Fall brachte uns DLSS im Performance-Mode einen sehr guten Kompromiss aus Leistung und Bildschärfe. Eben wie es sein soll.
Wer entsprechende Hardware im Rechner hat und die Lüfter seiner Grafikkarte gern mal wieder hören will, kann das ebenfalls tun: Returnal bietet Einstellung bis hin zu Ultra-Settings, Breitbild-Formate, schwindelerregende Auflösungen und modernes Raytracing. Letzteres kostet natürlich kräftig Leistung, weshalb die Option für die meisten Normalspieler ins Wasser fallen dürfte. Unsere Empfehlung ist darum eindeutig: Um Returnal richtig zu genießen, müssen es möglichst 60 Bilder pro Sekunde sein, alles andere ist zweitrangig. Wenn ihr also nicht zwingend die maximale Grafikqualität rauskitzeln müsst, tut euch selbst einen Gefallen und regelt die Settings runter. Wir versprechen: Returnal sieht auch auf mittleren Einstellungen sehr gut aus. Der düstere Stil kommt immer noch voll zur Geltung, selbst wenn hier und da mal eine Textur unscharf daherkommt oder ein Grasbüschel aus der Nähe aufpoppt.
Um die Leistung eures Systems richtig einzuschätzen, hat Housemarque netterweise auch gleich einen nützlichen Benchmark eingebaut, der in mehrere Schritte unterteilt ist. Am Ende erhaltet ihr dann eine ziemlich genaue Auswertung und tut euch so hoffentlich etwas leichter, um die idealen Settings zu finden.
