Resident Evil Requiem setzt auf Stealth: Mit Grace Ashcroft wird Schleichen, Beobachten und Planen überlebenswichtig.
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Wer kämpft, verliert (manchmal)
Grace geht hingegen ganz anders vor. Im Gegensatz zu Leon hat die FBI-Ermittlerin wenig Erfahrung im Kampf und wird daher vom Spiel nur spärlich mit Waffen ausgestattet. Wir erhalten direkt am Anfang eine Schusswaffe mit einer Handvoll Patronen, die nicht ansatzweise für die Menge an Zombies ausreicht, der wir kurz darauf gegenüberstehen. Hastig abgefeuerte Schüsse und der Versuch, die Gegner mit der Faust zu erledigen, sind hier keine Option.
Quelle: Capcom
Der gute alte Roundhouse-Kick darf natürlich nicht fehlen.
Stattdessen gehen wir mit Grace in die Hocke, verstecken uns hinter Gegenständen und schleichen im Schatten hinter den Feinden zum nächsten Ziel. Die beklemmende Atmosphäre wird hierbei vor allem durch die First-Person-Perspektive hervorgerufen, in der wir uns mit Grace standardmäßig befinden. Auf Wunsch kann das in den Einstellungen allerdings verändert werden. Das gilt auch für Leon, wobei seine schnellen Bewegungen unserer Meinung nach eher für die voreingestellte Third-Person-Perspektive geeignet sind.
Quelle: Capcom
Mit Grace Ashcroft haben wir eine neue Protagonistin in Resident Evil.
Neues Gegnerverhalten
Es gibt einige Bereiche im Sanatorium, die bewusst dunkel gehalten werden. Dadurch sind wir vor jeder Abzweigung und an jeder Tür nervös, was sich wohl dahinter befindet. Vor allem mit Grace, die sich kaum zur Wehr setzen kann. An den Wänden finden wir immer wieder Schalter, die im wahrsten Sinne des Wortes Licht ins Dunkle bringen könnten. Doch das hat gleich mehrere Nachteile:
Zum einen werden Zombies dadurch schneller auf einen aufmerksam, was es tunlichst zu vermeiden gilt. Zum anderen gibt es einige Untote, die hektisch zum Lichtschalter rennen, um ihn zwanghaft wieder auszuschalten. Warum sie das tun? In Resident Evil Requiem gehen einige Gegner auch nach dem Ableben ihren gewohnten Tätigkeiten nach. Sei es das Zerhacken von Fleisch in der Küche oder das pedantische Ausschalten von Licht im Raum.
Diese Macken sind nicht nur interessant anzusehen, sondern auch für das Gameplay wichtig: Wir müssen ihre Laufwege und Verhaltensweisen genau studieren, um ungesehen an den Untoten vorbeizukommen. Eine Konfrontation mit ihnen ist ebenfalls möglich, unserer Demo-Erfahrung nach aber deutlich schwieriger zu händeln. Trotzdem bietet dieser Gameplay-Aspekt die Möglichkeit, Dinge auf eigene Art anzugehen und einfach mal eine neue Strategie zu probieren.
Ressourcenmanagement will gelernt sein
Sollten wir dabei sterben, lädt der Spielstand bei der letzten Schreibmaschine neu. Diese Art des Speicherns kennen Resident-Evil-Veteranen bereits aus vorherigen Teilen gut. Auf dem einfachen Spielmodus gibt es zum Absichern eines Spielstandes keine weiteren Voraussetzungen. Es gibt allerdings auch einen Schwierigkeitsgrad, bei dem man mit Grace zunächst Farbbänder finden muss, um sie in die Schreibmaschine einzusetzen. Damit einher geht nicht nur das Aufspüren der Items, sondern wohl auch das Transportieren der Bänder, bis wir sie verwenden. Der Platz in unserer Tasche ist genretypisch begrenzt und wir müssen regelmäßig Tetris spielen, um sie platzsparend aufzuräumen. Glücklicherweise gibt es in Speicherräumen oft Kisten zum Deponieren von Gegenständen, die nicht akut gebraucht werden.
Quelle: Capcom
Mit selbstgebauten Spritzen können die Untoten lautlos ausgeschaltet werden.
In unserer Anspielversion haben wir hauptsächlich mit Grace gespielt, die sich dank ihres Intellekts Zugang zu neuen Ressourcen verschaffen konnte. Durch das Analysieren einer infizierten Blutprobe gewannen wir schnell die Möglichkeit, aus am Boden gesammelten Blut verschiedene Verbrauchsgegenstände herzustellen. Ein paar gefundene Metallteile und Blut ergeben beispielsweise eine Handvoll Patronen für ihre Waffe oder Spritzen, die aus dem Hinterhalt angewendet einen Gegner direkt ausschalten. Das Wissen über diese Herstellungen erlangen wir, indem wir einfache Rätsel mit Molekülen am PC-Bildschirm im Spiel lösen. In der Theorie wären diese Rätsel mit zwei Klicks gelöst, in der Praxis haben wir ohne genaue Anleitung beim ersten Mal so lange herum geklickt, bis das gewünschte Resultat erzielt wurde. Also keine Sorge, ein Chemiestudium ist nicht vonnöten.
