Resident Evil Requiem im Technik-Check: Kamera, Grafik, Sound und ein vorsichtig optimistisches Preview-Fazit.
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Nachdem wir einige Zeit mit Grace verbracht haben, durften wir für eine später im Spiel stattfindende Stelle noch einmal mit Leon durch die Gänge streifen. Zombies, an denen Grace noch vorbei geschlichen ist, stehen später mit Leon vermutlich noch an ihren Plätzen und warten darauf, mit einem gezielten Schuss oder Nahkampfangriff ausgeschaltet zu werden. Zunächst schier unbesiegbare Monster werden dann zu Gegnern, die mit Leon durchaus zu bekämpfen sind. Dieses Zusammenspiel ist spannend und bietet strategische Optionen beim Erkunden der Orte im Spiel. Es bleibt an dieser Stelle nur zu hoffen, dass dieser Übergang auch sauber funktioniert und wir nicht plötzlich Zombies gegenüberstehen, die längst getötet wurden. Oder Gegner gänzlich fehlen, um die wir als Grace eigentlich nur herumgeschlichen sind.
Quelle: Capcom
Im Inventar muss wieder Tetris gespielt werden.
Das Problem mit der Motion Sickness
Die meisten von uns bringen Motion Sickness vor allem mit schnellen Virtual-Reality-Games in Verbindung. Doch auch ohne VR-Brille kann es vorkommen, dass durch schwammige Programmierung ein ähnlicher Effekt zustande kommt. Bei unserer Demo zu Resident Evil Requiem ist uns das vor allem in der First-Person-Perspektive von Grace aufgefallen. Die Kamera lässt sich sehr schnell bewegen, obwohl die Protagonistin selbst eher langsam unterwegs ist.
Gepaart mit der direkten Ansicht hat es uns seekrank fühlen lassen. Das Problem lässt sich mit dem Umschalten in die Third-Person-Perspektive erledigen. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass das Entwicklerteam bis zum Release des Spiels Feinschliff betreibt, um beide Sichtweisen ohne Probleme zu ermöglichen.
Quelle: Capcom
Mit Grace sollte der Schusswaffeneinsatz nur das allerletzte Mittel sein.
Zombies: Ganz schön eklig und blutig
Die Grafik von Resident Evil Requiem macht ordentlich etwas her. Sowohl die Charaktermodelle als auch die Umgebungen sehen toll aus. In unserer Testversion sind kaum technische Fehler aufgefallen, wenn wir von manch hektischer Kamerafahrt und etwas Nachjustieren des Blickwinkels absehen. Das dürfte sich mit Feinschliff an der First-Person-Perspektive auch noch einmal zum Positiven verändern. Quasi zwei Fliegen mit einer Klappe! Hin und wieder flackerten Texturen ein wenig beim Vorbeigehen, wir haben aber noch nichts gefunden, das uns Sorgen bereitet. Abgesehen von Leon, dem man die vielen Jahre als Zombie-Killer so langsam wirklich im Gesicht ansieht. Sein trockener Humor ist zum Glück nach wie vor präsent!
Quelle: Capcom
In Resident Evil Requiem gehen die Untoten weiter eigenen Tätigkeiten nach.
In Sachen Sounddesign sind wir nach der dreistündigen Demofassung noch ein wenig unentschlossen. Auf der einen Seite sind die Geräusche meist passend inszeniert und mit Kopfhörern auf den Ohren auch klar zu orten. Auf der anderen Seite wirken bestimmte Gegner oft näher, als sie tatsächlich sind. Das gilt vor allem für Feinde, die spezifischen Aufgaben nachgehen und dabei (eklige) Geräusche verursachen. Der Fleischer hackt in einem rhythmischen Tempo mit seinem Beil auf das Brett, was durch drei Räume hinweg gleich laut zu hören ist. Das sorgt für permanenten psychischen Stress, macht es aber gleichzeitig schwer, die Situation korrekt einzuschätzen.
Meinung
Kurzer Ausblick: Für jeden etwas dabei?!
Resident Evil Requiem könnte dank seiner Kombination aus Stealth-Elementen mit Grace und den Actionszenen mit Leon gute Karten haben, den Geschmack aller Fans des Franchise zu treffen. Anstatt krampfhaft an einer Gameplay-Richtung festzuhalten, versucht man es hier mit zwei Protagonisten für alle passend zu gestalten. Ein gefährlicher Drahtseilakt, der uns in der Vorschauversion bisher gut gefallen hat. Es bleibt abzuwarten, ob uns das Zusammenspiel von Grace und Leon in Raccoon City ab dem 27. Februar 2026 auf PlayStation 5, Xbox Series, Nintendo Switch 2 und PC auch auf lange Sicht überzeugen wird.
Transparenzhinweis: Capcom zahlte die Anreise für den Besuch des Vorschau-Events.
