Redfall in der Vorschau: Das steckt wirklich hinter Arkanes Shooter - wir haben ihn gespielt!

Special Carlo Siebenhüner
Redfall in der Vorschau: Das steckt wirklich hinter Arkanes Shooter - wir haben ihn gespielt!
Quelle: Microsoft

Ist es ein Left-4-Dead-Klon? Ist es ein Far-Cry-Klon? Nein, es ist was ganz anderes! Wir durften Redfall im Zuge eines Preview-Events spielen und können endlich sagen, wie sich der Xbox-Exklusivtitel spielt - und was er sein will!

Die Arkane Studios haben ein Marketingproblem. Sie experimentieren viel, schaffen es aber nie, den Leuten da draußen zu vermitteln, was ihre kommenden Titel jetzt genau für Spiele sind. 2017 waren alle überrascht, dass man sich mit dem Reboot von Prey von dem abwandte, was das Original mal war. 2021 wurde Deathloop als Roguelike gehandelt, was es auch irgendwie ist ... aber gleichzeitig auch nicht. Mit dem kommenden Redfall jetzt wieder das Gleiche: Nach dem ersten Trailer dachten viele angesichts des Koop-Gameplays an ein Left 4 Dead mit Vampiren. Dann zog der Creative Director Parallelen zum Solo-Gameplay von Far Cry. Jetzt durften wir Redfall im Rahmen eines Events von Bethesda zum ersten Mal selbst spielen und können sagen: Das stimmt beides nicht ganz.

Am Ende ist Redfall nämlich ein verdammter Loot-Shooter!

Blutsauger mal anders

Der Abschnitt, den wir auskundschaften durften, stammt etwa aus der Mitte des Spiels. Wir hatten bereits ein paar nette Knarren im Gepäck und Skillpunkte zum Verteilen. Als Spielgebiet stand uns die komplette Stadt Redfall (jetzt kaufen 10,00 € / 35,99 € ) zur Verfügung. Das ist eine von zwei Open-Worlds, die es im fertigen Spiel gibt.

Außerdem versuchten wir uns an einer der Hauptquests. Grundsätzlich dreht sich die Geschichte in Redfall um einen Vampirismus-Ausbruch. Der hat aber nichts mit Okkultismus zu tun, sondern mit Wissenschaft.

Auf der Insel Redfall hat sich eine Biotech-Firma angesiedelt, die für ein paar reiche Schnösel Unsterblichkeit erforscht. Und wie das immer so ist, geht das natürlich gewaltig schief, zumindest zum Teil. Am Ende hat die reiche Elite das Ziel der Unsterblichkeit erreicht, nur mit der Nebenwirkung, dass sie jetzt blutrünstige Vampire sind. Harvey Smith, der Creative Director von Redfall, der schon an Dishonored und Deus Ex mitarbeitete, betonte in unserem Interview, dass die Bösewichte im Grunde bereits vor ihrer Verwandlung böse und eine Art von Vampiren waren. Nur haben sie als Menschen eben noch kein Blut, sondern die Gesellschaft der Stadt ausgepresst und ausgesaugt.

Dank übernatürlicher Kräfte haben sich die Anführer zu Vampirgöttern erhoben, die ganze Insel vom Festland abgeschnitten und die Sonne verdunkelt. Jetzt wollen sie die ganze Bevölkerung in ihre Gewalt bringen. Da spielen freiwillig eine ganze Menge Menschen mit, die einen regelrechten Kult um die Vampirlords gebildet haben, es gibt aber auch Rebellen, und genau dort kommen wir ins Spiel.

Zum Start stehen vier Charaktere zur Auswahl, die sich in Fähigkeiten und Spielweisen voneinander abgrenzen. Während Jacob Boyer schleichend und mit dem Scharfschützengewehr unterwegs ist, schmeißt sich Devinder Crousley mit selbst gebastelten Anti-Vampirwaffen in die Schlacht. Remi und Layla sind mit ihren Fähigkeiten eher unterstützend unterwegs. Den ausgewählten Charakter levelt man langsam hoch, auch über das Ende des Spiels hinaus. Nach Release sollen weitere Charaktere dazukommen. Einen Store mit Mikrotransaktionen soll es ausdrücklich nicht geben.

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