Path of Exile 2: Besser als Diablo 4? Beta-Termin und alle Infos in der Preview + Video

Special Felix Schütz
Path of Exile 2: Besser als Diablo 4? Beta-Termin und alle Infos in der Preview + Video
Quelle: Grinding Gear Games

Auf der ExileCon hat Grinding Gear Gears die Zukunft von Path of Exile 2 präsentiert: dynamischere Kämpfe, verbesserte Systeme, viele alte Stärken. Wir haben uns das Spiel vorab angeschaut und mit den Entwicklern gesprochen. In unserer Vorschau fassen wir zusammen, warum Path of Exile 2 schon jetzt für Begeisterung sorgt - und warum das Spiel viel ambitionierter wird als gedacht.

Und weil das den Entwicklern noch nicht weit genug geht, erstreckt sich der Waffenwechsel sogar auf den passiven Talentbaum! Hier kann man neuerdings gezielt Punkte für beide Waffenslots verteilen und diese dann in zwei Sets abspeichern. Ihr könntet zum Beispiel für einen Waffenslot ein paar Eisboni festlegen und für das andere Set wählt ihr stattdessen passive Blitzverbesserungen aus. Sobald eure Spielfigur die Waffe wechselt, werden dann automatisch die passenden passiven Boni aktiv, ohne jegliche Verzögerung. Die Entwickler wollen allerdings nicht, dass das System völlig ausartet, darum dürft ihr nur eine begrenzte Menge an Punkten auf Waffensets verteilen. Aber es sollte euch deutlich mehr Möglichkeiten an die Hand geben, um Helden flexibler zu gestalten.

Beute und Inventar: alte Schwächen, neue Stärken

Spätestens beim Beutesystem zeigt sich Grinding Gear Games gewohnt eigenwillig. Das Inventar wirkt auf den ersten Blick immer noch ziemlich klein und ja: Spruchrollen für Town Portal und Identifikation werden wieder eigene Slots einnehmen. Auch eine Auto-Sortierfunktion werdet ihr in Path of Exile 2 nicht finden, die Entwickler halten schlichtweg nichts davon.

Künftig könnt ihr auch ein paar passive Talentpunkte für Waffenslots abspeichern. Quelle: GGG Künftig könnt ihr auch ein paar passive Talentpunkte für Waffenslots abspeichern. Dafür wird sich beim Loot aber einiges ändern. So wird man diesmal deutlich weniger weiße Ramsch-Gegenstände finden, denn in Path of Exile 2 dürft ihr nun auch stinknormales Gold aufsammeln, das gab es im ersten Teil noch nicht. Die Entwickler haben nämlich gemerkt, dass Gold eigentlich doch eine sinnvolle Funktion erfüllt, rückblickend hätten sie es sogar gerne im ersten Teil gehabt, was aber nicht mehr möglich war. Dafür bauen sie die Währung jetzt im Nachfolger ein. Bei der Gelegenheit soll auch das Crafting etwas entschlackt werden, das den Entwicklern (laut eigenen Aussagen) im ersten Teil zu sehr ausgeufert ist.

Auch der beliebte Chaos Orb (Chaossphäre) wird überarbeitet: In Path of Exile 1 hat er ein seltenes Item noch komplett neu ausgewürfelt, im Nachfolger dagegen wird er nur noch eine Eigenschaft ersetzen. Das klingt nach einer eher kleinen Neuerung, doch die Entwickler sagen, dass es große Auswirkungen auf das Beute-Gameplay haben soll. Auch zum Handel wurde schon was verraten, der wird sich in Path of Exile 2 nicht grundlegend ändern, das heißt: Ihr werdet wieder über die Trade-Website von Grinding Gear Games handeln, einfach weil die Entwickler finden, dass das mehr Komfort bringt als eine eigene App oder ein entsprechendes Feature direkt im Spiel.

Path of Exile 2 in der Vorschau Quelle: Grinding Gear Games Path of Exile 2 in der Vorschau

Kampagne und Endgame

Über die Kampagne haben die Entwickler verraten, dass man diesmal nicht mehr so oft in die Stadt zurückreisen muss, um mit NPCs zu quatschen. Die Charaktere werden stattdessen einfach per Portal zu euch transportiert, das soll für besseren Spielfluss sorgen. Auch Cutscenes will man möglichst komplett vermeiden, wenn es also mal cineastisch zugeht, sollt ihr immer die Kontrolle über eure Spielfigur behalten. Allerdings wird es auch in Path of Exile 2 nicht möglich sein wird, die Kampagne bei einem zweiten Durchgang zu überspringen, ihr müsst sie also immer wieder komplett spielen, wenn ihr einen neuen Helden anfangen wollt. Die Ligen sollen hier aber immerhin mit immer neuen Mechaniken dafür sorgen, dass sich ein weiterer Spieldurchgang wieder halbwegs frisch anfühlt.

Empfohlener redaktioneller Inhalt [EMBED_URL] An dieser Stelle findest du externe Inhalte von [PLATTFORM]. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst: Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.
Externe Inhalte Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zum Endgame halten sich die Entwickler noch bedeckt, es wurde aber zumindest bestätigt, wieder ein ähnliches Kartensystem wie im Vorgänger zum Einsatz kommt. Das Drumherum soll diesmal zwar ein bisschen anders präsentiert werden, aber im Kern gibt's also wieder Item Mapping, wie man's kennt. Eine Shared World wie in Diablo 4 wird es also definitiv nicht geben, auch wenn Path of Exile 2 genau wie sein Vorgänger ein reiner Online-Titel bleibt. Die Entwickler wollen neben neuen Features auch möglichst alle Endgame-Inhalte aus Path of Exile 1 im zweiten Teil anbieten. Dazu werden die Features nach und nach geprüft und wenn nötig angepasst, für Umfang dürfte also gesorgt sein. Sowohl Path of Exile 1 wie auch der Nachfolger werden dreimonatige Ligen erhalten, die aber zeitversetzt starten. Dabei werden einige Inhalte in beiden Spielen zum Einsatz kommen, grundsätzlich soll aber jede Liga eigenständig sein.

Fazit

Alle Zeichen stehen auf Hit: Path of Exile 2 dürfte nahtlos an den Erfolg des ersten Teils anknüpfen und das Genre auf Jahre bereichern. Diablo 4 muss sich warm anziehen!

Mit flüssigeren, dynamischeren Kämpfen, bekannten Stärken und ein paar richtig guten Neuerungen hinterlässt Path of Exile 2 einen hervorragenden Eindruck. Einige Eigenheiten des Originalspiels (das kleine Inventar!) kann es zwar nicht abschütteln, doch dafür haben die Entwickler an anderen Stellen kräftig nachgebessert: Das neue Skill-System wirkt aufgeräumter, der Waffenwechsel reizvoller und auch bei Beute und Crafting hat Grinding Gear Games ein wenig ausgemistet. Dass sich am Endgame nichts grundlegend ändert, dürften die Fans begrüßen, die Path of Exile schon seit 10 Jahren die Treue halten. Anders als Blizzard, die derzeit noch versuchen, Diablo 4 langfristig spannend zu gestalten, bewegt sich Grinding Gear Games hier auf vertrautem Terrain - was auch bedeuten wird, dass Path of Exile 2 gleich zum Release mit voller Wucht einschlagen dürfte, schließlich weiß die Community, was sie bekommt. Etwas Geduld ist allerdings noch gefragt: Die Beta von Path of Exile 2 startet erst am 7. Juni 2024. Ebenfalls in Entwicklung: Path of Exile Mobile, ein kostenloses Ableger fürs Smartphone, mit dem Grinding Gear Games vielleicht genau das Spiel liefern könnte, das wir uns von Diablo Immortal erhofft hatten. Wie gut das Mobile-Game aussieht, könnt ihr euch unter anderem hier anschauen .

  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk