Path of Exile 2: Besser als Diablo 4? Beta-Termin und alle Infos in der Preview + Video
Special
Auf der ExileCon hat Grinding Gear Gears die Zukunft von Path of Exile 2 präsentiert: dynamischere Kämpfe, verbesserte Systeme, viele alte Stärken. Wir haben uns das Spiel vorab angeschaut und mit den Entwicklern gesprochen. In unserer Vorschau fassen wir zusammen, warum Path of Exile 2 schon jetzt für Begeisterung sorgt - und warum das Spiel viel ambitionierter wird als gedacht.
Generell soll Path of Exile 2 etwas fordernder ausfallen als der Vorgänger. Die Entwickler wollen, dass ihr euch nicht einfach nur auf eure Ausrüstung verlasst, sondern auch die Besonderheiten der Bosse kennenlernt, eure Skills clever kombiniert, aktiv ausweicht und nicht einfach blind Einzelschaden austeilt, bis das Vieh irgendwann umfällt. So habt ihr zum Beispiel die Möglichkeit, einen Boss zuerst einzufrieren, um ihm dann ein paar satte Treffer zu verpassen - das war im Vorgängerspiel kaum möglich, weil fast alle Bosse entsprechende Immunitäten hatten, aus Balancing-Gründen. In Path of Exile 2 werden Crowd-Control-Effekte aber anders berechnet, und zwar so, dass sie jetzt auch gegen Bosse deutlich wertvoller sind, ohne gleich übermächtig zu sein. Und das ist nur eine von vielen unscheinbaren Änderungen unter der Haube, die sich aber stark auf das neue Spielgefühl auswirken sollen.
Caster haben gut lachen
Passend zur neuen Zauberin haben die Entwickler auch noch eine interessante Neuerung enthüllt: In Path of Exile 1 hatten Caster-Waffen immer einen Standard-Angriff, den eigentlich niemand so richtig benutzt hat. Außerdem hatten diese Waffen oft kampfbetonte Affixe, die für Magie-Klassen völlig nutzlos waren. In Path of Exile 2 soll damit Schluss sein, hier hat jeder Zauberstab nun ein eingebautes Talent, das ihr nach Herzenslust und ohne Manakosten nutzen könnt. Das kann dann zum Beispiel ein einfacher Feuerball sein, oder aber ein mächtiger Unterstützungszauber wie Unleash, der dafür sorgt, dass euer nächster Angriff verdreifacht wird. Das lohnt sich dann zum Beispiel mit besonders mächtigen Zaubern wie Komet, der massig viel Schaden gegen langsame Ziele austeilt. Diesen Effekt kann man sogar noch mit Mana Tempest kombinieren, ein weiterer neuer Zauber, der einen kleinen magischen Kreis erzeugt. Wenn ihr darinsteht, wird euch langsam Mana abgesaugt, aber dafür erhöhen sich Schaden und Wirkung eurer Fähigkeiten drastisch. Wer hier clever kombiniert, kann also gewaltigen Schaden austeilen und Bossen kräftig einheizen.
Die Talente: mehr Macht, mehr Übersicht
Damit ihr vielfältigere Builds entwickeln könnt, ändern sich auch einiges am Talentesystem. Anders als in Path of Exile 1 droppen Skills nämlich nicht mehr als vorgegebene Edelsteine (Gemme). Stattdessen findet ihr diesmal ungeschliffene Edelsteine, die ihr mit einem Rechtsklick aktivieren könnt. Dadurch öffnet sich ein neues Menü, in dem ihr euch einfach euer Wunschtalent aussuchen könnt! Bei der Auswahl seid ihr nicht beschränkt, ihr dürft euch aus allen Skills sämtlicher Klassen bedienen - ganz egal ob aktiver Kampfzauber oder eine Support- oder Meta-Eigenschaft, die man mit anderen Talenten kombinieren kann.
Quelle: GGG
Fähigkeiten droppen nun als ungeschliffene Edelsteine, ihr sucht euch das Wunschtalent einfach aus.
Wie schon seit 2019 bekannt ist, werden Edelsteine nicht mehr in Sockelfassungen von euren Waffen und Rüstungen gesteckt. Stattdessen gibt es für Talente jetzt ein eigenes Menü, in dem ihr eure ganzen Steine einsetzen könnt. Ebenfalls schon länger bekannt: Alle Skills verfügen jetzt über bis zu fünf Plätze für weitere Steine, das heißt: Jedes Talent in Path of Exile 2 ist potenziell ein sogenannter "6-Link" und kann damit seine volle Macht entfalten. Zum Vergleich: In Vorgängerspiel konnte man höchsten zwei Fähigkeiten (auf Zweihandwaffen und Rüstungen) auf diese Weise ausbauen. Mit dieser Änderung in Path of Exile 2 wollen die Entwickler sicherstellen, dass ihr euch nicht auf wenige Skills festlegt, sondern eine ganze Bandbreite von starken Talenten nutzen könnt.
Quelle: GGG
Talentsteine wandern nicht mehr in Waffen- und Rüstungssockel, sondern in ein eigenes Menü.
Waffenwechsel mit Sinn
Ein weiteres spannendes Detail betrifft die Möglichkeit, zwischen zwei Waffenslots hin und her zu wechseln. Das ging natürlich schon im Vorgänger, hat hier aber deutlich mehr Auswirkungen. Diesmal dürft ihr im Skill-Menü nämlich für jedes Talent festlegen, welcher Waffenslot für die Fähigkeit zum Einsatz kommen soll. So könnt ihr im Grunde für jeden Zauber und jede Attacke genau die Waffe festlegen, welche die besten Eigenschaften dafür mitbringt. (Barbaren aus Diablo 4 dürfte das bekannt vorkommen!) Das Feature sieht für unseren Geschmack zwar noch ganz schön fummelig aus, aber die Entwickler betonen auch gleich, dass man es zwar nutzen kann, aber nicht muss. Was uns aber schon jetzt gut gefällt: Im Spiel werden Zweitwaffen nun gut sichtbar am Rücken getragen und flüssig durchgewechselt - je nachdem, welcher Skill gerade zum Einsatz kommt.
