Path of Exile 2: Besser als Diablo 4? Beta-Termin und alle Infos in der Preview + Video

Special Felix Schütz
Path of Exile 2: Besser als Diablo 4? Beta-Termin und alle Infos in der Preview + Video
Quelle: Grinding Gear Games

Auf der ExileCon hat Grinding Gear Gears die Zukunft von Path of Exile 2 präsentiert: dynamischere Kämpfe, verbesserte Systeme, viele alte Stärken. Wir haben uns das Spiel vorab angeschaut und mit den Entwicklern gesprochen. In unserer Vorschau fassen wir zusammen, warum Path of Exile 2 schon jetzt für Begeisterung sorgt - und warum das Spiel viel ambitionierter wird als gedacht.

Fast zehn Jahre lang hat Path of Exile die Konkurrenz vor sich hergetrieben. Mit fairem Free2Play-Modell, cleveren Mechaniken und ordentlich Spieltiefe hat es sich längst als wichtigster Beuteklopper neben Diablo etabliert - auch weil es ein paar Dinge ganz bewusst anders macht als Blizzards Kult-Serie. Und das wird auch im Nachfolger so bleiben: Auf der diesjährigen ExileCon hat Grinding Gear Games endlich frische Einblicke in Path of Exile 2 gegeben und gezeigt, wie die Zukunft des Action-Rollenspiels aussehen wird. Wir hatten schon vorab die Möglichkeit, uns das Spiel in einer Präsentation anzusehen und den Entwicklern Fragen zu stellen. Der Ersteindruck? Fantastisch!

Allerdings müssen sich die Fans weiter in Geduld üben, denn auch der Releasetermin ist mittlerweile bekannt: Path of Exile 2 wird erst am 7. Juni 2024 in die Beta-Phase starten, also deutlich später als viele erwartet hatten. Das hat allerdings auch einen guten Grund: Wie Grinding Gear Games offen zugibt, ist das Spiel (das schon 2019 angekündigt wurde ) mittlerweile viel größer und ambitionierter als ursprünglich angenommen - und deshalb mussten die Entwickler ihre Pläne grundlegend ändern. In unserer Vorschau zu Path of Exile 2 erfahrt ihr alles, was ihr wissen müsst!

Update: Die Preview gibt's jetzt auch als Video!

Zwei Spiele, ein Gedanke

Die erste Überraschung gibt's gleich zu Beginn unserer Präsentation: Vor vier Jahren war Path of Exile 2 noch als eine riesige Erweiterung zum ersten Teil angekündigt , doch diese Idee könnt ihr streichen. Path of Exile 2 wird nun doch ein komplett eigenständiges Spiel, natürlich wieder Free2Play, aber mit eigener Kampagne, eigenem Endgame und eigenem Client. Trotzdem sollen sich beide Spiele in Zukunft nahestehen, das heißt zum Beispiel, dass technische Verbesserungen auch in den ersten Teil einfließen sollen. Außerdem werden all eure Ingame-Käufe - also die ganzen Mikrotransaktionen aus rund zehn Jahren Path of Exile - auch im Nachfolger nutzbar sein. Wenn ihr euch zum Beispiel Truhenplätze, Waffenskins oder andere optische Gimmicks gekauft habt, stehen euch das alles auch in Path of Exile 2 zur Verfügung.

Die Entwickler wollen Path of Exile 1 auch in Zukunft am Leben erhalten und weiter regelmäßig mit Ligen und neuen Inhalten versorgen. Der Fokus liegt aber klar auf Path of Exile 2, das merkt man auch an der Teamgröße. Zum Vergleich: An Path of Exile 2 feilen derzeit rund 100 Mitarbeiter, während für Teil 1 nur noch rund 20 Entwickler zuständig sind.

Die Truppe wächst

Path of Exile 2 wird eine neue Kampagne über sechs Akte erzählen, die etwa 25 Jahre nach dem ersten Teil spielt. Und natürlich wird auch bei den Charaktern kräftig aufgestockt: Zusätzlich zu den altbekannten Klassen wird es sechs neue Heldentypen geben, die man später auch wieder in jeweils drei neue Aszendenz-Klassen spezialisieren kann. In unserer rund einstündigen Präsentation haben wir zum Beispiel den Mönch erlebt, der seine Gegner mit flüssigen Nahkampfkombos bearbeitet, als neue Intelligenz-Klasse kommt außerdem die Zauberin hinzu, die sich im Gegensatz zur Hexe eher als Elementarmagierin präsentiert. Die sechs neuen Klassen sind wieder um die Basisattribute Stärke, Geschicklichkeit und Intelligenz angeordnet, sie teilen sich im passiven Talentbaum auch die gleichen Startpunkte wie die alten Helden. Aber wie man es von Path of Exile kennt, könnt ihr natürlich wieder kreuz und quer Talente durchmischen und euch eure Helden so bauen wie ihr wollt.

Nahkämpfe sollen sich schneller und dynamischer anfühlen, eine neue Ausweichrolle hilft dabei. Quelle: Grinding Gear Games

Schneller, flüssiger, härter

Bei der Präsentation legen die Entwickler großen Wert auf ihr verbessertes Nahkampf-System. Zum Beispiel verfügen alle eure Helden nun über eine Ausweichrolle, die man per Leertaste auslöst, ähnlich wie man es aus Diablo 4 kennt. Die Rolle macht euch zwar nicht komplett unverwundbar, gegen Flächenangriffe kann sie zum Beispiel nichts ausrichten. Doch im richtigen Moment eingesetzt, könnt ihr feindlichen Hieben oder Geschossen gefahrlos ausweischen, was besonders in Bosskämpfen unverzichtbar sein dürfte. Bewegung ist Trumpf in Path of Exile 2, darum kommt die Ausweichrolle auch ganz ohne Cooldown aus. Passend dazu enthalten nun fast alle Nahkampftalente kleine eingebaute Bewegungen. Zum Beispiel hechtet der Mönch bei manchen Attacken nach vorne oder richtet sich leicht am nächsten Gegner aus. Eure Nahkämpfer sollen sich damit spürbar agiler und flüssiger durch die Gefechte lenken lassen. Mit der Ausweichrolle könnt ihr außerdem jede Talentanimation unterbrechen, ihr seid also beim Zaubern oder Aufladen eines Skills nicht mehr den Angriffen eurer Feinde ausgesetzt.

Kein Bock auf Cooldowns

Die Entwickler wollen, dass ihr euch nicht auf wenige, besonders mächtige Fähigkeiten konzentriert, sondern eure Talente clever kombiniert - und zwar immer dann, wo es wirklich Sinn ergibt. Darum verfügen die meisten eurer Talente über keinerlei Cooldowns, ihr könnt sie also beliebig einsetzen, sofern ihr genügend Mana habt. Hier kommt auch die nächste große Änderung ins Spiel: Für passive Buffs wird in Path of Exile 2 kein Mana mehr reserviert! Stattdessen gibt's jetzt eine neue Ressource namens Spirit, die nicht nur für Buffs, sondern auch für magische Rüstungen, Auren, Herolde oder Diener vorgesehen ist. Standardmäßig soll euer Spirit-Vorrat bereits für mehrere solche Effekte ausreichen, ihr könnt euer Maximum aber natürlich noch weiter erhöhen, zum Beispiel über den passiven Talentbaum, über Items oder indem ihr in der Nebenhand ein Zepter anlegt. Das dürfte völlig neue Builds ermöglichen.

Kleine Änderung, große Wirkung

Für die Kampagne wird es mehr als 100 Bosskämpfe geben, und auch da ändert sich diesmal einiges. Anders als in der Kampagne des ersten Spiels respawnt ihr nicht mehr an Ort und Stelle, wenn ihr ins Gras beißt. Stattdessen gibt's vor jedem Boss einen Checkpoint, an den ihr zurückversetzt werdet. Anschließend müsst ihr den Bosskampf nochmal von vorne versuchen, im Grunde so wie in Diablo 4. Allerdings mit dem Unterschied, dass ihr auch in Path of Exile 2 wieder ein bisschen Erfahrung beim Tod verliert.

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