Origami ist Schnee von gestern: Wir verraten euch in unserem Test, ob das Remake von Paper Mario: Die Legende vom Äonentor dem Original gerecht wird.
So lassen sich verschiedene Angriffsmöglichkeiten wie Mehrfachsprünge, harte Hammerschläge und Attacken mit Statusveränderungen ausrüsten. Außerdem gibt es Orden, die das Spiel etwas leichter machen, indem sie euch nach und nach heilen oder den erlittenen Schaden verringern, wenn ihr bereits fast von der Bühne fallt.
Die Orden könnt ihr allerdings nicht mitten im Kampf austauschen, weshalb ihr euch vor allem auf die Bosse gut vorbereiten solltet - dann sollten euch keine allzu großen Herausforderungen erwarten.
Manche Dinge ändern sich nie
Eine Sache fanden wir sehr schade, auch wenn das bereits im Original aus dem Jahr 2004 der Fall war: Manche der Begleiter sind im Kampf deutlich nützlicher als andere und werden ebenfalls in der Spielwelt öfter zum Vorankommen benötigt.
Natürlich hängt es auch mit dem eigenen Spielstil zusammen, welche Angriffe besser geeignet sind. Jedoch gibt es zum Beispiel kaum einen Grund, Gumbrina an eurer Seite zu haben, sobald ihr den Gegnertyp einmal gescannt habt.
Quelle: Nintendo
Barbaras Fähigkeit, euch kurzzeitig vor einer feindlichen Attacke zu verstecken, ist ebenfalls sehr viel nützlicher als Koopios simple Panzerangriffe. Das führte dazu, dass wir die meiste Zeit mit denselben zwei bis drei Begleitern unterwegs waren und den Rest kaum mal zu Gesicht bekamen.
Und wo wir gerade schon bei Kritikpunkten sind: Ab und zu mussten wir uns durch eigentlich seichte Plattformpassagen manövrieren. An sich ist das eine schöne Idee zur Abwechslung, durch die Perspektive und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit wurden sie aber schnell zur Geduldsprobe.
Auch das Steuern des Paperfliegers, in den Mario sich aufgrund eines bösen Fluchs verwandeln kann, fühlt sich nicht besonders intuitiv an - zum Glück kommt ihr aber nur gelegentlich in die Verlegenheit, euch selbst zusammenzufalten.
Solche kleinen Schwächen verzeihen wir bei dem äußerst stimmigen Gesamteindruck im Endeffekt gern. Um ein perfektes Remake zu werden, hätte das Spiel dann aber doch ein paar solcher Macken ausbügeln müssen.
Ganz ignoriert hat Nintendo die Schwächen des Spiels aber nicht. Ein gutes Beispiel dafür ist die Passage mit den niedlichen kleinen Bubus, die im großen Baum leben. Der Abschnitt spielt sich nun angenehmer, da die putzigen Wesen nicht mehr so schnell verloren gehen und neu eingesammelt werden müssen.
Doch nicht nur spielerisch, sondern auch optisch macht das Remake einiges her. Klar, wir haben es immer noch mit einem Spiel für die Nintendo Switch zu tun und dürfen dementsprechend keine Grafikwunder erwarten.
Der Stil des Originals wurde beibehalten und ist, genau wie der neu arrangierte Soundtrack, in aufpolierter Form heute noch genauso charmant wie damals. Außerdem lief das Spiel flüssig und bescherte uns keine technischen Probleme.
Wenn ihr Mario vor zwanzig Jahren bereits bei der Suche nach den Sternjuwelen begleitet habt, könnt ihr nun in Nostalgie schwelgen und ihm auch im Handheld-Modus bei seiner Aufgabe zur Seite stehen. Alle anderen erwartet ein tolles Remake eines wahren Klassikers, mit dem sie eines der besten Mario-RPGs aller Zeiten nachholen dürfen.
Das Remake von Paper Mario: Die Legende vom Äonentor erscheint am 23. Mai 2024 exklusiv für Nintendo Switch. Neben Peach, die erst kürzlich ihren großen Auftritt mit Princess Peach: Showtime! hatte, bekommt im nächsten Monat mit Luigi dann auch der dritte im Nintendo-Bunde besondere Aufmerksamkeit, wenn Luigi's Mansion 2 HD auf den Markt kommt. Transparenzhinweis: Die Version des Spiels wurde vom Publisher zur Verfügung gestellt.
