Origami ist Schnee von gestern: Wir verraten euch in unserem Test, ob das Remake von Paper Mario: Die Legende vom Äonentor dem Original gerecht wird.
So kann Gumbrina beispielsweise die Gegner scannen, um euch die Schwachstellen zu übermitteln, während Koopio in seinem Panzer durch die Gegend saust. Neben diversen nützlichen Gegenständen wie Feuerblumen und POW-Blöcken sind das Highlight des Kampfsystems die Sternen-Attacken.
Das sind besonders starke Angriffe, die ihr im Verlauf der Handlung erlernt. Und genau deswegen ist es so wichtig, dass ihr eine gute Show abliefert: Je begeisterter das Publikum ist, desto schneller füllt sich die entsprechende Leiste und ihr könnt mehr von solchen Angriffen entfesseln!
Quelle: Nintendo
Die Zuschauer überzeugt ihr nicht nur durch gelungene Moves, sondern auch durch optionale Showeinlagen, die euch allerdings einen Zug kosten. Bei all dem Trubel und vielleicht ein bisschen Lampenfieber dürft ihr allerdings nicht vergessen, auf eure Umgebung zu achten: Nicht alle meinen es gut mit euch!
Timing ist das A und O
Lasst ihr es zu sehr krachen, können Requisiten herunterfallen und euch, aber auch euren Gegnern Schaden hinzufügen. Außerdem sitzen im Publikum nicht nur friedliche Theaterenthusiasten, sondern auch eure Widersacher. Gelegentlich werfen sie Steine, Dosen oder andere gefährliche Gegenstände auf die Bühne, wenn ihr sie nicht rechtzeitig rausschmeißt.
Die Angriffe führt ihr mithilfe von Quick-Time-Events aus, die je nach Charakter und ausgewählter Attacke etwas anders funktionieren. Mal müsst ihr die richtigen Knöpfe oder das richtige Timing erwischen, es steht aber auch gerne mal Button Mashing auf dem Programm.
Quelle: Nintendo
Damit ihr den Gegnern nicht schutzlos ausgeliefert seid, könnt ihr die Angriffe abblocken und mit etwas Glück sogar kontern. Während das Blocken kein großes Problem darstellt und ihr entweder keinen oder deutlich weniger Schaden bekommt, ist das Zeitfenster zum Kontern wie schon im Original sehr klein - das haben wir meistens gar nicht erst probiert, um nicht sofort ausgebuht zu werden.
Da hilft der neu integrierte Kampf-Coach, bei dem ihr euch Tipps abholen und die sogenannten Action-Kommandos der verschiedenen Angriffe üben könnt, leider auch nur bedingt. In einem echten Kampf kann ein missglückter Konter-Versuch schnell gefährlich werden, zumal ihr euch durch die Tastenbelegung immer zwischen Blocken und Kontern entscheiden müsst.
Dafür hätten sie einen Orden verdient
Insgesamt wurde die Mischung aus der taktischen Auswahl des richtigen Kameraden, den rundenbasierten Kämpfen und den bühnenreifen Darbietungen auch nach den 30 Stunden, die wir mit dem Spiel verbracht haben, nicht langweilig. Lediglich manche Bosskämpfe zogen sich unnötig in die Länge; es ist aber auch immer eine Frage der Vorbereitung.
Euer Spielerlebnis in den Kämpfen hängt stark davon ab, welche Orden ihr ausgerüstet habt. Das sind nämlich nicht nur Sammelgegenstände, die ihr immer mal wieder in der Spielwelt finden und teilweise bei Händlern kaufen könnt.
Euch steht eine bestimmte Anzahl an Slots zur Verfügung, durch die ihr ganz nach Belieben verschiedene Orden miteinander kombinieren könnt. Manche dienen primär der Unterhaltung und sorgen zum Beispiel dafür, dass ihr im Kampf lustige Geräusche von euch gebt oder in ein anderes Kostüm schlüpft. In erster Linie sind sie aber dazu da, euren Papier-Mario zu individualisieren und ihn auf euren Spielstil abzustimmen.
