Süßer Horror: Angst oder Angst-Simulation?

Special Michael Eichhammer

Warum macht uns Angst so viel Spaß, wieso sind Resident Evil, Dead Space oder Silent Hill so beliebt? Cynamite zieht aus, um das Fürchten zu lernen - willkommen bei unserem großen Grusel-Special!

Angst oder Angst-Simulation?

Warum gruseln wir uns überhaupt? Um diese Frage dreht sich unser Special: 'Süßer Horror - warum macht uns Angst überhaupt so viel Spaß?' (6) Quelle: Cynamite Warum gruseln wir uns überhaupt? Um diese Frage dreht sich unser Special: "Süßer Horror - warum macht uns Angst überhaupt so viel Spaß?" (6) Der Angstforscher Prof. Dr. Hans Christian Pape von der Uni Münster erklärt: "Obwohl der Horror in Games und Filmen virtuell ist, reagieren wir körperlich. Die Nackenhaare stellen sich auf, der Blutdruck wird höher, das Herz schlägt schneller. Der Körper wird in maximale Aufmerksamkeit versetzt, er befindet sich in Alarmzustand. Endogene Opiate werden ausgeschüttet, das bewirkt einen fast lustvollen Rausch im Gehirn."

Je näher an der Realität, desto faszinierender für uns. Filmmonster wie Zombies, King Kong, Dracula und Co. wirken heute eher unfreiwillig komisch. Bei Filmen wie Hostel oder Saw dagegen können wir uns nicht selbst beruhigen mit dem Gedanken, dass so etwas in Wahrheit nicht vorstellbar sei, denn die Medien belehren uns eines Besseren – beziehungsweise Schlechteren.

Warum gruseln wir uns überhaupt? Um diese Frage dreht sich unser Special: 'Süßer Horror - warum macht uns Angst überhaupt so viel Spaß?' (3) Quelle: gamekyo.com Warum gruseln wir uns überhaupt? Um diese Frage dreht sich unser Special: "Süßer Horror - warum macht uns Angst überhaupt so viel Spaß?" (3) Eine andere Variante, das Publikum mit Rea­lismus zu schocken, zeigt Paranormal Activity.Der Geisterstreifen erweckte – nicht zuletzt dank einer raffinierten Werbestrategie – bei manchen Zuschauern erfolgreich den Eindruck, es handele sich nicht um einen Spielfilm, sondern um von der Polizei gefundenes Beweismaterial. Bei den Rettungsdiensten in Italien gingen laut der Nachrichtenagentur AFP bei Kinovorstellungen Dutzende Notrufe wegen Panikattacken von Jugendlichen ein.

Auf der nächsten Seite geht unser Special weiter.

  1. Seite 1 Süßer Horror: Einleitung
  2. Seite 2 Süßer Horror: Angst oder Angst-Simulation?
  3. Seite 3 Süßer Horror: Das Spiel ist in dir, nicht umgekehrt
  4. Seite 4 Süßer Horror: Todesangst statt »Game Over«
  5. Seite 5 Süßer Horror: Blick in die Trickkiste
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