PCG Garage: Besonderheiten im Regen, Setup-Einstellungen und Schwierigkeiten
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Um im Sim-Racing bei feuchten Bedingungen besser zu werden, gibt es einige Tricks. Redakteur Michi verrät euch in der PCG Garage, was ihr beachten müsst.
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Besonderheiten bei Regen
Als Rennfahrer möchte ich schließlich die beste Linie fahren und die komplette Breite der Piste ausnutzen, um die schnellstmögliche Zeit hinzulegen. Vor allem Kerbs, Fahrbahnmarkierungen und Gras werden unter feuchten Bedingungen aber deutlich rutschiger. Es entscheiden häufig Millimeter über Ideallinie oder Crash.
Außerdem ist die Sicht im Regen extrem eingeschränkt. Das hochspritzende Wasser hinterlässt eine dichte Gischt, durch die ich vorherfahrende Autos und Bremspunkte kaum erkennen kann. Während ich mich unter normalen Bedingungen recht nah hinter meinen Kontrahenten platzieren sollte, schadet es bei Niederschlag hin und wieder nicht, ein wenig Abstand zu lassen.
Während diese Features selbst in arcadigen Titeln eine Rolle spielen, gibt es in manchen Simulationen noch einige Besonderheiten, die ebenfalls in der Realität zu beachten sind. Unter anderem Gran Turismo 7 simuliert Pfützenbildung auf der Fahrbahn, was weitere Herausforderungen mit sich bringt.
Quelle: PC Games
Die Nürburgring-Nordschleife ist bei schwierigen Wetterbedingungen der Endgegner. Die Strecke trägt den Spitznamen "Die Grüne Hölle" zurecht.
Sobald ich bei hohen Geschwindigkeiten solch eine Pfütze treffe, schwimmt mein Auto auf. Durch Aquaplaning verliere ich im Anschluss die Kontrolle über mein Fahrzeug und brauche viel Können sowie hin und wieder auch Glück, um auf der Strecke zu bleiben.
In iRacing gibt es sogar die sogenannte Regenlinie. Sobald die Piste feucht ist, kann es in manchen Kurven nämlich schneller sein, von der Ideallinie wegzubleiben. Der Grip, den ich dort normalerweise vorfinde, verändert sich durch den Gummiabrieb in eine rutschige Angelegenheit.
Deswegen hilft es, die Ideallinie zu umfahren und abseits davon den nötigen Grip mitzunehmen. Trotz des Umwegs spare ich durch die bessere Bodenhaftung am Ende Zeit. Andere Simulationen bekommen diesen Grad an Realismus nicht so gut hin wie iRacing.
Quelle: PC Games
Nicht nur Setup-Einstellungen helfen im Regen, sondern auch gefühlvolleres Bremsen und sogenanntes Shortshifting - also frühes Hochschalten in den nächsten Gang.
Optimierungen durch Setup-Anpassungen
Wer im Regen ständig an der Spitze mitfahren möchte, braucht außerdem ein anderes Setup als im Trockenen. Aufgrund von geringerer Bodenhaftung stelle ich die Traktionskontrolle nach oben, um das Durchdrehen der Räder zu verhindern. Außerdem ist es wichtig, die Bodenfreiheit anzupassen, um die Gefahr des Aufschwimmens zu minimieren.
Nachdem unter regnerischen Bedingungen ordentlich Abtrieb verloren geht, sind steilere Flügeleinstellungen ebenfalls sinnvoll. Dadurch verliere ich zwar Topspeed auf den Geraden, doch meine Kurvengeschwindigkeiten erhöhen sich durch mehr Anpressdruck. Piloten brauchen in der Realität wie auch in der virtuellen Welt im Regen deutlich mehr Kompromissbereitschaft.
Das sind nur ein paar oberflächliche Möglichkeiten, um besser abzuschneiden. Um das Beste herauszuholen, kann ich aber auch Reifendruck, Bremsverteilung und noch viele weitere Setup-Einstellungen vornehmen. Hin und wieder braucht es außerdem einen guten Mix, falls die Bedingungen im Laufe eines Rennens wechseln. Dynamisches Wetter erfordert im kompetitiven Wettbewerb nicht nur Fahrskill, sondern auch technisches Know-how und das macht es so besonders.
Quelle: PC Games
Manche Strecken wie Spa, Silverstone und der Nürburgring sind für ihre plötzlichen Wetterwechsel gefürchtet und berüchtigt.
Neue Herausforderungen
Wer den Schauer überstanden hat, darf sich aber keinesfalls zu sicher fühlen. Eine gewaltige Herausforderung wartet schließlich noch, wenn die Strecke abtrocknet. Reifen und Abtrieb der Rennwagen verdrängen das Wasser im Lauf der Zeit von der Asphaltoberfläche und sorgen dafür, dass zunächst eine kleine Spur auf der Ideallinie entsteht. Links und rechts davon ist die Piste aber nach wie vor feucht und rutschig.
In den meisten Simulationen und Rennspielen wird der Vorgang gut simuliert. Nachdem Regenreifen und Intermediates aber so konzipiert sind, dass sie auf trockener Oberfläche deutlich schneller überhitzen, darf ich mit dem Reifenwechsel auf Slicks nicht allzu lange warten. Sobald die Reifen zu heiß sind, verlieren sie schließlich schnell an Haftung und nutzen sich zusätzlich ab. Auf Seite 4 geht es weiter mit der Folge über dynamische Wettersysteme.
