Outriders in der Vorschau: Koop-Shooter mit jeder Menge Krachbumm

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Outriders in der Vorschau: Koop-Shooter mit jeder Menge Krachbumm
Quelle: Square Enix

Die Bulletstorm-Macher rüsten auf: Der Loot-Shooter Outriders bietet jede Menge Knarren, Anomalie-Talente und fiese Feinde. Wir konnten den Koop-Shooter erneut anspielen und erklären in unserer Vorschau, wieso Outriders für Action-Freunde ein gefundenes Fressen sein könnte.

Mit saftigen Schießereien kennt sich das Team von People Can Fly aus. Mit Bulletstorm entwickelte das 2002 gegründete Studio vor etwa zehn Jahre das Spiel, das Duke Nukem Forever vielleicht immer sein wollte. In Zusammenarbeit mit Square Enix schraubt People Can Fly nun am Loot-Shooter Outriders und lässt uns nach dem Gameplay-Reveal erneut Hand an das Actionspiel legen.

Nachdem man in früheren Sessions bereits den Prolog und die Anfangsphase präsentierte, schloss die aktuelle Anspielrunde an diese Geschehnisse an.

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Das bedeutet: Wir starten in der feindlichen Spielwelt von Enoch. Die sogenannte Anomalie verwandelte diesen eigentlich als neue Heimat der Menschheit bestimmten Planeten in eine Hölle ohne Gesetze und Regeln. Das ideale Umfeld also für einen Loot-Shooter, den wir als namensgebender Outrider unsicher machen.

Mein Truck, mein Zuhause

Das Treffer-Feedback ist erstklassig: Erwischte Gegner reagieren unmittelbar auf Verletzungen, kleine rote Wölkchen zeigen erfolgreiche Schüsse an. Wie in einem Rollenspiel tickern auch die Schadenspunkte herunter. <br> &nbsp; Quelle: Medienagentur Plassma Das Treffer-Feedback ist erstklassig: Erwischte Gegner reagieren unmittelbar auf Verletzungen, kleine rote Wölkchen zeigen erfolgreiche Schüsse an. Wie in einem Rollenspiel tickern auch die Schadenspunkte herunter.
 
Im Gegensatz zu etwa The Division 2 verzichtet Outriders (jetzt kaufen 17,82 € ) auf eine offene Spielwelt. Stattdessen setzt People Can Fly auf größere Teilgebiete, in die wir mit Hilfe der Schnellreisefunktion springen. Als fahrbarer Untersatz dient dabei ein Lastwagen, den wir nach unseren Wünschen dekorieren dürfen. In dem stark im Fokus stehenden Drei-Spieler-Koop entsteht so ein kleiner Konvoi, mit dem wir von einer Location zu nächsten fahren.

Erstmals konnten wir nun auch einen Blick auf die Individualisierungsoptionen unseres Lastwagens werfen. Wir verändern beispielsweise die vordere und die hintere Stoßstange, bestimmen die Farben unseres Vehikels und können sogar die Radkappen modifizieren. Für unseren Avatar legen wir im gleichen Menü übrigens Emotes fest und basteln uns ein eigenes Wappen, das schließlich beim Erobern von Kontroll- und Speicherpunkten zum Einsatz kommt. Weitere Bauteile für den Truck und die Spielfigur schalten wir später frei. Diese sind auch Teil der bereits angekündigten Deluxe Edition des Spiels.

Als Ansprechpartner dient übrigens der vor dem Lastwagen hockende und reichlich wortkarge Jakub. Wie er in die Story passt, ist bislang noch nicht bekannt.

Eine Schneise der Verwüstung

Grafisch bietet Outriders hübsche Effekte: Nachdem wir einige Breacher-Soldaten mit der Feuerfontäne attackiert haben, explodieren sie formschön in tausend Einzelteile. Quelle: Medienagentur Plassma Grafisch bietet Outriders hübsche Effekte: Nachdem wir einige Breacher-Soldaten mit der Feuerfontäne attackiert haben, explodieren sie formschön in tausend Einzelteile. Zum Launch im Winter 2020 beinhaltet Outriders insgesamt vier Klassen. Doch People Can Fly hält die letzte weiter unter Verschluss, und so stehen in unserer Handspon-Session Pyromancer, Trickster und Devastator zur Auswahl. Wir entscheiden uns für Letzteren. Der Devastator ist der Tank im Ensemble; mit ihm springen wir mitten ins Getümmel. Das Spiel koppelt seine Lebensenergie an den von ihm ausgeteilten Schaden. Obwohl Outriders ein an die Gears-of-War-Reihe erinnerndes Deckungssystem besitzt, nützt es daher herzlich wenig, sich hinter einem Mäuerchen zu verschanzen. Stattdessen zwingt uns das Spiel sofort in die Offensive. Im Falle des Devastators greifen wir mit heftigen Erd-Attacken an. Beispielsweise verschießen wir Speere aus dem Boden oder fliegen kurz in die Luft, um dann wie ein Komet auf unsere Feinde niederzuprasseln. Die anrückenden Schurken zerplatzen dann in jeder Menge Polygon-Gulasch. Outriders ist keine sterile Schießbude, sondern dreckig und brutal. Aber auch das besitzt bekanntermaßen seinen Charme.

In einem der höheren World Tiers präsentiert sich Outriders von seiner harten Seite. Immer mehr schwer bewaffnete Soldaten tauchen auf und rücken uns in breiter Front auf den Pelz. Quelle: Medienagentur Plassma In einem der höheren World Tiers präsentiert sich Outriders von seiner harten Seite. Immer mehr schwer bewaffnete Soldaten tauchen auf und rücken uns in breiter Front auf den Pelz. Jede Klasse verfügt über acht Spezialfertigkeiten. Der von uns ebenfalls ausprobierte Pyromancer bezieht seine Energie aus brennenden Gegnern und blendet diese etwa mit Aschewolken oder verschießt glühende Kugeln. Diese Angriffe aktiviert ihr über ein handelsübliches Erfahrungssystem. Allerdings rüstet ihr lediglich drei dieser Aktionen gleichzeitig aus. Ihr müsst euch also entscheiden - und das wiederum hat Einfluss auf euren Spielstil und eure Strategie innerhalb der Gefechte. Gerade im Drei-Spieler-Koop ergänzen sich die Fähigkeiten erstklassig. Und je besser ihr diese miteinander kombiniert, desto schöner die Science-Fiction-Schlachtplatte.

Damit die ganze Angelegenheit aber nicht zu einfach wird, besitzt Outriders insgesamt 15 als "World Tiers" bezeichnete Schwierigkeitsgrade. Diese schaltet ihr ebenfalls im Spielverlauf frei. In unserer Anspielrunde starteten wir auf der vergleichsweise zahmen zweiten Stufe und probierten uns im erneuten Durchlauf am vierten World Tier. Und siehe da: Wo wir noch zuvor mit unseren Widersachern den Boden aufwischten, mussten wir nun plötzlich den Rückzug antreten und uns Strategien zurechtlegen.

Skills und Kanonen

Erwartet von Outriders keine Rätsel oder andere Spielelemente, hier steht eindeutig der Actionspaß im Vordergrund. Der von uns angespielte Abschnitt führt uns in die "First City". Diese erste Stadt sollte eigentlich das Prunkstück der Kolonialisierung Enochs werden. Doch seitdem die Anomalie tobt, herrschen dort Gewalt und Hass. Wir suchen einen Wissenschaftler namens Zahedi, der dort von der Outlaw-Gruppierung der Insurgents festgehalten wird.

Nein, wir bitten hier nicht um Gnade oder kapitulieren. Mit dem Talent „Kugeln reflektieren“ sammeln wir zunächst Geschosse und schleudern sie im Anschluss auf die Schützen zurück. Quelle: Medienagentur Plassma Nein, wir bitten hier nicht um Gnade oder kapitulieren. Mit dem Talent „Kugeln reflektieren“ sammeln wir zunächst Geschosse und schleudern sie im Anschluss auf die Schützen zurück. Im Klartext allerdings schlagen wir uns durch einen linearen Level-Strang voller immer stärker werdender Feinde. Mit der mutierten Tierwelt bekommen wir es an dieser Stelle allerdings noch nicht zu tun, sondern nur mit humanoiden Kontrahenten wie beispielsweise dem sogenannten Ironclad. Diese riesenhafte Gestalt trägt eine schwere Rüstung und attackiert uns mit einem nicht minder gefährlichen Maschinengewehr. Deutlich stärker ist der "Cremator", der uns auf kurze Distanz mit dem Flammenwerfer und auf Entfernung mit dem Mörser beharkt. Zum Abschluss taucht der Juggernaut auf. Dieser mit einem Totenkopfhelm gerüstete Riese warpt sich im höheren Schwierigkeitsgrad über das Schlachtfeld und greift zu Laser-Fallen sowie anderen Hilfsmitteln. Immerhin entdecken wir in der "First City" auch noch einen Nebenauftrag. In einem verlassenen Kraftwerk müssen wir Artefakte bergen und diese im Anschluss bei einer gewissen Madame Beauvoir verhökern.

Je höher der Schwierigkeitsgrad, desto hinterlistiger und zahlreicher auch die Gegner. Im Koop-Modus legt Outriders noch mal eine Schippe drauf, schließlich skaliert das Spiel mit. Das soll auf der einen Seite das Teamwork fördern, aber auch für die notwendigen Herausforderungen sorgen. Damit ihr gegen die Horden von Monstern, Mutanten und anderen Schauergestalten eine Chance habt, rüstet ihr euer Arsenal mit immer mächtigeren Kanonen auf. Neben den Spezialaktionen wartet Outriders auch mit üppigen Fähigkeiten-Bäumen auf. Zu Beginn verbessert ihr so grundsätzliche Eigenschaften eures Avatars wie etwa Gesundheit, Schild oder Abklingzeiten der Anomalie-Attacken - später aber spezialisiert ihr euch immer stärker. Beispielsweise rüsten wir mit dem Devastator seismische Attacken auf. Auf diese Weise erlaubt Outriders ein gewisses Maß an Charakteroptimierung, was ja gerade für das Endgame von entscheidender Wichtigkeit sein kann.

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