Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack

Special Antonia Dreßler
Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack
Quelle: Opera

Opera GX ist ein Browser, extra für Spieler entwickelt. Warum einen das interessieren sollte und was das genau bedeutet, haben wir uns näher angeschaut.

Um zu bestimmen, welches Spiel verfügbar ist, wenn man den Browser startet, während man offline ist, fand 2021 der Opera GX Game Jam statt. Das Preisgeld von insgesamt 20.000 Dollar verteilte sich auf die ersten drei Plätze, und das Gewinnspiel ist seitdem im Offline-Modus spielbar unter dem Namen Operius. Aktuell läuft laut Maciej ein ähnlicher Wettbewerb für die mobile Version von Opera GX. "Es ist etwas angespannt bei uns im Büro, weil wir uns überhaupt nicht einig sind, welches Spiel am Ende gewinnt und jeder hofft auf seinen Favoriten", erzählt uns Maciej. Im Dezember werden die Gewinner bekannt gegeben und wieder teilt sich der Preispool auf mehrere Teilnehmer auf.

Für die Opera-GX-Macher sind die Stimmen aus der Community sehr wichtig und sie werden möglichst oft eingebunden, wenn etwas entsteht. So kann man überall auch Feedback geben, um bestimmte Features zu bewerten. Und es existiert auch die Möglichkeit, sich für die Beta-Version einzutragen, um immer die neuesten Features zu bekommen, die dann aber natürlich nicht immer bereits vollkommen ausgereift sind.

Wie vertrauenswürdig ist Opera GX?

Bei unserer Recherche sind wir auch auf andere Browser gestoßen, die von Nutzern oftmals bevorzugt werden. Wie Vivaldi, das von einem ehemaligen Opera-Mitarbeiter entwickelt wurde.

Der Grund, warum Opera oder Opera GX bei manchen Nutzern den Kürzeren zieht, ist, dass die Firma hinter dem Browser Opera Ltd 2016 von Kunlun Tech Limited aufgekauft wurde, einem chinesischen Unternehmen, das 2018 von sich Schlagzeilen machte, weil es sensible persönliche Daten weiterverkaufte, die sie über die App Grindr erhielte, die ihnen zu diesem Zeitpunkt ebenfalls gehörte.

Auf unsere Nachfrage hin beteuert Maciej natürlich, dass Opera GX davon nicht betroffen sei, schließlich sei der Firmenhauptsitz in Norwegen. Das bedeutet, das Unternehmen ist den norwegischen Datenschutzrichtlinien unterworfen.

Laut einer Studie des britischen Unternehmens Comparitech befindet sich das Land im Datenschutzranking der nicht EU-Länder auf Platz eins und unterliegt zudem der DSGVO. Zusätzlich wurde uns mitgeteilt, dass Opera-Nutzer einen doppelten Schutz haben, da die Firma als börsennotiertes Unternehmen bei Nasdaq gelistet sei und sich auch dort rechtfertigen müsse. Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack (4) Quelle: Nasdaq.com Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack (4)

Mit dem Datenverkauf verdient Opera also kein Geld. Stattdessen macht es der Browser ähnlich wie Firefox, die eine sogenannte Suchpartnerschaft innehaben. Das heißt, Opera verkauft an Google das Recht, die voreingestellte Standard-Suchmaschine zu sein.

Etwas, wofür wohl sehr viel Geld fließt. Der Bayerische Rundfunk schreibt 2019, dass Opera ebenfalls Geld damit verdient, dass sie Websites von Sponsoren im Lesezeichen-Menü des Browsers auftauchen, was uns beim Ausprobieren allerdings nicht begegnet ist.

Stattdessen kann es aber abhängig von der Region passieren, dass man klassische Werbung eingebunden bekommt, die das Unternehmen selbst vermarktet. Auch das berichtet der Bayerische Rundfunk so, ist uns aber im Test ebenfalls nicht begegnet.

Pläne für Opera

Die absolute Martkmacht strebt das Unternehme hinter Opera GX nicht an. Maciej sagte uns, dass Opera nicht als Hauptbrowser gedacht ist, sondern eben dafür, dass er neben und beim Gaming genutzt wird, oder "für die spaßigen Dinge", wie er mit einem Augenzwinkern anmerkt.

Letztlich muss aber jeder selbst wissen, ob ihm die vielen Anpassungsmöglichkeiten gefallen, die mitunter etwas erschlagend wirken können, wenn man bisher nur die gängigen Standardbrowser verwendet hat.

Meinung

Wir wurden von Opera eingeladen, nach Warschau zu fliegen und uns ihre neuesten Produktionen anzuschauen, über die wir bei Fall des Embargos berichten werden. Dort dürften wir uns auch mit dem Product Director bei Opera Maciej Kocemba über den Browser unterhalten und ihm unsere Fragen stellen. Zudem haben wir den Browser auch selbst getestet.

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