Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack

Special Antonia Dreßler
Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack
Quelle: Opera

Ein Browser extra für Gamer? Klingt erst mal komisch und was das genau bedeutet, war uns auch nicht so klar, bis wir von Opera eingeladen wurden, nach Warschau zu fliegen und uns ihr Projekt genauer anzuschauen.

In einer Welt, in der man tagtäglich einen Browser benutzt, um sich mit dem Internet zu verbinden, versucht natürlich jeder Browser-Anbieter, die Vorzüge seines eigenen Produkts besonders hervorzustreichen. Die erhobenen Daten, die über Plattformen wie Statista einsehbar sind, weichen teilweise voneinander ab, wenn es darum geht, welcher Browser wie viel benutzt wird. Klar ist aber, dass Chrome die absolute Marktmacht besitzt. Das ist nicht verwunderlich, da Chrome zusammen mit Microsoft Edge und Safari diejenigen Browser sind, die vorinstalliert mit sämtlichen internetfähigen Gerätschaften ausgeliefert werden.

Während sich die Großen ungeschlagen geben und der ehemalige Platzhirsch Firefox auf dem absteigenden Ast ist, tauchen immer wieder kleine Firmen auf, die mit ihrem Browser zugeschnittene Lösungen für spezifische Anwender finden. Mit einem Marktanteil von zwei bis drei Prozent nimmt Opera (jetzt kaufen 8,79 € ) in dem Segment der kleineren Anbieter die größte Stellung ein. Mit einer zweiten Version Opera GX sind sie zudem der einzige Browser-Anbieter, der sich speziell an die Bedürfnisse von Gamern richtet.

Was macht Opera GX anders?

Opera GX basiert auf der Open Source Chromium und ist vom Grundaufbau sehr ähnlich wie Google Chrome oder auch Edge, die ebenfalls auf Chromium basieren. Trotzdem gibt es Unterschiede zu den Standardbrowsern, die sowohl das Design als auch die Funktionalitäten betreffen.

Als das Team um Maciej Kocemba, Product Director bei Opera, 2019 das erste Mal auf der Gamescom war, hatten sie keinen eigenen Stand. Stattdessen sind sie herumgelaufen und haben sich die Leute geschnappt, die in sehr langen Schlangen auf ihre nächsten Anspiel-Sessions warteten. Daraus entwickelte das Team zwei Erkenntnisse: Gamer halten die Vorstellung von einem Gaming-Browser für amüsant - finden die Idee eines für sie maßgeschneiderten Produkts aber cool.

Maciej Kocemba – Product Director bei Opera Quelle: Opera Maciej Kocemba – Product Director bei Opera Aus den Befragungen entstand ein Browser, der langsamer ist als das, was bereits existiert: "Es klingt blöd, einen Browser auf den Markt zu bringen, der quasi schlechter ist in seiner Performance, aber das ist, was ein Browser für Gamer zu sein hat." So Maciej. Immerhin darf das Tor zum Internet nicht die Ressourcen fressen, die für ein laufendes Spiel gedacht sind, und ob ein Fenster ein paar Millisekunden langsamer lädt, macht für die meisten Leute keinen Unterschied. Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack (2) Quelle: PC Games Opera GX: Ein Browser für Gamer, mit jeder Menge Schnick-Schnack (2)

Zielgruppe PC-Spieler

Dabei ist klar: Opera GX ist für PC-Spieler gedacht, die nebenbei gerne noch einen Browser offen haben wollen. Mit einem CPU- und RAM-Limiter hat man immer die Kontrolle darüber, wie viele Ressourcen der Browser frisst und kann sogar einsehen, wie viele Ressourcen einzelne Tabs schlucken. Diese kann man dann über die integrierte Funktion des Hot Tab Killer im wahrsten Sinne des Wortes tilgen.

Der Hot Tab Killer ist letztlich einfach ein sehr blumiger Name für die Funktion, dass der Browser Tabs schließt, die einen gewissen Grenzwert an PC-Leistung schlucken.

Das wird begleitet von Schwertsound und einer hübschen Animation, die den Tab durchschneidet. Dazu gesellt sich noch der GX Cleaner, mit dem man Cache, Cookies und sämtliche Verläufe mit einem Tastendruck löschen kann und gleichzeitig auch immer eine Übersicht der aktuellen Cookies und Browser-Datenmenge erhält.

Beide Funktionen befinden sich in der Seitenleiste, die bei Benutzung ein Fenster vor den Browser schiebt, ohne einen neuen Tab aufzumachen. Diese ist anpassbar und kann mit etlichen Messengern wie WhatsApp, Telegramm, aber auch spielerspezifischen Plattformen gefüllt werden, etwa Discord oder Twitch, und einem Musikplayer nach Wahl.

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