Bedeutet OnLive das Ende des klassischen Gamings? Den Tod der Konsolen? Bietet die digitale Distribution mehr Vorteile oder mehr Verzicht?
Nichts in der Hand?
Schöne neue Welt! Bis auf einen kleinen Schönheitsfehler: Was machen die leidenschaftlichen Sammler, die ihre Konsolen- und PC-Spiele bisher mit dem Stolz eines Museumsbesitzers geordnet und ausgestellt haben? Die zu schätzen wussten, wenn ein Booklet das Waffenarsenal so ausführlich erläuterte wie ein authentisches Handbuch für waschechte Space Marines?
Rahul Sandil von GamersFirst sieht’s gelassen. Auf unsere Frage, ob er keine Angst hat, die Zocker könnten das haptische Erlebnis, eine Spielehülle in der Hand zu halten oder ein liebevoll zusammengestelltes Booklet durchzublättern, schmerzlich vermissen, antwortet er: „Unsere Community ist unseren Spielen emotional sehr verbunden – auch ohne Kartonpapier.“
Dennoch – die Herren Sandil und Perry und die Macher von OnLive mögen uns altmodisch nennen: Wir sehen digitale Distribution und Games-Streaming als tolle Ergänzung zu verpackten Spielen. Aber wir wollen weiterhin zusätzlich unserer kleinen Weihnachtsaufregung beim raschelnden Auspacken eines nigenagelneuen Games frönen. Denn Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude!
