Nvidia-Retrospektive: Die letzten 10 Single-GPU-Flaggschiffe der GeForce GTX-Reihen

Special Antonio Funes
Nvidia-Retrospektive: Die letzten 10 Single-GPU-Flaggschiffe der GeForce GTX-Reihen
Quelle: PC Games Hardware

Die neue Nvidia-Grafikkarten-Generation lässt auf sich warten, und wegen der Corona-Pandemie mangelt es an Präsentationen und Events rund um Hardware. Für uns ist dies ein Anlass, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen: Wir haben die letzten 10 Nvidia-Flaggschiffe seit dem Jahr 2007 unter die Lupe genommen, und zwar von der GeForce 8800 Ultra bis hin zur RTX 2080 Ti.

In diesem Jahr erwarten wir von Nvidia eine neue Grafikkarten-Generation - unter anderem wegen der Corona-Pandemie mangelt es aber an genauen Informationen. Unsere Kollegen der PC Games Hardware berichteten in der letzten Woche darüber, dass man vielleicht erst im Herbst mit der Ampere-Generation rechnen kann. Nvidias letzte High-End-Grafikkarte, die GeForce RTX 2080 Ti, kam im September 2018 auf den Markt - es wären dann also zwei Jahre ins Land gegangen. Doch wie haben sich die Top-Modelle des "Team Green", wie Nvidia wegen des markenbegleitenden Grüntons des Logos auch genannt wird, im Laufe der letzten Jahre entwickelt? Wir blicken auf die letzten 10 Top-Boliden von Nvidias GeForce-Serien zurück, wobei wir Multi-GPU-Grafikkarten sowie die Titan-Modelle außen vor lassen.

Mit im Spiel sind 10 Grafikkarten-Modelle beginnend mit der GeForce 8800 Ultra aus dem Jahr 2007. Dabei sehen wir uns die technischen Daten, die Leistung und auch die Release-Preise an. AMD nehmen wir nicht mit in die Betrachtung hinein, da es bei AMD in vielen Jahren an einem echten "High-End"-Modell mangelte und somit ein Vergleich schwer wäre - zudem bieten die ausgewählten Modelle ohnehin schon genug Stoff für unser Special.

Technische Daten: Ein vager Anhaltspunkt

Bestimmte technische Daten lassen sich bei den von uns herausgesuchten 10 Grafikkarten zwar auf dem Papier sehr leicht vergleichen. Aber man sieht gleichzeitig, dass ein von vielen Laien als besonders wichtiger Faktor wahrgenommener Wert in Wahrheit doch keine so große Rolle spielt: der Takt des eigentlichen Grafikchips (GPU).

MSI GeForce RTX 2080 Ti Lightning Z Quelle: PC Games Hardware MSI GeForce RTX 2080 Ti Lightning Z Zwar hat die aktuelle Nvidia GeForce RTX 2080 Ti (im Boostmodus) den 2,5-fachen Takt einer GeForce 8800 Ultra, das heißt die Taktwerte sind heute wie erwartet höher als früher. Aber die Leistung ist um weit mehr als nur das 2,5-fache gestiegen - am Ende werdet ihr sehen, um welchen Faktor. Ein anderes Beispiel, welches zeigt, dass die Relevanz des Taktwertes von einigen überschätzt wird: Blicken wir erneut auf die GeForce RTX 2080 Ti, dann sehen wir, dass sie über 30 Prozent schneller als ihr Vorgänger, die GeForce GTX 1080 Ti ist - obwohl letztere sogar die höheren Taktwerte bietet, und das sowohl beim Standard- als auch beim Boost-Takt. Doch zu diesen Details kommen wir später - zuerst erklären wir, warum manche Modellserien von Nvidia zu fehlen scheinen.

Warum fehlen die GTX-Familien 100, 300 und 800?

Die beiden ältesten der von uns unter die Lupe genommenen 10 Grafikkarten von Nvidia sind die GeForce 8800 Ultra und 9800 GTX+. Danach startete Nvidia mit den GeForce GTX-Reihen, die zuerst dreistellige Modellnummern hatten. Wir beginnen dabei mit der 200er-Familie, bei der wir die GTX 285 ins Visier nehmen.

Nvidia GeForce GTX 780 Ti Quelle: PC Games Hardware Nvidia GeForce GTX 780 Ti Weiter geht es mit der GTX 480, GTX 580, GTX 680, GTX 780 Ti, GTX 980 Ti und der GTX 1080 Ti. Den Abschluss bildet die GeForce RTX 2080 Ti - das Kürzel RTX beschreibt, dass die Grafikkarte einen speziellen Hardwarebereich hat, der für das so genannte RayTracing verantwortlich ist, bei dem die Berechnung der Grafik aufwendiger erfolgt, was mehr Fotorealismus bedeuten kann.

Wie ihr seht, fehlen die Familien 100, 300 und 800. Die 100er-Modelle waren ausschließlich für den OEM-Markt vorgesehene, umgelabelte 9000er-Grafikkarten - sie mit aufzuführen wäre also unsinnig. Die 300er-Reihe wiederum bot schlichtweg gar keine "Spieler"-Modelle der GTX-Serie: Die GT 340 war das höchste der Gefühle und hatte in Spieler-PCs nicht zu suchen. Die 800er-Familie fehlt, da es nur mobile 800er-Grafikkarten gibt, die wiederum modifizierte 700er-GPUs sind. Es gibt noch eine aktuelle Besonderheit: Von der 1000er-Serie sprang Nvidia nicht zur 1100er-Serie, sondern direkt zur aktuellen 2000er-Familie, wobei es eine Besonderheit gibt, wegen der Nvidia doch noch die Ziffer 1 an der erstellen Stelle der vierstelligen Modellnummer verwendet. Dies erläutern wir auf der nächsten Seite.

  1. Seite 1 Nvidia-Historie: 10 Modelle; Technische Daten und Lücken bei den Modellnamen
  2. Seite 2 Nvidia-Historie: RTX-GTX-Namenswirrwar, 8800 Ultra und 9800 GTX
  3. Seite 3 Nvidia-Historie: GTX 285, GTX 480, GTX 580, GTX 680 und GTX 780 Ti
  4. Seite 4 Nvidia-Historie: 980 Ti, 1080 Ti, 2080 Ti und Zusammenfassung
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