Nvidias Historie Teil 1: Gründung und GPUs und Grafikkarten bis zur Nvidia GeForce 400

Special Antonio Funes
Nvidias Historie Teil 1: Gründung und GPUs und Grafikkarten bis zur Nvidia GeForce 400
Quelle: Nvidia

Im ersten Teil unseres zweiteiligen Specials zur Historie des gehypten Konzerns Nvidia geht es um die Gründung und Grafikkarten bis zu GeForce 400-Reihe.

Wir haben ein zweiteiliges Special rund um Nvidia, auch bekannt als Team Green für euch aufbereitet. Wer sich halbwegs in Sachen Hardware auskennt, weiß, dass das Team Green seinen Namen wegen des von Grün dominierten Logos von Nvidia erhalten hat. Gleichzeitig dient der Name der Unterscheidung zum Team Red, also AMD, deren Logo wiederum von der Farbe Rot dominiert wird.

In unserem Doppel-Special schildern die Historie der Grafikkarten und GPUs von Nvidia, wobei wir uns auf die Gamer interessanten GPUs konzentrieren. Im heutigen Teil 1geht es um die Gründung von Nvidia und die Grafikkarten-Reihen bis einschließlich der GeForce 400 mit dem Top-Modell GTX 480. In Teil 2, der in der kommenden Woche folgt, kommen dann die Serien bis zur aktuellen RTX 4000er-Reihe dran.

Zudem schildern wir euch dann auch noch, in welchen Bereichen Nvidia inzwischen tätig ist und warum der Konzern seit zwei bis drei Jahren an der Börse einen Höhenflug erlebt - selbst in tagesaktuellen Mainstream-News ist der Konzern nun immer wieder Thema.

Nvidia: Grün vor Neid?

Die Überschrift ist vielleicht ein wenig übertrieben, aber der Name Nvidia stammt von dem lateinischen Wort Invidia, was Neid bedeutet. Man darf also vermuten, dass der in Taiwan geborene Jensen (Geburtsname Jen-Hsun) Huang und die beiden US-amerikanischen Elektroingenieure Chris Malachowsky und Curtis Priem bei der Gründung von Nvidia im Jahr 1993 im Hinterkopf hatten, die Konkurrenz ein wenig neidisch zu machen.

Jensen Huang war schon als Kind mit seinen Eltern in die USA ausgewandert und hat auch dort Elektrotechnik studiert - er ist euch sicherlich in seiner Funktion als CEO und Gesicht von Nvidia bekannt.

Jensen Huang mit einer RTX 3080 Quelle: Nvidia Jensen Huang präsentiert eine GeForce RTX 3080 Das erste Ziel von Nvidia war die Produktion von Grafikchips, was damals noch etwa zwei Dutzend weitere Konkurrenten ebenfalls im Sinn hatten. Wir greifen an dieser Stelle schon einmal der Historie ein wenig vor und verraten euch, dass wenige Jahre später nur noch Nvidia und ATI als GPU-spezialisierte Entwicklungsfirmen übrig waren.

ATI wurde im Jahr 2006 von AMD übernommen, und AMD ist bekanntermaßen noch immer der einzige nennenswerte Konkurrent von Nvidia auf dem Markt für dedizierte Grafikkarten. Den aktuellen Höhenflug an der Börse verdankt Nvidia allerdings nur indirekt den Grafikkarten.

Natürlich baut der Konzern historisch auf GPUs auf und wäre ohne Grafikkarten nicht da, wo er heute ist. Den Hype um Nvdia erklären wir euch aber erst in der kommenden Woche - ab jetzt geht vorerst nur um die Geschichte der (Gaming-)Grafikkarten und GPUs vom Team Green.

Nvidia Riva TNT2 M64 GPU Quelle: Tors via Wikimedia Commons Nvidia Riva TNT2 M64 GPU

Start mit NV-GPUs

Der erste Grafikchip von Nvidia mit dem Namen NV1 aus dem Jahr 1995 war kein Erfolg, da er zu spezialisiert und zu wenig kompatibel zu damaligen PC-Systemen war. Erst die sogenannten Riva-Grafikchips verhalfen Nvidia aber zu einem Durchbruch, wobei der Riva 128 im Jahr 1997 den Anfang machte. Schon damals griffen auch private Anwender zu und nicht nur Firmenkunden.

Es folgten bis 1999 noch acht weitere GPUs, wobei zwei der Modelle den Namen Vanta und nicht Riva trugen. Die 10 Modelle basierten damals auf vier Basis-GPUs mit den Namen NV3, NV4, NV5, NV6. Die Taktraten der damaligen GPUs lagen bei 80 bis 150 Megahertz, was etwa 5 bis 6 Prozent der heutigen Taktwerte entspricht.

In direkter Konkurrenz zu den Nvidia-GPUs waren damals Grafikkarten unter anderem der Hersteller 3dfx (Voodoo-GPUs), ATI (Rage-GPUs) und S3 (Virge-GPUs).

Da Nvidia anfangs noch vor allem 3dfx bezüglich Leistung ein wenig hinterherhinkte, startete das Team Green schon damals ein vergleichsweise aggressives Marketing, sammelte damit die nötige Erfahrung in diesem Metier, die beim endgültigen Durchbruch mithalf. Der gelang mit den ersten GeForce-Grafikkarten im Jahr 1999, mit denen wir auf der nächsten Seite weitermachen.

  1. Seite 1 Nvidia-Historie Teil 1: Gründung und erste GPUs
  2. Seite 2 Nvidia-Historie Teil 1: Erste GeForce-Modelle bis zur GeForce FX
  3. Seite 3 Nvidia-Historie Teil 1: GeForce6, 7 und 8
  4. Seite 4 Nvidia-Historie Teil 1: GeForce9 bis GeForce 400
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