Gaming-Notebooks: Kaufberatung zur Leistung und Ausstattung
Special
Notebooks sind eine gute Alternative für alle, denen ein Tablet oder Smartphone unterwegs nicht ausreicht. Laptops für Gaming ermöglichen es euch zudem, vollwertige PC-Games zu genießen. Wir geben euch in unserem Special Tipps dazu, was ihr beim Kauf beachten solltet und ob sich ein Gaming-Laptop überhaupt lohnt. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit Spiele-Notebooks.
Kaufberatung: Gaming-Leistung
Wir empfehlen als CPU mindestens einen Core i5 der sechsten, besser der siebten oder achten Generation. Der Takt bei mobilen CPUs ist auf den ersten Blick oft sehr gering, denn Notebooks sollen ja auch möglichst wenig Strom verbrauchen und haben daher einen niedrigen Standardtakt.
In diesem Artikel
Bei Bedarf takten die meisten CPUs aber ordentlich hoch, obgleich sie an die besten Mainstream-CPUs für Desktop-PCs trotzdem nicht ganz herankommen. Bei den Nvidia-Grafikkarten ist es inzwischen nicht mehr so kompliziert wie noch vor einigen Jahren, da die aktuelle 1000er-Generation von Nvidia bei den mobilen Versionen der Grafikkarten sehr nahe an die Desktop-Versionen herankommt, häufig sind es sogar Desktopchips mit minimalen Anpassungen.
Quelle: Asus
Asus ROG Strix GL702VI
Früher war der Leistungs-Unterschied, zum Beispiel zwischen einer Nvidia GTX 960 und einer mobilen Nvidia GTX 960m, noch recht hoch, und zwar natürlich zu Ungunsten der mobilen Variante. Eine sehr gute Übersicht zu mobilen Grafikchips inklusive vieler Benchmarks findet ihr zum Beispiel bei Notebookcheck. Auf ältere Grafikchips, die vor der 1000er-Generation von Nvidia erschienen, solltet ihr verzichten. Aktuell sollte es mindestens eine mobile Nvidia GTX 1050 Ti sein, wenn ihr mit dem Laptop auch sinnvoll spielen wollt. Deutlich besser wäre eine mobile Nvidia GTX 1060, wobei hier die Variante mit 6GB-Video-RAM der mit nur 3GB vorzuziehen ist. Ab etwa 1400 Euro darf man auch eine mobile Nvidia GTX 1070 oder 1080 erwarten. Wer nun AMD vermisst: bei modernen Gaming-Laptops spielt AMD seit einer Weile so gut wie keine Rolle, und zwar sowohl bei Prozessoren als auch bei Grafikchips. Derzeit gibt es nur eine einzige Modellreihe (Asus GL702ZC), die eine spielefähige AMD-Grafikkarte sowie einen Ryzen-Prozessor bietet, und zwar insgesamt gerade einmal in Form von 10 Modellvarianten. Alle anderen Gaming-Notebooks - wir zählen mehr als 700 Modelle im PC Games Preisvergleich mit mindestens einer Nvidia GTX 1050 Ti - setzen auf eine Intel-Nvidia-Kombination.
Kaufberatung: Weitere Features
Wenn ihr Euch sicher seid, dass ein Gaming-Laptop das Richtige für euch ist, geht es an die Wahl eines passenden Gerätes. Die Auswahl ist dabei sehr groß, und neben der puren Leistung durch die CPU und den Grafikchip spielen bei Notebooks noch weitere Faktoren eine große Rolle. Wenn zwei Gamingnotebooks beispielsweise 1500 Euro kosten, dann kann es gut sein, dass das eine 25 Prozent langsamer als das andere ist, aber der Preis trotzdem absolut in Ordnung geht. Denn folgende Dinge, die nichts mit der eigentlichen Leistung zu tun haben, beeinflussen den Preis ebenfalls:
- Akku - ein sehr guter Akku erhöht natürlich den Preis des Notebook. Ihr solltet also vorher überlegen, ob ein guter Akku wichtig ist oder nicht. Spielen per Akku ist selbst bei einer sehr guten Batterie ein eher kurzer Spaß, aber wenn man beispielsweise nur im Internet surft, sind je nach Akku schnell mal drei bis vier Stunden Laufzeit-Unterschied zwischen zwei Laptops zu bemerken.
- Display - ein gutes Display, vor allem mit mehr als 60 Hertz oder gar G-Sync, kann den Preis enorm erhöhen. Aber nicht jedem ist dies wichtig. Ein günstiges Display reicht den meisten aus, aber ein hochwertigeres Display bietet knackigere Farben und Kontraste.
- Laufwerke - auch wenn SSDs inzwischen nicht mehr so teuer sind, können die Laptoppreise wegen einer SSD stark steigen. 1000 Gigabyte Festplattenspeicher kosten nur 50 Euro - für diesen Preis ist gerade einmal eine SSD mit 250 Gigabyte drin.
- Verarbeitung - allein die Verarbeitung kann schon merkbare Unterschiede beim Preis ausmachen. Dabei sind billige Modelle nicht zwangsweise klapprig, aber bei hochwertigen Notebooks merkt man den Unterschied beim Material, auch die Tastatur fühlt sich häufig einfach besser an.
- Größe und Gewicht - je größer ein Laptop, desto einfacher lässt sich Gamerhardware unterbringen. Dafür ist auf der anderen Seite das Display teurer und das Gewicht höher. Ein 15 Zoll-Notebook mit wirklich starker Hardware ist daher zwar in der Regel leichter als ein gleich gut ausgestattetes 17-Zoll-Modell, aber auch teurer, da die Kühlung deutlich aufwendiger ist.
- Ausstattung - zwar machen Dinge wie beispielsweise ein Cardreader oder viele Anschlüsse für USB oder Monitore nicht sehr viel beim Preis aus, aber sie können vor allem bei günstigeren Modellen durchaus spürbar sein. Auch eine mitgelieferte Windows-Lizenz beeinflusst freilich den Preis.
Zusammengefasst gesagt: überlegt euch zuerst, welche Leistung das Notebook bringen soll. Aber beachtet auch genau, wie groß und schwer das Notebook sein soll und welche Ausstattung ihr verlangt. Dank Filteroptionen in Preissuchmaschinen wie auch bei unseren Kollegen der PC Games Hardware könnt ihr bei der Suche schon viele unpassende Modelle ausschließen. Für einige Dinge, die sich nicht messen lassen (beispielsweise die Verarbeitung oder Display-Qualität), solltet ihr euch am besten in Testberichten informieren.
