Gaming-Notebooks: Einschätzung der Kaufargumente

Special Antonio Funes
Gaming-Notebooks: Einschätzung der Kaufargumente
Quelle: Acer

Notebooks sind eine gute Alternative für alle, denen ein Tablet oder Smartphone unterwegs nicht ausreicht. Laptops für Gaming ermöglichen es euch zudem, vollwertige PC-Games zu genießen. Wir geben euch in unserem Special Tipps dazu, was ihr beim Kauf beachten solltet und ob sich ein Gaming-Laptop überhaupt lohnt. Zudem bieten wir eine Marktübersicht mit Spiele-Notebooks.

Argumente für einen Laptopkauf

Es gibt viele gute Gründe sich dafür zu entscheiden, einen Laptop zu kaufen. Doch bei den möglichen Gründen gibt es auch oft eine andere Seite der Medaille, die man bedenken sollte, vor allem da Gaming-fähige Laptops deutlich teurer als Desktop-Gaming-PCs sind.

In einigen Fällen kommt man zu der Erkenntnis, dass ein Desktop-PC vielleicht doch die bessere Wahl wäre oder dass es nicht unbedingt ein Gaming-Laptop sein muss, sondern ein Office-Notebook völlig ausreicht und man das gesparte Geld für einen Desktop-PC verwendet. Wir fassen zusammen:

Mobilität

Eines ist klar: wer oft auswärts übernachtet und gerne spielt, der kommt um einen Gaming-Laptop nicht herum, außer er will einen PC plus Monitor mit auf die Reisen nehmen. Auch wer keinesfalls darauf verzichten will, mal im Wohnzimmer, mal im Garten und mal im Schlafzimmer eine Runde Battlefield zu spielen, ohne Netzwerkstreaming zu nutzen, wird auf ein Gaming-Notebook setzen.

Lenovo Legion Y920 Quelle: Lenovo Lenovo Legion Y920 Aber für viele andere Nutzer ist das Mobilitäts-Argument nicht immer stichhaltig. Wer ohnehin nur zu Hause spielt, aber einen Laptop beispielsweise für die Uni oder den Beruf braucht, der bekommt in aller Regel ein besseres Gesamtpaket, wenn er sich nur einen Office-Laptop kauft. Das im Vergleich zu einem starken Gaming-Laptop gesparte Geld reicht dann für einen starken Gaming-PC oder für eine sehr großzügige Aufrüstung eines bereits vorhandenen PC aus. Wer trotzdem ab und an unbedingt mobil spielen will: ein guter Gaminglaptop kostet ab etwa 1500 Euro - dafür bekommt man einen PC mit einer Nvidia GTX 1060 oder 1070 und oben drauf einen Laptop mit einem Grafikchip wie der mobilen Nvidia GTX 1050, der für niedrige oder mittlere Details ausreicht.

Platzbedarf

Viele Leute möchten einen Laptop, damit sie Platz sparen, denn das Gehäuse eines Desktop-PCs braucht einen festen Standort. Auch der nötige Monitor nimmt Raum ein. Dies ist ein gutes Argument, vor allem wenn es einem darum geht, die Technik aus dem Blickfeld zu schaffen, wenn man außerhalb der Betriebszeiten den Laptop beispielsweise einfach in einer Schublade verschwinden lässt. Aber man sollte sich genauer ansehen, ob die Platzersparnis vor allem im Betrieb wirklich so groß ist. Der eigentliche PC kann problemlos neben oder unter einem Tisch oder in einer Ecke versteckt stehen, auch Gehäuse, die kaum größer als eine Spielekonsole sind, reichen heutzutage für Gamer-Hardware aus.

Und einen Monitor kann man an eine Wand montieren, oder man nutzt einen LCD-TV, den man gegebenenfalls ohnehin benötigt. Mit kabelloser Tastatur und Maus kann man auch vom Sofa aus den PC nutzen. Aber auch bei der Nutzung eines Tisches gilt: der PC beansprucht dort nicht mehr Platz als ein Laptop, denn eine Desktop-Tastatur ist nicht größer als ein Laptop - und Platz für eine Maus benötigt man ohnehin auch bei der Nutzung eines Laptops, wenn man auch spielen möchte.

Kosten

Selbst wenn ein Laptop bei der Anschaffung teurer als ein Desktop-PC ist: sofern man kein High-End-Modell nimmt, hält sich der Aufpreis oftmals in Grenzen, zumal man für einen PC noch einen Monitor braucht.

HP Omen X 17 Quelle: HP HP Omen X 17 Doch man sollte bedenken: gerade wenn man auch spielen will, kann man einen PC - wie schon oben beschrieben - im Gegensatz zu einem Notebook sehr leicht bei Bedarf erweitern. Den Monitor nutzt man auch über viele Jahre, so dass dessen Kaufpreis sich relativiert. Ist aber das Notebook nach zwei Jahren zu schwach, um die dann neu herauskommenden Games mit den persönlichen Grafik-Ansprüchen ruckelfrei spielen zu können, muss ein komplett neues Gerät her. Auf Dauer ist Gaming per Notebook also nicht nur ein wenig teurer, sondern deutlich teurer, wenn man gewisse Ansprüche an die Grafikqualität der neuesten Games hat. Selbst wer nun mit dem niedrigen Strombedarf eines Notebooks argumentiert: ein Laptop benötigt in der Tat vor allem außerhalb von Spielen deutlich weniger Strom als ein Desktop-PC. Aber der Kostenunterschied ist am Ende dann doch vergleichsweise gering. Bei zum Beispiel 80 Watt Verbrauchsdifferenz, was bereits hochgegriffen ist, spart man pro Jahr etwa 70 Euro Strom, wenn man im Schnitt jeden Tag acht Stunden mit dem Laptop statt mit einem PC arbeitet. Wenn das Notebook nun 500 Euro mehr als ein gleichstarker PC kostet, rentiert es sich erst nach über sieben Jahren.

  1. Seite 1 Gaming-Notebooks: Vor und Nachteile
  2. Seite 2 Gaming-Notebooks: Einschätzung der Kaufargumente
  3. Seite 3 Gaming-Notebooks: Kaufberatung zur Leistung und Ausstattung
  4. Seite 4 Gaming-Notebooks: Marktübersicht mit 44 Modellen und Modellserien
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