Nintendo Labo: Das ​neue Fahrzeug-Set Toy-Con 3 im Test

Test Lukas Schmid
Nintendo Labo: Das ​neue Fahrzeug-Set Toy-Con 3 im Test
Quelle: Nintendo

Nintendo Labo Toy-Con 3: Fahrzeug-Set im Test: Es darf wieder gebastelt werden: Nintendo Labo startet mit dem bisher stärksten Papp-Paket in die dritte Runde. Wir haben uns erneut mit Nintendos Pappkartons im Zimmer verkochen und ausprobiert, was das neue Set draufhat. In unserem Test erfahrt ihr alles Wichtige, Spannende und vieles mehr!

Der dritte Pappstreich für Nintendo Switch: Die ersten beiden Labo-Bausets boten ein interessantes Konzept, fielen allerdings spielerisch so mager aus, dass sie kurz nach der Fertigstellung der Karton-Geräte bei den meisten Spielern wohl relativ schnell in den Abstellschrank wanderten. Das dritte Toy-Con-Set, welches sich vollkommen um Fahrzeuge dreht, will gameplaytechnisch mehr hermachen und wartet sogar mit einer frei erforschbaren offenen Welt auf. Tatsächlich steckt diesmal deutlich mehr drin im Papp-Paket, wenngleich der Fokus auf eine junge Zielgruppe erneut offensichtlich ist.

Stundenlanger Bastelspaß

Bevor gespielt werden kann, ist freilich erneut unser Bastel-Talent gefragt. In vielen, vielen Einzelschritten gilt es, ein Lenkrad, einen Steuerknüppel, ein Fußpedal, ein U-Boot-Steuerrad sowie diverse kleinere Labo-Einheiten zusammenzustecken. Das geht ganz schön in die Zeit. Wie damals bei Roboter-Kit saßen wir gut fünf Stunden im Meetingraum unserer Redaktion und zogen dabei angesichts des Karton-Chaos um uns herum jede Menge fragende Blicke auf uns. Zum Glück macht das Basteln echt Spaß! Einerseits, weil die einzelnen Papp-Teile, Schnüre, Gummibänder und Aufkleber sehr präzise verarbeitet sind, sodass man nie mit Gewalt arbeiten muss oder etwas lose dahinschlenkert. Andererseits, weil die via Switch-Software aufrufbaren interaktiven Tutorials (leider nicht überspringbar, auch dann nicht, wenn man mit bereits zusammengebautem Labo einen neuen Speicherstand anfängt) nicht nur extrem detailliert verfasst und perfekt illustriert, sondern auch mit jeder Menge Witz und Charme versehen sind. Ganz egal, ob man alleine ranmuss oder etwa zusammen mit dem Sohnemann oder dem Töchterchen baut, der größte Spaß am Labo-Paket findet sich wieder einmal an dieser Stelle.

Ab auf die Insel

Doch irgendwann ist man fertig und dann steht einem, wie gesagt, eine offene Spielwelt zur Erkundung frei. Wahlweise können wir hier mit einem Auto, einem Flugzeug oder - Gewässer vorausgesetzt - mit einem U-Boot auf Erkundungstour gehen. Während sich Auto und Flugzeug für Bewegungssteuerungsverhältnisse präzise kontrollieren lassen, geht das Konzept beim U-Boot nicht vollends auf. Hier kontrolliert man die Antriebsdüsen des Gefährts einzeln, was umständlich ist und nicht allzu viel Spaß macht. Egal mit welchem Gefährt, es erwartet uns eine Liste an Aufgaben, die es zu bestehen gilt, sowie Gegenständen, die gefunden und aufgesammelt werden müssen. Spielerisch ist das zwar reichlich simpel, macht aber durchaus Laune. Bis man alle Aufgaben bestanden und alle Items aufgeklaubt hat, vergeht einige Zeit. Schön auch, dass das Lenkrad recht komplexe Manöver zulässt und dass alle Eingaben sehr genau erkannt werden.

Weg von der Insel

Abseits dieses primären Spielmodus können wir uns in einer Art Matchbox-Rennen nur mit Fußpedal beweisen, Rennen fahren, in der Rallye über Stock und Stein donnern, uns Gefechte mit anderen Gefährten liefern und unsere motorosierten Untersätze farblich verschönern. Sehr nett, wenngleich nichts davon langfristig unterhält und auch hier keinerlei Herausforderung geboten wird. Schade ist zudem, dass die in manchen Modi angebotene Mehrspieler-Option nicht mehr als ein Beiwerk ist und zudem erfordert, dass man mehrere Fahrzeug-Sets besitzt, um sie erleben zu können. Wer will, darf auch wie in den andern Sets in mehreren schön präsentierten Making-ofs genau sehen, wie und warum die einzelnen Labo-Teile funktionieren, sowie sich in der Toy-Con-Garage, einem Editor, mittels eines sehr komplexen Systems daran machen, selbst Routinen für die Joy-Cons zu ersinnen. Das werden wohl nur wenige tun, alle anderen erleben hier harmlosen, aber netten Papp-Zeitvertreib.

Meinung

Wertung zu Nintendo Labo (NSW)

Wertung:

7.0 /10
Pro & Contra
Unterhaltsames BastelnRelativ großer UmfangGut gemachter Abenteuer-ModusRasanter Fahrzeug-Wechsel
U-Boot-Steuerung zu ungenauUninspirierter MehrspielermodusSpielerisch sehr simpelWenig WiederspielwertBau-Anleitungen nicht überspringbar
Fazit

„Noch immer macht für allem das Basteln Spaß, doch auch der Gameplay-Part taugt.“

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