Monitore: Gamingfeatures - Reaktionszeit, Bildwiederholfrequenz, Freesync, G-Sync
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Beim PC-Kauf vielen wichtig, dass sie für ihr geplantes Budget möglichst viel Leistung bekommen. Speziell bei Spiele-PCs geht es um möglichst viel FPS (Bilder pro Sekunde) in Spielen oder möglichst hohe Detailstufen
Gamingfeatures: Reaktionszeit und Bildwiederholfrequenz
Dass ein Monitor heutzutage eine gute Reaktionszeit hat, ist bei so gut wie allen Modellen mittlerweile selbstverständlich. Die Reaktionszeit beschreibt, wie schnell ein Pixel seine Farbe ändern kann, wobei es beim Test keine Standards gibt und die Hersteller stets den von ihnen gemessenen Optimalfall angeben.
Eine schlechte Reaktionszeit würde bei schnellen bewegten Bildern zu sichtbaren Schlieren auf dem Bildschirm führen. Ein Beispiel: wenn ihr in einem Shooter die Kamera schnell nach links bewegt, könnte es bei einer sehr schlechten Monitor-Reaktionszeit passieren, dass einige Pixel, die einen starken Farb- oder Kontrastunterschied zu ihrer Umgebung haben, eine Art Schweif hinter sich herzuziehen scheinen.
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Es gibt aber auch zwei waschechte Gaming-Features, die bei einem ohnehin schon für Spiele geeigneten Monitor dazukommen: eine hohe Bildwiederholfrequenz sowie eine Sync-Technik. Die Bildwiederholfrequenz eines normalen Monitors beträgt 60 Hertz, auch Hz abgekürzt. Der Monitor schaut also - im übertragenen Sinne - 60-mal pro Sekunde nach, ob die Grafikkarte ein neues Bild zur Verfügung stellt, und updatet den Displayinhalt entsprechend. Vor allem dann, wenn Euer PC mehr als 60 FPS berechnen kann, führt dies aber dazu, dass euch einige Bilder gar nicht angezeigt werden. Im ungünstigsten Fall hat der Monitor gerade ein Update durchgeführt, und eine Millisekunde später hat die Grafikkarte ein neues Bild fertigberechnet. Wegen der Frequenz von 60 Hz des Monitors dauert es nun aber bis zum nächsten Update knapp 1/60 Sekunde, bis ihr dieses Bild seht - dies entspricht knapp 17 Millisekunden. Dies hört sich wenig an, aber wenn man bedenkt, dass diese 17 Millisekunden einem Ping von 17 entsprechen und manch einer bereits bei einer Pingveränderung von 15 bis 20 Unterschiede bemerkt, könnte sich ein Monitor mit einer höheren Bildwiederholfrequenz durchaus bemerkbar machen.
Quelle: Acer
Acer Predator XB1 XB271Hbmiprz
Los geht es mit Modellen, die 75 statt 60 Hz nutzen, was aber keinen großen Unterschied macht. Die nächste Stufe, die gleichzeitig unsere Empfehlung ist, sind 144 Hz-Monitore, und immer mehr Gamer-Monitore bieten gar 160 Hz und mehr. Ein Monitor mit einer Bildwiederholfrequenz ab 144 Hz ist selbst dann ein Vorteil, wenn der PC weniger FPS liefert als der Hz-Wert des Monitors. Denn wie bereits beschrieben: der Monitor updatet das Bild häufiger, so dass die Chance steigt, ein erst in diesem Moment gerade berechnetes neues Bild zu erwischen.
Gamingfeatures: Freesync und G-Sync
Das zweite Gaming-Feature von modernen Monitoren sind Sync-Techniken. Mit G-Sync (Nvidia) und Freesync (AMD) passt sich der Monitor den von der Grafikkarte berechneten FPS an. Schafft die Grafikkarte 85 FPS, so taktet der Monitor mit 85 Hz. Ihr seht also jedes Bild genau dann, wenn es berechnet wird - zumindest sofern die FPS nicht den maximalen Hz-Wert des Monitors übersteigen. Wer eine der Sync-Techniken nutzt, muss aber wiederum am Ende weniger Wert auf einen möglichst hohen Hz-Wert des Monitors legen. Denn wenn Euer PC bei Euren Lieblingsgames und den von Euch gewünschten Detailstufen bei aktiviertem G-Sync oder Freesync nicht mehr als 90 FPS schafft, macht es keinen Unterschied, ob der Monitor 144 oder 165 Hz bietet. Auch beim Arbeiten außerhalb von Spielen sind mehr als 60 Hertz nützlich, denn die Mausbewegungen und Aktionen auf dem Bildschirm wirken mit 144 statt 60 Hertz durchaus weicher und flüssiger. Übrigens: Früher musste man für eine Nvidia-Grafikkarte einen G-Sync-Monitor kaufen, um von der Sync-Technik zu profitieren. Monitore mit G-Sync sind aber teil deutlich teurer als gleichwertige Modelle, die AMDs Feeesync bieten.
Quelle: iiyama
iiyama G Master GB2760QSU B1
AMDs Freesync macht einen Monitor nämlich kaum teurer als einen Monitor, der gar keine Sync-Technik bietet. Inzwischen hat Nvidia seine Treiber aber angepasst, so dass auch viele Freeesync-Monitore kompatibel zu Nvidia-Grafikkarten sind. Ein Teil der Monitore ist offiziell von Nvidia freigeben worden, bei anderen Modellen ist man auf Erfahrungswerte angewiesen oder muss es selbst manuell testen. Der eigentliche Zweck der Sync-Techniken ist übrigens das Vermeiden von Tearing. Tearing beschreibt den unschönen Effekt, der entsteht, wenn ein Monitor ein neues Bild darstellen will, die Grafikkarte aber noch kein komplettes Bild bieten kann. Der Monitor zeigt dann zum Teil ein altes, zum Teil ein neues Bild. Bei schnelleren Bewegungen im Spiel scheint dann ein Riss im Bild zu sein. Dies wurde lange Zeit durch die softwarebasierte Technik V-Sync vermieden, die aber die FPS-Werte beschränkt. Denn mit V-Sync berechnet der PC eine Anzahl von Bildern, die zu der Bildwiederholfrequenz des Monitor passt und natürlich geringer als oder höchstens identisch zum FPS-Wert ist, den der PC maximal schaffen kann. Hat ein Monitor 60 Hertz und der PC schafft nur 57 FPS, dann werden die FPS im schlimmsten Falle auf nur 30 beschränkt, da man diese 30 Bilder je zwei Mal verwenden kann und somit auf 60 Bilder, also 60 Hz kommt und Tearing vermeidet. Mit G-Sync oder Freesync schöpft man also die volle FPS-Leistung des PCs aus, solange die FPS-Werte den Hz-Wert des Monitors nicht übertreffen.
