Metal: Hellsinger im Test - Seite 3

Test Fritz Büttner Michael Grünwald Lukas Schmid 26,99 €
Metal: Hellsinger im Test - Seite 3
Quelle: PC Games

Der Ego-Shooter Metal: Hellsinger ist endlich da und gibt euch Metalriffs und Rhytmus-Shooter-Gameplay. Wie neu und gut das funktioniert, lest ihr im Test.

Mit dem Tutorial gilt es, nach Dante Alighieri, insgesamt neun Höllenkreise auf drei Schwierigkeitsgraden zu meistern. Leicht oder Lämmchen ist hierbei wirklich nur etwas für Anfänger und Neueinsteiger. Die meisten Spieler werden sich mit Normal, also Ziegenbock begnügen, wo ihr euch zweimal auf Kosten eurer Punkte wiederbeleben könnt. Wer masochistische Züge hat und sich auch gerne mal selbst auspeitscht, kann sich mit dem Schwierigkeitsgrad Untier geißeln. Wem normal noch nicht genug ist, der wird hier die ultimative Herausforderung finden. Sterbt ihr, müsst ihr das Level von vorn beginnen. Je nachdem wie viel Zeit man mit den verschiedenen Härtegraden oder der Rangliste verbringt, variiert die Spielzeit. Auf Normal haben wir nach 12 Stunden jedenfalls alle Level bestanden.

Dante Alighieris Träume

Passive Skills, die euch ein wenig das taktvolle Metzeln erleichtern, könnt ihr in Form von sieben Marterungen freischalten. Darunter gibt es Buffs, die euren Zorn nie unter einen Multiplikator von vier fallen lassen oder euch Fehler bei eurer Taktserie verzeihen. Verdienen müsst ihr die aber erst in der jeweiligen Arena.

Das kann euch dann schon mal mehrere Anläufe abfordern, und bringt Abwechslung in das Spiel. Schade ist hierbei, dass man einfach den Schwierigkeitsgrad auf Lämmchen stellen kann, womit jeder, der eine geringe Schmerzgrenze hat, fast schon genötigt wird, sich den Skill schenken zu lassen.
Für eine Abschlachtung muss man die Gegner erst genug schwächen, danach genügt ein präziser Tastendruck. Quelle: PC Games Für eine Abschlachtung muss man die Gegner erst genug schwächen, danach genügt ein präziser Tastendruck. Auch die Level selbst könnten abwechslungsreicher sein. Zwar unterscheiden sich die Höllen-Gebiete etwas voneinander, am Ende gehen wir aber trotzdem nur so schnell wie möglich von einem Schlachtraum in den nächsten. Das ist schade, denn Spiele wie Doom Eternal zeigen, es geht auch anders.

Dass es keinerlei Geheimnisse in den Level gibt, wird die meisten von euch zwar nicht stören, macht die Abschnitte aber noch etwas eintöniger. Gerade bei Metal: Hellsinger können wir hier aber ein Auge zudrücken, da der Fokus auf dem Gameplay und der Musik liegt und ihr bei den schnellen Kämpfen, in denen ihr noch auf den Takt achten müsst, ohnehin kaum Zeit habt euch umzusehen.
Der Zorn treibt die stumme Heldin an. Quelle: PC Games Der Zorn treibt die stumme Heldin an. Das Spiel macht optisch was her, ist aber kein Grafikwunder. Beim Spielen gab es kaum Performance-Probleme. Gerade das Design der stummen Heldin "Unknown", die Effekte der Gegner und das Feuer, das aus allen Ecken der Spielwelt speit, wenn euer Zorn das Maximum erreicht, sehen stimmig aus und ergänzen sich mit dem harten Metal im Vordergrund sehr gut. Ja, im Vordergrund!

Hier läuft der Soundtrack nicht nebenbei, sondern ist eine Gameplay-Mechanik in Form eines Berserkers, der euch ordentlich was auf die Ohren gibt!

Das Gameplay ist für einen Shooter etwas Besonderes, denn üblicherweise, kommt es mehr auf eure Reflexe statt auf euer Taktgefühl an. Hier liegt auch die Stärke des Spiels. Gerade weil der Soundtrack auch noch so gut ist, dass er selbst ohne den Kampf von "Unknown" gegen den Teufel ein Topseller wäre, hat sich Metal: Hellsinger einen Platz in den Annalen der Ego-Shooter neben den ganz großen Serien verdient! Hoffentlich bekommt das Spiel noch eine Menge Nachschub an Leveln und Herausforderungen, denn wir können nicht genug davon bekommen.

Meinung

Wertung zu Metal: Hellsinger (PC)

Wertung:

9.0 /10
Pro & Contra
Der Soundtrack!Flüssiges MovementAusgefallenes GameplayEin außergewöhnlicher Flow
Levelstruktur sehr einfachEtwas kurzKaum Story

Metal: Hellsinger ist ab dem 15. September 2022 für PC, Playstation 5 und Xbox Series X/S erhältlich. Für unseren Test spielten wir die PC-Version des Shooters.
Transparenz-Hinweis: Die Version von Metal-Hellsinger, auf die dieser Test basiert, wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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