Matchpoint: Der Konkurrent zu Tennis World Tour in der Vorschau - Seite 3

Special Michael Grünwald
Matchpoint: Der Konkurrent zu Tennis World Tour in der Vorschau - Seite 3
Quelle: Kalypso Media

Tennis World Tour und AO Tennis bekommen Konkurrenz. Wir haben uns Matchpoint - Tennis Championship einen Monat vor Release genauer angesehen.

Außerdem ploppen die Mitteilungen über die Stärken und Schwächen unseres Gegenübers mitten im Ballwechsel auf, sodass wir die Texteinblendungen gar nicht richtig lesen können. Im Pausemenü nachschlagen lassen sich die Informationen ebenfalls nicht. Häufig müssen wir uns also entscheiden, ob wir die Konzentration für einen kurzen Moment aufgeben und vielleicht den Punkt verlieren, oder ob wir dem Text Priorität schenken.

Auch hier sollte Torus Games nachbessern, schließlich ist es für die Saison wichtig, sich die Stärken und Schwächen der Gegner im Falle eines wiederholten Aufeinandertreffens zu merken. Abgesehen von diesen zufällig generierten Besonderheiten verändern die KI-gesteuerten Spielerinnen und Spieler während eines Matsches ihre Taktiken und reagieren auf unseren Spielstil. Eine Möglichkeit, wie im realen Tennis oder bei World Tour 2 eine Linien- bzw. Schiedsrichter-Entscheidung per Challenge anzufechten, haben die Entwickler bewusst weggelassen, da solche Ingame-Fehlentscheidungen ihrer Meinung nach eine Art Schummeln der KI sind.

Hinterhof-Atmosphäre

Die Grafik steht in Matchpoint in der Weltrangliste eher in den unteren Regionen. Das Gameplay überzeugt dagegen. Quelle: Kalypso Media Die Grafik steht in Matchpoint in der Weltrangliste eher in den unteren Regionen. Das Gameplay überzeugt dagegen. Optisch hängt Matchpoint der Konkurrenz deutlich hinterher. Bei einigen Charaktermodellen mussten wir schon ein paar Mal hinsehen, um Ähnlichkeiten zum realen Pendant auszumachen. Der restlichen Aufmachung merkt man ebenfalls an, dass das Budget wohl deutlicher geringer ausfällt als bei den anderen Tennis-Umsetzungen.

Da hilft es auch nicht, dass in den Stadien bis zu 30.000 Zuschauer zu sehen sein sollen. Dass dabei auf Details geachtet wird und die Arenen bei kleineren Turnieren weniger Kapazität haben, ist aber natürlich eine schöne Kleinigkeit.

Die Präsentation vor und nach den Matches ist ebenfalls noch sehr dürftig. Nach einer kurzen Spielervorstellung des Kommentators starten wir bereits direkt in das Duell. Kein Einlaufen, kein Aufwärmen, keine großartigen Statistikeinblendungen. Wenigstens nach der Partie gibt's eine grobe Spielzusammenfassung mit direktem Vergleich. Auf eine Inszenierung wie bei AO Tennis warten wir aber vergeblich.

Soundtechnisch überzeugt uns Matchpoint auch noch nicht. Vor allem das Stöhnen der Spielerinnen und Spieler auf dem Court wirkt an vielen Stellen deplatziert. Das Klatschen der Zuschauer nach spektakulären Ballwechseln klingt außerdem mehr nach Clubhaus-Feeling als nach Grand-Slam-Atmosphäre.

Egoplayer sind gefragt

Die Trainingsübungen sind zwar nicht äußerst anspruchsvoll, doch sie wecken den Ehrgeiz, die bisherigen Höchstwertungen zu übertreffen. Quelle: PC Games Die Trainingsübungen sind zwar nicht äußerst anspruchsvoll, doch sie wecken den Ehrgeiz, die bisherigen Höchstwertungen zu übertreffen. Der Umfang ist dagegen schon recht ordentlich. Neben dem Karrieremodus und dem normalen Spiel mit den lizenzierten Profis stehen uns noch diverse Tutorials und Trainingsübungen zur Auswahl. Auch online dürfen wir uns bereits mit anderen Spielerinnen und Spielern messen.

Allerdings nur in direkten Duellen. Denn die Möglichkeit einer Doppel- oder Mixed-Partie bietet Matchpoint zum jetzigen Zeitpunkt sowohl online als auch offline noch nicht. Dafür geht es aber auf allen Plattformen über Crossplay rund. Ein spezielles System soll dabei helfen, Lags vorzubeugen.

Ein wenig Feinschliff muss Torus Games bis zum 7. Juli noch walten lassen. Dann soll Matchpoint - Tennis Championship für PC, PS5, PS4, Xbox Series X/S, Xbox One und auch auf Nintendo Switch erscheinen.

Meinung

Bildergalerie

Bis jetzt hat der Titel zumindest Potenzial, ob sich das Tennisspiel aber gegen die Konkurrenz durchsetzen kann, steht in den Sternen. Wer möchte, kann sich bis zum Release am PC in einer kostenlosen Beta austoben. Auch für Konsolen-Besitzer plant das Entwicklerstudio noch vor dem Release eine Demo, um das Sportspiel auszuprobieren.

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