Matchpoint - Tennis Championship in der Vorschau: Auf den Spuren von Virtua Tennis und Top Spin
Special
Tennis World Tour und AO Tennis bekommen Konkurrenz: Das australische Entwicklerstudio Torus Games bringt am 7. Juli Matchpoint - Tennis Championship auf den Markt. Wir haben uns das Sportspiel vor dem Release genauer angesehen.
Die Glanzzeit des Tennis-Booms in Deutschland ist abgeflaut: Boris Becker macht eher anderweitig auf sich aufmerksam, die ehemalige Weltranglisten-Erste Angelique Kerber befindet sich seit Monaten im Formtief und der derzeit bekannteste deutsche Spieler, Alexander Zverev, wartet nach seinem Olympia-Coup im Vorjahr weiterhin auf seinen ersten Grand-Slam-Erfolg. Zumindest die Chancen stehen aktuell gar nicht so schlecht.
Einen Sieg bei den vier Major-Turnieren Australian Open, French Open, Wimbledon und den US Open werden wir in Matchpoint nicht feiern können - dazu fehlen dem Titel von Torus Games die Lizenzen. Dennoch gibt's einige echt Spielerinnen und Spieler, mit denen wir unseren virtuellen Schläger schwingen dürfen. In einem etwa einstündigen Event des deutschen Publishers Kalypso Media hatten wir die Gelegenheit, uns das kommende Tennisspiel näher anzusehen. Im Anschluss griffen wir auch selbst zum Raquette und schlugen etliche Bälle auf Sand, Rasen und Hartplätzen. Schafft es das Sportspiel, die Konkurrenten AO Tennis und Tennis World Tour zu übertrumpfen?
In diesem Artikel
Keine Starallüren
Quelle: PC Games
Auch der extrovertierte Australier Nick Kyrgios ist im Spiel vertreten. Sein virtuelles Pendant zerstört jedoch keine Schläger am Fließband.
Obwohl die Lizenzen der absoluten Topstars der Szene wie Rafael Nadal, Roger Federer, Novak Djokovic, Serena Williams oder Iga Swiatek bei den anderen Tennisspielen liegen, hat Matchpoint einige mehr oder weniger bekannte echte Spielerinnen und Spieler zu bieten.
Neben aufstrebenden Nachwuchshoffnungen wie Amanda Anisimova und Carlos Alcaraz stehen auch ehemalige Weltranglisten-Erste wie Victoria Azarenka und Daniil Medwedew zur Auswahl. Insgesamt können wir mit 16 lizenzierten Profis antreten.
Dazu gesellen sich im Rahmen einer kaufbaren Legend Edition noch Tennisgrößen aus der Vergangenheit. Auch hier dürfen wir allerdings nicht auf Pete Sampras, Björn Borg oder Boris Becker hoffen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt wurden nur zwei Allstars bestätigt: Tommy Haas und Tim Henman.
Bei den Turnieren und Plätzen gibt's größtenteils nur fiktive Locations. Das ist auch verständlich, denn schon alleine die TV-Rechte bei den Grand Slams sind im Tennis auf mehrere Sender mit Exklusivberichterstattungen aufgeteilt und daher kosten die Lizenzen an diesen großen Veranstaltungen vermutlich eine Stange Geld.
So spielen wir in Matchpoint eben das London Grand anstelle des Major-Turniers in Wimbledon. Viel wichtiger ist aber sowieso das Gameplay auf dem Platz, und das funktioniert bereits sehr gut.
Ass oder Doppelfehler?
Quelle: PC Games
Das Gameplay bietet zwischendurch immer wieder spannende und abwechslungsreiche Ballwechsel auf allen Belägen.
Gerade bei der Spielbarkeit wird die Konkurrenz nämlich immer wieder kritisiert. Sowohl Tennis World Tour 2 als auch AO Tennis 2 konnten nie in die Fußstapfen des großartigen Virtua Tennis treten.
Während AO, das offizielle Spiel der Australian Open, zwar mit einer sehr schicken Inszenierung glänzt und Tennis World Tour ein großes Lizenzpaket in petto hat, bemängeln Tennisfans an beiden Titeln das eigentliche Gameplay:
Zu wenig Realismus, zu weit auseinanderliegende Schwierigkeitsgrade und hölzerne Animationen sind dabei die auffälligsten Punkte. Matchpoint möchte diese Lücke füllen und ein besseres Spielgefühl bieten. Nach etlichen Partien steht für uns bis dato fest: Die Unterschiede sind zwar spürbar, im Großen und Ganzen bis jetzt jedoch nur marginal.
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